Auslandschweizerkreuz: Der Protest von USAM (Grenzgänger-Leitfaden)

Etikett mit Schweizer Kreuz auf einem Produkt

Das Bsv stellt die Praxis des ige in Frage, die die Verwendung des Schweizer Kreuzes auf Produkten erlaubt, die gänzlich ausserhalb der Landesgrenzen hergestellt werden.

Kontext

In Kürze

  • Das Bsv bestreitet die Verwendung des Schweizerkreuzes für im Ausland hergestellte Produkte.
  • Der Hersteller Kybun verlagert einen Teil der Produktion nach Italien.
  • Rund 40 Arbeitsplätze sind von der Produktionsverlagerung betroffen.
  • Das IPI hat die Praxis im März 2024 eingeführt, um den Export zu fördern.

Eckdaten

  • Was: Anfechtung der Praxis bei der Verwendung der Marke Schweizer Kreuz
  • Wann: März 2024 (Einführung Praxis) und August 2024 (Umfragen)
  • Wo: Bern und Schweiz
  • Wer: Schweizerischer Gewerbeverband (SVV)
  • Oppositionsprozentsatz: 90% der Befragten
  • Vertrauen sinkt: 60% der Befragten
  • Betroffene Institution: Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum (ige)

Der Schweizerische Gewerbeverband (SVV) hat sich entschieden gegen die jüngste Praxis des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (ige) ausgesprochen. Diese Regelung, die seit letztem März in Kraft ist, erlaubt es, das Symbol des Schweizer Kreuzes auch auf Waren anzubringen, die vollständig im Ausland hergestellt wurden, sofern es sich um Angaben wie «Swiss Design» oder «Swiss Engineering» handelt. Die Organisation, die die schweizerischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vertritt, prangerte während einer Pressekonferenz in Bern die mit dieser Deregulierung verbundenen Risiken an und befürchtete eine Schwächung der nationalen Marke und einen daraus resultierenden Vertrauensverlust bei den lokalen und internationalen Verbrauchern.

Der Fall Kybun und die Standortverlagerung

Die Kontroverse

Operative Details

# Umfragen und Marktwahrnehmung

Der Widerstand gegen die neue Praxis ist nicht nur eine politische Position DER SVU, sondern spiegelt eine weit verbreitete Stimmung unter den Wirtschaftsakteuren und der Schweizer Bevölkerung wider. Um ihre Thesen zu untermauern, präsentierte die Organisation die Ergebnisse zweier aktueller Umfragen. Eine erste interne Umfrage unter den Kantonalverbänden sammelte 289 Antworten, während eine repräsentative Umfrage des Demoscope-Instituts von Anfang Juli bis Anfang August bei einer Stichprobe von 1'154 Stimmberechtigten ein einheitliches Bild der Kritikalität bestätigte.

Aus den Daten geht hervor, dass fast 90% der befragten Handwerker und Wähler fest davon überzeugt sind, dass das Schweizer Kreuz ein ausschließliches und unverwechselbares Recht der Hersteller bleiben sollte, die ihre Waren vollständig in der Schweiz herstellen. Die Sorge ist, dass die Erweiterung der Marke den wahrgenommenen Wert der Schweizer Qualität verwässern und die tatsächliche Herkunft der Produkte weniger klar machen könnte. Zudem zeigt die Demoscope-Umfrage, dass 60 Prozent der Befragten infolge der Einführung der neuen Praxis einen Vertrauensverlust in die symbolische Bedeutung des Schweizer Kreuzes feststellen. Die Hälfte der befragten Unternehmer betrachtet die aktuellen Vorschriften als „sehr nachteilig“ für die Unternehmen, die sich dafür entscheiden, die Produktion im Land zu halten und sich den Kosten und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem lokalen costo della vita zu stellen.

Auswirkungen auf die

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Wichtige Punkte

Die Entstehung der Normierung

Die neue Praxis, die das IPI im März 2024 eingeführt hat, ist das Ergebnis eines langen bürokratischen und rechtlichen Weges. Die Entscheidung des Instituts für geistiges Eigentum ist durch die Notwendigkeit motiviert, die schweizerischen Unternehmen zu schützen, die in einem komplexen globalen Wirtschaftskontext operieren, der durch die Stärke des Schweizer Frankens und die hohen Zölle in strategischen Märkten wie dem amerikanischen Markt gekennzeichnet ist. Insbesondere wurde die Maßnahme weitgehend von einer langen rechtlichen Auseinandersetzung beeinflusst, die vom Schuhhersteller On eingeleitet wurde, der den freien Einsatz der Schweizer Kreuzes auch bei ausländischer Produktion erhalten hat, vorausgesetzt, dass bestimmte Kriterien für Design und Ingenieurleistung eingehalten werden.

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Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Warum bestreitet DIE Usam die neue Praxis des ige?
Das Bsv ist der Ansicht, dass die Verwendung des Schweizer Kreuzes auf Produkten, die vollständig im Ausland hergestellt werden, den Wert der Marke "Schweiz" und das Vertrauen der Verbraucher untergräbt. Die Organisation befürchtet, dass diese Praxis zu Standortverlagerungen führt und KMU schadet, die ihre Produktion in der Schweiz aufrechterhalten.
Wie lauten die Ergebnisse der zitierten Umfragen?
Umfragen zeigen, dass 90% der Handwerker und Stimmberechtigten der Meinung sind, dass das Schweizer Kreuz ein ausschließliches Recht der einheimischen Produzenten bleiben sollte. Darüber hinaus geben 60 Prozent der Befragten in der Demoscope-Umfrage an, dass das Vertrauen in die Markenbedeutung aufgrund der neuen Gesetzgebung abnimmt.
Was hat das ige dazu bewogen, die Praxis zu ändern?
Das IPI führte die neue Praxis im März 2024 ein, um die Schweizer Wirtschaft zu stützen, die unter der Frankenstärke und den US-Zöllen leidet. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit des Schuhherstellers On.

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