Arbeiten als Gipser im Tessin: Leitfaden für Grenzgänger (Grenzgänger-Leitfaden)

Anforderungen, Gehalt und Quellensteuer: Alles, was ein Grenzgänger wissen muss, um als Gipser im Kanton Tessin zu arbeiten.
Kontext
In Kürze
- Die neue Frontalieri-Vereinbarung ist seit dem 1. Januar 2024 in Kraft.
- Die Quellensteuer wird ausschliesslich in der Schweiz einbehalten.
- Die Genehmigung G ist für die Ausübung der Tätigkeit im Tessin erforderlich.
- Der AHV/IV/EO-Beitrag des Mitarbeiters beträgt 5,3%.
Eckdaten
- Was : Gipserberuf für Grenzgänger.
- Wann: Neue Frontalieri-Vereinbarung, die ab dem 1. Januar 2024 in Kraft tritt.
- Wo: Kanton Tessin, Schweiz.
- Wer: Schweizer Grenzgänger und Arbeitgeber.
- Betrag: AHV/IV/EO Arbeitnehmer 5,3%; ALV/KV 1,1% bis CHF 148'200.
Die Tessiner Baubranche ist eine wichtige Chance für Fachleute wie Gipser, die in Italien leben und im Kanton Tessin arbeiten möchten. Seit dem 1. Januar 2024 hat sich die Regulierungslandschaft infolge des Inkrafttretens des neuen Steuerabkommens zwischen Italien und der Schweiz geändert, das am 23. Dezember 2020 unterzeichnet und mit dem Gesetz 83 vom 13. Juni 2023 ratifiziert wurde. Diese Gesetzgebung hat die Art und Weise der Besteuerung des Einkommens aus unselbständiger Arbeit für Grenzgänger neu definiert und das Prinzip der ausschließlichen Besteuerung in der Schweiz konsolidiert, während Italien die Doppelbesteuerung durch die Steuergutschrift im EG-Rahmen des Modells 730 vermeidet.
Vorschriften und Genehmigungen
Um regelmässig im Tessin arbeiten zu können, muss der Grenzgänger im Besitz einer von den kantonalen Behörden ausgestellten Genehmigung G sein.
Operative Details
Die praktische Analyse für einen Betonarbeiter, der in der Schweiz arbeiten möchte, muss sorgfältig die Struktur der Sozial- und Vorsorgebeiträge berücksichtigen, die sich erheblich von der italienischen unterscheidet. Die Schweizer Lohnabrechnung unterliegt obligatorischen Abzügen, die die Deckung der AVS (Alters- und Hinterlassenenversicherung), AI (Invaliditätsversicherung) und IPG (Entschädigung für Einkommensverlust) gewährleisten, mit einer vom Arbeitnehmer zu tragenden Steuerquote von 5,3 %. Wenn es um die Arbeitslosenversicherung (AD/AC) geht, beträgt die Steuerquote 1,1 %, die bis zu einem Höchstbetrag von 148'200 CHF angewendet wird. Es ist wichtig zu betonen, dass die berufliche Vorsorge (LPP) ein grundlegendes Element ist, mit Beitragssätzen, die sich nach der Altersgruppe vom 25. Lebensjahr abrunden, und der Arbeitgeber ist verpflichtet, mindestens die Hälfte des Gesamtbetrags zu übernehmen. Die LAINF (Unfallversicherung) beinhaltet zusätzliche Abzüge, die zwischen 0,7 % und 1,5 % der Beitragsbemessungsgrenze variieren, je nachdem, wie gefährlich die ausgeführte Tätigkeit ist, ein Aspekt, der für diejenigen, die in einem Baubetrieb arbeiten, besonders relevant ist.
Nützliche Tools für die Planung
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Wichtige Punkte
Die Vorbereitung auf die Arbeit als Gessateur im Kanton Tessin erfordert eine sorgfältige Planung. Nachdem der Arbeitgeber eine Arbeitsvermittlung erhalten hat, sendet er eine Anfrage für die Genehmigung G. Sobald die Genehmigung erteilt wurde, muss der Arbeitnehmer seine Gesundheitsstellung regeln. Gemäß der LAMal-Regelung kann der Grenzgänger zwischen dem schweizerischen und italienischen Versicherungssystem wählen; bei einer Wahl des schweizerischen Systems variieren die Selbstbeteiligungen für Erwachsene zwischen 300 und 2500 CHF. Es ist notwendig, die Kommunikationen der Agenzia delle Entrate und des MEF ständig zu überwachen, um die verpflichtenden Erklärungen in Italien zu berücksichtigen, und sicherzustellen, dass die Gehälter und die von dem schweizerischen Arbeitgeber ausgestellten Steuerzeugnisse korrekt aufbewahrt werden, um die CE-Tabelle im 730 zu vervollständigen.
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Häufig gestellte Fragen
- Was sind die wichtigsten Beitragssätze für einen Grenzgipser?
- Für einen Grenzgänger im Tessin beinhalten die Arbeitnehmerbeiträge die AHV/IV/EO von 5,3%. Für die Arbeitslosenversicherung (ALV/VV) gelten 1,1% bis zu einer Obergrenze von CHF 148'200. Zudem sind Einbehalte für das UVG zwischen 0,7% und 1,5% sowie BVG-Beiträge für DIE berufliche Vorsorge vorgesehen.
- Wie funktioniert die Besteuerung für neue Grenzgänger ab 2024?
- Seit dem 1. Januar 2024, dem Inkrafttreten des neuen Abkommens, unterliegen Grenzgänger in der Schweiz der Quellensteuer. Italien vermeidet die Doppelbesteuerung durch die Steuergutschrift im EG-Rahmen von 730. Die 'neuen Grenzgänger' profitieren von einer Selbstbeteiligung von 10'000 Euro, während für die 'alten Grenzgänger'eine Befreiung von 7'500 Euro in der Übergangsregelung 2024-2033 vorgesehen ist.
- Muss der Grenzgipser die Krankenversicherung bezahlen?
- Ja, Grenzgänger mit G-Bewilligung sind krankenversicherungspflichtig (KVG). Sie haben das Wahlrecht, das es ihnen ermöglicht, zwischen dem schweizerischen und dem italienischen Gesundheitssystem zu wählen. Bei der Wahl für das Schweizer System liegen die Selbstbehalte für Erwachsene zwischen 300 und 2500 CHF.
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