BAK Economics: BIP 2026 bei +1,8%, Zinserhöhung möglich (Grenzgänger-Leitfaden)

Das rheinische Institut hebt die Wachstumsprognose auf 1,8% an und geht bereits im Dezember von einer Intervention der SNB aus.
Kontext
Kurz gefasst
- BAK Economics hebt die BIP-Prognose für 2026 auf 1,8 % an (von 0,8 %).
- Erwartete Inflation 2026 bei 0,6 %, 2027 bei 0,8 %.
- Mögliche Zinserhöhung der SNB bereits im Dezember.
- Wachstumsprognose für 2027 auf 1,3 % nach unten korrigiert.
Wichtigste Fakten
- Institution: BAK Economics (Basler Forschungsinstitut)
- BIP-Prognose 2026: 1,8 %
- Vorherige BIP-Prognose 2026: 0,8 %
- Wachstum Q2 2026: 1,5 %
- BIP-Prognose 2027: 1,3 %
- Inflation 2026: 0,6 %
- Inflation 2027: 0,8 %
Revision der Wirtschaftsprognosen
Die Experten des Basler Forschungsinstituts BAK Economics haben ihre Prognosen für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr deutlich nach oben korrigiert. Laut einer Mitteilung vom 18. August 2025 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2026, bereinigt um Sportveranstaltungen, um 1,8 % steigen. Dieser Wert stellt eine signifikante Korrektur gegenüber den zuvor prognostizierten 0,8 % dar. Der Hauptgrund liegt laut BAK in den überraschend positiven Daten zur Wirtschaftsexpansion im zweiten Quartal, das ein Plus von 1,5 % gegenüber dem ersten Halbjahr verzeichnete.
Für 2027 haben die Basler Spezialisten ihre Prognose hingegen von 1,4 % auf 1,3 % gesenkt. Die im Jahr 2026 verzeichnete hohe Dynamik ist teilweise auf Vorzieheffekte im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik zurückzuführen. Dennoch bleiben die Ökonomen aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und des Konflikts im Nahen Osten vorsichtig. "Die für Investitionen grundlegende Planungssicherheit hat sich nicht wesentlich verbessert", heißt es in der offiziellen Mitteilung des Instituts.
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Operative Details
Implikationen für die Geldpolitik und Investitionen
Das vom BAK Economics beschriebene Wirtschaftsbild hat direkte Auswirkungen auf die Entscheidungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Obwohl die Inflation niedrig bleibt, haben die robustere Schweizer Konjunktur und die wieder deutlich positive Teuerung den Referenzrahmen für die Geldpolitik verändert. Laut dem Institut ist es wahrscheinlich, dass die SNB die Zinsen bereits im Dezember erhöhen wird. Diese Anpassung des Leitzinses sollte jedoch nicht als Beginn eines klassischen Zyklus der geldpolitischen Straffung interpretiert werden. Es handelt sich vielmehr um eine Normalisierungsmassnahme, die notwendig ist, um die Zinsen an die neue wirtschaftliche Realität anzupassen.
Für Schweizer Arbeitnehmer und Familien spiegelt sich diese Dynamik in den Lebenshaltungskosten und der Finanzplanung wider. Eine Inflation von 0,6% im Jahr 2026 und 0,8% im Jahr 2027 deutet darauf hin, dass die Erosion der Kaufkraft begrenzt, aber nicht abwesend sein wird. Löhne, die oft an Gesamtarbeitsverträge gebunden sind, könnten sich diesen Veränderungen nicht sofort anpassen, was eine sorgfältige Verwaltung der Familienbudgets erfordert. Unternehmen hingegen stehen vor Herausforderungen im Zusammenhang mit der Planungssicherheit, einem grundlegenden Element für Investitionen, das sich laut BAK nicht wesentlich verbessert hat.
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Wichtige Punkte
Finanzplanungsverfahren und -instrumente
Im Reaktion auf eine mögliche Zinserhöhung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) sollten die in der Schweiz ansässigen Einwohner ihre Spar- und Anlagestrategien überprüfen. Es ist ratsam, die Konditionen der Girokonten und Festgeldanlagen zu prüfen, da eine Zinsanpassung, auch wenn begrenzt auf die Normalisierung, die Rendite risikoarmer Instrumente beeinflussen kann. Für Personen mit variablen Zinssätzen bei Hypothekenkrediten könnte eine Zinserhöhung die monatlichen Raten beeinflussen, weshalb eine Simulation neuer Zahlungsszenarien sinnvoll ist.
Um die Inflation und ihren Einfluss auf die Lebenshaltungskosten zu überwachen, können die offiziellen Daten des Bundesamts für Statistik konsultiert werden, wobei die genannte Quelle spezifisch auf die Schätzungen von BAK Economics verweist. Die Bürger können zudem digitale Tools nutzen, um Verbraucherpreise zu vergleichen und zukünftige Ausgaben zu planen. Bei Unsicherheiten bei der Vermögensverwaltung kann die Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters helfen, die Angemessenheit der Anlagen im Hinblick auf den individuellen Zeithorizont und Risikotoleranz zu bewerten.
Konkrete Schritte für die nächsten Monate
1. Prüfen Sie die Vertragsbedingungen Ihrer Hypothekenkredite und Bankguthaben, um Ihre Zinsrisiko-Exposition zu verstehen. 2. Aktualisieren Sie den Haushaltsplan unter Berücksichtigung einer erwarteten Inflation zwischen 0,6 % und 0,8 %. 3. Beobachten Sie die Mitteilungen der SNB bezüglich möglicher offizieller Leitzinsanpassungen. 4. Evaluieren Sie, ob eine Qualifizierung oder Investition in menschliche Ressourcen erforderlich ist, um im Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, da die Planungssicherheit für Unternehmen weiterhin schwach bleibt.
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Häufig gestellte Fragen
- Wie stark wird das Schweizer BIP laut BAK Economics im Jahr 2026 wachsen?
- Gemäss der Mitteilung vom 18. August 2025 schätzt BAK Economics das BIP-Wachstum der Schweiz im Jahr 2026 auf 1,8%. Diese Zahl stellt eine signifikante Aufwärtskorrektur gegenüber der vorherigen Prognose von 0,8% dar, die durch die positiven Daten des zweiten Quartals begründet ist, die einen Anstieg von 1,5% gegenüber dem ersten Quartal verzeichneten.
- Wie sehen die Inflationsprognosen für 2026 und 2027 aus?
- BAK Economics hält die Inflationsprognose für 2026 bei 0,6%. Für 2027 wird die Schätzung leicht von 0,7% auf 0,8% angehoben. Diese Daten deuten auf eine moderate Preisstabilität hin, die einen klareren Bezugsrahmen als in Zeiten erhöhter Volatilität bietet, ohne die Erosion der Kaufkraft zu beseitigen.
- Wann könnte die SNB die Zinsen erhöhen?
- Gemäss dem Institut dürfte die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Zinsen bereits im Dezember 2025 erhöhen. Diese Anpassung würde jedoch nicht den Beginn eines klassischen Verschärfungszyklus markieren, sondern wäre eine notwendige Normalisierungsmaßnahme, um die Zinsen an die neue, solidere wirtschaftliche Realität anzupassen.