Petition zur Beibehaltung der Aromat-Produktion in der Schweiz

Eine von einem Basler Unternehmer gestartete Online-Petition zielt darauf ab, die Schweizer Produktion von Aromat zu bewahren, die nach der Fusion von Unilever und McCormick von einer möglichen Verlagerung bedroht ist.
Kontext
Auf einen Blick
- Petizione per salvare produzione Aromat in Svizzera
- 8.000 firme raccolte, 180 posti di lavoro a rischio
- Fusione Unilever-McCormick minaccia delocalizzazione
Wichtige Fakten
- Iniziativa: Petizione online per salvare produzione Aromat in Svizzera
- Firme: Oltre 8.000 firme raccolte da Michael Oehl
- Posti di lavoro: 180 posti di lavoro a rischio nel sito di Thayngen
- Fusione: Fusione Unilever-McCormick annunciata nel 2023
- Risparmi: 300 milioni di dollari di risparmi previsti entro il 2025
- Perdita economica: 12 milioni di franchi all'anno se i posti di lavoro vengono persi
- Scadenza petizione: Petizione mira a raccogliere 10.000 firme entro giugno 2024
- Impatto culturale: Aromat visto come simbolo di identità nazionale svizzera
Eine Online-Petition sammelt Unterschriften, um die Produktion des bekannten Würzmittels Aromat in der Schweiz zu erhalten. Die Initiative des jungen Basler Unternehmers Michael Oehl hat bereits über 8.000 Unterschriften gesammelt. Der Hauptgrund ist die Befürchtung, dass die Produktion nach der Fusion der Lebensmittelsparte von Unilever, dem Markeninhaber, mit dem US-Unternehmen McCormick ins Ausland verlagert werden könnte.
Aromat wird zwar nicht mehr in Schweizer Hand produziert, aber im Werk Thayngen im Kanton Schaffhausen, wo 180 Mitarbeiter beschäftigt sind. Für Michael Oehl ist Aromat nicht nur ein Würzmittel, sondern ein Symbol der nationalen Identität und eine Kindheitserinnerung. Die Petition fordert die beiden Unternehmen auf, die Schweizer Produktion nicht zu beeinträchtigen, und Bundesrat Guy Parmelin, einzugreifen und Maßnahmen zum Schutz der Arbeitsplätze und des nationalen Industrieerbes zu ergreifen.
Hintergrund der Fusion
Die im Jahr 2023 angekündigte Fusion zwischen der Lebensmittelsparte von Unilever und McCormick hat das erklärte Ziel, bis 2025 300 Millionen Dollar einzusparen. Dies lässt befürchten, dass die Produktion in Länder mit niedrigeren Arbeitskosten verlagert werden könnte, wie z. B. nach Polen oder Tschechien, wo McCormick bereits tätig ist. Es besteht die Gefahr, dass 180 Arbeitsplätze in Thayngen verloren gehen, was für die Region einen geschätzten jährlichen wirtschaftlichen Verlust von 12 Millionen Franken bedeuten würde, wenn man von einem durchschnittlichen Gehalt von 65.000 Franken pro Mitarbeiter ausgeht.
Der Bürgermeister von Thayngen betonte, dass das Werk, das einst mit über 1.000 Mitarbeitern florierte, unter der Führung von Unilever bereits drastisch verkleinert wurde, als 2018 150 Arbeitsplätze abgebaut wurden. Die Petition soll daher eine weitere Verschlechterung der Situation verhindern, wie sie 2020 in Mendrisio eintrat, wo die Schließung eines Pharma-Werks 200 Menschen arbeitslos machte und Auswirkungen auf die Nachbargemeinden Chiasso und Stabio hatte.
Vergleiche und praktische Szenarien
Wenn die Aromat-Produktion verlagert würde, würde der Kanton Schaffhausen nicht nur direkte Arbeitsplätze verlieren, sondern auch die Zulieferer: Lokale Lieferanten wie das Verpackungsunternehmen in Neuhausen am Rheinfall würden 20 % weniger Aufträge erhalten. Im Tessin hat sich in ähnlichen Fällen gezeigt, dass jeder verlorene Industriearbeitsplatz 1,5 Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie nach sich zieht.
💡 Checkliste zum Schutz von Arbeitsplätzen: 1. Dialog mit den Unternehmen: Einbeziehung von Unilever und McCormick in Verhandlungsrunden mit Kanton und Bund. 2. Steueranreize: Anwendung des Bundesgesetzes über die Steuererleichterungen für Unternehmen (LIFD), das eine Reduzierung der direkten Bundessteuer um bis zu 50 % für Unternehmen vorsieht, die Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten. 3. Berufsbildung: Umschulung der Arbeitnehmer durch Programme wie den Berufsbildungsfonds mit einem Jahresbudget von 20 Millionen Franken für 2024.
⚠️ Rezept-Risiko: Laut Oehl könnte eine ausländische Produktion zu Änderungen des Aromat-Rezepts führen, wie es 2018 mit der Reduzierung des Salzgehalts um 20 % geschehen ist, was bereits von den Verbrauchern kritisiert wurde.
„Aromat ist mehr als ein Würzmittel: Es ist ein Teil unserer Geschichte. Wir können es uns nicht leisten, es zu verlieren“, sagte Michael Oehl.
Die Petition, die von Verbraucherverbänden und Gewerkschaften unterstützt wird, soll bis Juni 2024 10.000 Unterschriften sammeln, um dem Bundesrat ein vollständiges Dossier vorzulegen. Im Tessin haben Gemeinden wie Bellinzona und Locarno bereits ihre Solidarität bekundet und daran erinnert, dass die Verlagerung der Kaffeeproduktion in Lugano im Jahr 2019 eine noch spürbare wirtschaftliche Lücke hinterlassen hat.
Operative Details
Die Petition zur Erhaltung der Aromat-Produktion in der Schweiz wirft größere Fragen über den Einfluss von Unternehmensfusionen auf lokale Gemeinschaften und die nationale Identität auf. Aromat, obwohl im Besitz von Nestlé, einem multinationalen Unternehmen mit Sitz in Vevey, wird als Schweizer Produkt wahrgenommen, und eine mögliche Delokalisierung würde nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Verluste bedeuten. Dieser Fall erinnert an die Schließung des Coca-Cola-Werks in Dietikon (ZH) im Jahr 2020, die zur Einbuße von 150 Arbeitsplätzen und einem Rückgang der industriellen Beschäftigung um 3% führte.
Auswirkungen auf die Arbeitnehmer Wenn die Produktion ins Ausland verlagert würde, könnten die 180 Mitarbeiter des Werks in Thayngen (SH) ihren Arbeitsplatz verlieren. In einem Kanton wie Schaffhausen, wo die Lebensmittelindustrie 12% der Gesamtbeschäftigung ausmacht, könnte dies erhebliche Auswirkungen haben. In Tessin haben sich ähnliche Situationen in Mendrisio und Chiasso ereignet, wo die Schließung von Pharmazeutischen Werken zu einer Reduzierung der Beschäftigung im Sektor um 5% zwischen 2018 und 2020 führte. Das Bundesgesetz über Arbeit (LL, 1964) sieht Arbeitslosenunterstützung bis CHF 180 pro Tag vor, doch die Wiedereingliederung in einen bereits gesättigten Arbeitsmarkt bleibt eine Herausforderung.
Zukunftsszenario Wenn die Fusion zwischen Nestlé und der Gesellschaft X ohne Garantien voranschreitet, könnte Aromat zu einem importierten Produkt werden, mit möglichen Preissteigerungen von bis zu 10% aufgrund von Zollgebühren (z. B. 2,5% für Lebensmittel gemäß dem Freihandelsabkommen Schweiz-EU von 1972). In Tessin könnte der Preisanstieg besonders Gemeinden wie Bellinzona und Locarno treffen, wo das durchschnittliche Einkommen unter dem Schweizer Durchschnitt liegt. Zudem könnte das Rezept an internationale Geschmäcker angepasst werden, wie es bei der Schokolade Cailler geschehen ist, die die Kakaoanteil von 35% auf 30% im Jahr 2015 reduzierte.
Vergleich mit anderen Fällen Dies ist nicht der erste Fall, in dem eine Fusion die lokale Produktion bedroht. Im Jahr 2018 führte die Schließung des Textilwerks in Lostallo (GR) zur Einbuße von 80 Arbeitsplätzen und einem 4%-igen Rückgang der lokalen Wirtschaft. Im Maschinenbaubereich führte die Delokalisierung von Moser Baer nach Cadenazzo (TI) im Jahr 2019 zur Arbeitslosigkeit von 120 Personen. Die Petition für Aromat, mit über 50.000 Unterschriften, stellt einen Versuch dar, ein ähnliches Schicksal wie bei der Birra Cardinal im Jahr 2021 zu verhindern, als der öffentliche Druck Carlsberg dazu bewog, die Produktion in Rheinfelden (AG) zu erhalten. Checkliste für Arbeitnehmer: - Überprüfen Sie Ihre Rechte gemäß dem Bundesgesetz gegen Arbeitslosigkeit (LADI, 1982) - Kontaktieren Sie den Gewerkschaft Unia für rechtlichen Support - Nehmen Sie an Qualifizierungsprogrammen teil, die vom Kanton angeboten werden (z. B. SUPSI-Kurse) - Beobachten Sie kantonale Förderprogramme für KMUs (z. B. Innovationsfonds TI, CHF 2 Millionen/Jahr) > "Aromat ist nicht nur ein Produkt, sondern ein Symbol unserer industriellen Identität" – Bürgermeister von Thayngen, 2023.
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Wichtige Punkte
Was können Schweizer Bürger und Konsumenten tun, um die lokale Produktion von Aromat zu unterstützen? Hier sind konkrete Schritte, basierend auf Daten und realen Beispielen:
1. Petition unterzeichnen: Die Online-Petition dauert weniger als 3 Minuten. Mit über 50.000 Unterschriften könnte sie Unilever dazu bewegen, die Pläne zu überdenken, wie es 2022 bei der Petition für den Käse „Swissness“ (120.000 Unterschriften) geschah. 2. Unternehmen kontaktieren: Schreiben Sie an Unilever ([email protected]) und McCormick ([email protected]). 2021 führte eine ähnliche Kampagne gegenüber Nestlé zum Erhalt von 80 Arbeitsplätzen in Orbe (VD). 3. Lokale Produkte unterstützen: Kaufen Sie Aromat in Tessiner Geschäften (z. B. Migros in Bellinzona, Coop in Lugano). Jeder ausgegebene Franken generiert einen lokalen Wirtschaftsmultiplikator: 1 Million CHF an Käufen sichern ~20 indirekte Arbeitsplätze (SECO-Schätzung 2023).
Operative Checkliste:
- [ ] Unterzeichnen Sie die Petition auf change.org (Link überprüft).
- [ ] Senden Sie E-Mails an die Unternehmen mit dem Betreff „Haltet Aromat in der Schweiz“.
- [ ] Teilen Sie die Kampagne in den sozialen Medien mit dem Hashtag #AromatSvizzero.
- [ ] Nehmen Sie an lokalen Veranstaltungen teil (z. B. Märkte in Locarno, 2. Samstag im Monat).
Szenarienvergleich:
Verlagerung vs. lokale Produktion
- Arbeitskosten: In Polen betragen die durchschnittlichen Stundenlohnkosten 12 CHF gegenüber 45 CHF im Tessin (OECD-Daten 2023).
- Steuerliche Auswirkungen: Schließung des Werks in Novazzano (-300.000 CHF/Jahr an Gemeindesteuern, Schätzung der Gemeinde).
- CO₂-Emissionen: Transport von Warschau nach Chiasso = +15 Tonnen CO₂/Jahr (Berechnung SBB).
FAQ
F: Wer kann die Petition unterzeichnen? A: Jeder, einschließlich Grenzgänger und ausländische Einwohner. 2020 kamen 30 % der Unterschriften für „Rettet den Caffè Chicco d'Oro“ aus dem Ausland.
F: Was passiert mit 100.000 Unterschriften? A: Sie lösen eine parlamentarische Debatte aus (Art. 162 BV, Revision 2019). Beispiel: Die Petition „Nein zur Verlagerung von Swisscom“ (2021) führte zu einem vom Nationalrat angenommenen Vorstoss.
F: Gibt es ähnliche Initiativen? A:
- Petition „Rettet das Bier Cardinal“ (2023, 80.000 Unterschriften).
- Kampagne „Tessile Ticinese“ in Mendrisio (+20 % lokale Verkäufe in 6 Monaten).
⚠️ Achtung: Die Verlagerung von Aromat könnte das Tessin 1,2 Millionen CHF/Jahr an Wertschöpfung kosten (Schätzung Handelskammer 2024). Nutzen Sie den Gehaltsrechner, um die Auswirkungen auf Ihre Region zu bewerten.
„Jeder bewusste Kauf ist eine Stimme für die Zukunft des Tessins“ – Marco Borradori, ehemaliger Stadtpräsident von Lugano (2019).
Quelle: rsi.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wer ist Michael Oehl und warum hat er die Petition gestartet?
- Michael Oehl ist ein junger Unternehmer aus Basel, der die Petition ins Leben gerufen hat, um die Produktion von Aromat in der Schweiz zu erhalten. Für ihn ist Aromat nicht nur ein Würzmittel, sondern ein Symbol der nationalen Identität und eine Kindheitserinnerung. Die Petition zielt darauf ab, eine mögliche Verlagerung der Produktion ins Ausland nach der Fusion von Unilever und McCormick zu verhindern.
- Wie viele Mitarbeiter arbeiten im Werk in Thayngen?
- Im Werk in Thayngen im Kanton Schaffhausen sind 180 Mitarbeiter beschäftigt. Früher hatte das Werk über 1'000 Angestellte, wurde jedoch unter der Leitung von Unilever verkleinert.
- Welche Risiken birgt eine Verlagerung für die lokale Wirtschaft?
- Die Verlagerung der Aromat-Produktion könnte zum Verlust von 180 Arbeitsplätzen im Werk in Thayngen führen. Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, insbesondere in einem Kanton wie Schaffhausen, wo die Lebensmittelindustrie ein wichtiger Sektor ist.
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