Schweizerisches Gesundheitssystem KVG: So funktioniert's (Grenzgänger-Leitfaden)

Praktischer Leitfaden zur Funktionsweise des Gesundheitssystems in der Schweiz: KVG-Pflicht, Krankenkassenwahl, Franchisen und Rückerstattungen.

Kontext

In Kürze

  • Das Gesundheitssystem basiert auf der obligatorischen KVG-Versicherung.
  • Grenzgänger mit Ausweis G haben das Wahlrecht.
  • Die Selbstbehalte für Erwachsene liegen zwischen CHF 300 und CHF 2500.
  • Die Schweiz ist kein EU/EWR-Mitglied.

Eckdaten

  • Was: Obligatorisches Gesundheitssystem KVG
  • Wann: Dauerhaft gültig für Anwohner und Arbeitnehmer
  • Wo: Schweizerische Eidgenossenschaft
  • Wer: BAG, Krankenkassen
  • Betrag: Selbstbehalte Erwachsene von CHF 300 bis CHF 2500

Das schweizerische Gesundheitssystem ist durch das KVG geregelt, die obligatorische Krankenversicherung, die den Zugang zur Grundversorgung garantiert. Im Gegensatz zu anderen Modellen handelt es sich dabei nicht um eine „Gesundheitsabgabe“, sondern um eine gesetzlich vorgeschriebene private Deckung. Für Grenzgänger ermöglicht das Optionsrecht die Wahl zwischen dem schweizerischen System und dem ihres Wohnsitzlandes in Übereinstimmung mit den geltenden Vereinbarungen. Die Schweiz, die kein Mitglied der EU/des EWR ist, betreibt das System über das BAG/BAG, das die Krankenkassen überwacht. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die schweizerischen Sätze und Beiträge durch Bundes- und kantonale Gesetze definiert sind, mit Abzügen, die AHV/IV/EO zu 5,3% zu Lasten des Arbeitnehmers, AD/VK zu 1,1% (mit einer Cap von CHF 148'200), das UVG zwischen 0,7% und 1,5% und das BVG zwischen 7% und 18% je nach Altersgruppe für Arbeitnehmer ab 25 Jahren umfassen. Die neue Frontalieri-Vereinbarung, die am 23. Dezember 2020 unterzeichnet wurde, ist in Kraft getreten

Operative Details

# Leistungs- und Kostenmanagement

Der Betrieb des schweizerischen Gesundheitssystems gliedert sich in eine Struktur, in der sich der Versicherte aktiv an den Kosten beteiligt. Neben der monatlichen Prämie zahlt der Versicherte eine gewählte Jahresfranchise zwischen CHF 300 und CHF 2500. Es gibt drei Säulen der Teilnahme: die feste Franchise, den prozentualen Selbstbehalt (in der Regel 10% auf Kosten, die die Franchise übersteigen) und die tägliche Krankenhausaufenthaltsgebühr. Das System wird von den Krankenkassen verwaltet, die verschiedene Versicherungsmodelle (wie das Hausarztmodell oder das Telmed-Modell) anbieten, um die Kosten zu optimieren. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen den vom KVG gedeckten Leistungen, die auf Bundesebene standardisiert sind, und den freiwilligen und privatrechtlichen Zusatzversicherungen. Für Grenzgänger, die sich für das KVG entscheiden, sind die Prämienkosten an den Wohnkanton des Arbeitgebers gebunden. Der Vergleich der verschiedenen Modelle ist für diejenigen, die ihr Budget zwischen den Schweizer Kosten und der italienischen Steuerbelastung verwalten müssen, von wesentlicher Bedeutung. Die von der ESTV/ESFC und den kantonalen Verwaltungen betriebene Quellensteuer darf nicht mit den AHV-Vorsorgebeiträgen oder den Versicherungsprämien verwechselt werden. Es sei daran erinnert, dass das BfS (Bundesamt für Statistik) die Daten erhebt, aber keine Sätze festlegt. Wer seine Einkommenssituation vertiefen möchte, kann unseren calcolatore für eine genaue Schätzung nutzen. Die Beitragsstruktur, zwischen AHV/IV/EO am

Nützliche Tools zum Schutz Ihres Nettolohns

Um Wechselkursverluste zu reduzieren, vergleichen Sie CHF-EUR-Wechseloptionen und Banken für Grenzgänger.

Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen KVG und Zusatzversicherungen?
Das KVG ist die obligatorische Krankenversicherung, welche die im Bundesgesetz definierten Grundleistungen abdeckt. Zusatzversicherungen sind freiwillig, privatrechtlich geregelt und bieten zusätzliche Deckungen, die nicht im Standardpaket enthalten sind, wie Zahnbehandlungen oder Privatzimmeraufenthalte in Spitälern.
Wie wird die Doppelbesteuerung für Grenzgänger gehandhabt?
Die Schweiz erhebt die Quellensteuer auf das Erwerbseinkommen. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, erkennt Italien die Steuergutschrift nach dem Abkommen vom 9. Dezember 1976 an. Die Arbeitnehmer müssen die in der Schweiz erzielten Einkommen im EG-Rahmen der italienischen Steuererklärung (Vordruck 730) angeben.
Welche Selbstbehalte gelten für Erwachsene?
Für Erwachsene kann die Jahresfranchise, d.h. der Anteil der Gesundheitskosten, der von der versicherten Person getragen wird, bevor die Krankenkasse mit der Rückerstattung der Leistungen beginnt, in einem Bereich von CHF 300 bis CHF 2500 frei gewählt werden.

Verwandte Artikel