Schweizer Städte: Mehr Spielraum für Klima und 30 km/h auf den Straßen (Grenzgänger-Leitfaden)

Schweizer Stadtstrasse mit Grünflächen und 30-km/h-Schild zur Klimaanpassung

SKM und Städteverband fordern Bern und die Kantone auf, die 30-Zonen nicht zu behindern und fordern eine nationale «Verursacher» -Strategie.

Kontext

Kurz zusammengefasst

  • Schweizer Städte fordern mehr Handlungsspielraum bei der Klimaanpassung
  • Hitzewellen: weniger versiegelte Flächen, mehr Grün
  • Tempolimit 30 km/h als Schlüsselmassnahme genannt
  • Forderung nach einer nationalen Strategie «Verursacher zahlt»

Wichtige Fakten

  • Was: Die Städte fordern mehr Handlungsspielraum für Massnahmen zur Klimaanpassung auf den Strassen in den Städten
  • Wann: Heute von der Konferenz der Städte für Mobilität (SKM) verbreitete Mitteilung, genaues Datum nicht angegeben
  • Wo: Schweiz, insbesondere die vom Schweizerischen Städteverband vertretenen städtischen Zentren
  • Wer: Konferenz der Städte für Mobilität (SKM), die im Rahmen der Verkehrsdepartement zusammenkam; Schweizerischer Städteverband
  • Klimakontext: Immer häufiger auftretende Hitzewellen, die Anpassungsmassnahmen erforderlich machen
  • Genannte Massnahmen: Reduktion der versiegelten Flächen, Schaffung von mehr Grünflächen, Tempolimit 30 km/h
  • Weitere Forderung: Nationale Strategie für eine Verkehrstarifierung nach dem Prinzip «Verursacher zahlt»
  • Politischer Kritikpunkt: Bund und mehrere Kantone hätten in den letzten Jahren die Einführung des Tempolimits 30 km/h behindert

Die Schweizer Städte fordern mehr Entscheidungsraum, um auf den städtischen Strassen Massnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen. Dies geht aus der Stellungnahme hervor, die von den im Rahmen der Konferenz der Städte für Mobilität (SKM) versammelten Verantwortlichen der Verkehrsdepartemente verbreitet wurde und die sich auf den Schweizerischen Städteverband bezieht.

Operative Details

Die Schweizer Städte fordern erneut erweiterte Entscheidungsbefugnisse in einem Dossier, das Verkehr, öffentliche Gesundheit und Stadtplanung miteinander verbindet. Der Antrag kommt von der Konferenz der Städte für Mobilität (SKM), die die Verantwortlichen der Ministerien für den städtischen Verkehr in Abstimmung mit dem Schweizerischen Städteverband zusammenbringt.

Der politische Knoten, der von den Städten aufgeworfen wird, betrifft die Beziehungen zu Bern und den Kantonen. Gemäss SKM wurde die Einführung der 30 km/h-Grenze in den letzten Jahren sowohl vom Bund als auch von mehreren Kantonen behindert. Die Konferenz fordert nun ausdrücklich, dass «die Behörden von Bund und Kantonen die entsprechenden Projekte nicht weiter verkomplizieren oder blockieren».

Die auf den Tisch gelegten Maße

Der Vermerk der SKM nennt drei Hauptrichtungen:

  • Klimaanpassung auf städtischen Straßen mit Reduzierung der wasserdichten Oberflächen und Erhöhung des Grüns;
  • Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h als «Schlüsselmaß»;
  • Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und verstärkte gemeinsame Nutzung der Fahrzeuge.

Zum letztgenannten Punkt fordert die Konferenz eine nationale Strategie für eine auf dem Verursacherprinzip basierende Verkehrstarifierung, wie es in der Note getreu wiedergegeben wird.

Beteiligte institutionelle Ebenen

Die Nachfrage der Städte bewegt sich auf drei Ebenen: föderal (für eine nationale Tarifierungsstrategie), kantonal (für die Genehmigung von Geschwindigkeitsbegrenzungen) und kommunal (für die konkrete Verwaltung).

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Wichtige Punkte

Die Stellungnahme der Konferenz der städtischen Mobilitätsbeauftragten (SKM) eröffnet einen politischen Weg, der alle, die in Schweizer Stadtgebieten leben und arbeiten, direkt betreffen kann. Vorerst handelt es sich um eine politische Forderung und nicht um eine bereits verabschiedete Massnahme: Die Konferenz fordert die Bundes- und Kantonsbehörden auf, entsprechende Projekte nicht zu behindern, und verlangt eine nationale Strategie zur Verkehrsbepreisung nach dem Verursacherprinzip («Wer verschmutzt, zahlt»).

Was ändert sich konkret?

Sollten die Forderungen der Städte Gehör finden, betreffen die möglichen Auswirkungen drei unterschiedliche Bereiche:

  • Tempolimits: Die Gemeinden erhielten mehr Spielraum, um 30-km/h-Zonen einzuführen, die laut SKM derzeit von Bund und Kantonen behindert werden.
  • Stadtflächen: Die Städte könnten die Grünflächen erweitern und die versiegelten Flächen reduzieren – Vorgaben, die in der Mitteilung ausdrücklich enthalten sind.
  • Mobilität und Tarife: Die Konferenz fordert eine nationale Strategie zur Verkehrsbepreisung nach dem Prinzip «Wer verschmutzt, zahlt», ohne weitere operative Details in der Mitteilung.

Was bis dahin zu tun ist

Für Einwohner, Arbeitnehmer und Pendler, die die Entwicklung des Dossiers verfolgen möchten, befinden sich die operativen Schritte noch in der Definitionsphase auf Bundes- und Kantonsebene. Bis zu weiteren Entwicklungen ist es sinnvoll:

  • auf der Website der eigenen Gemeinde zu prüfen, ob bereits Projekte für 30er-Zonen laufen oder in der Vernehmlassung sind;
  • die Mitteilungen der kantonalen Verkehrsdepartemente zu verfolgen, die für die Bewilligung lokaler Tempolimits zuständig sind;
  • die Stellungnahmen des Schweizerischen Städteverbands und der SKM zu beobachten, die die gemeinsame Front der Städte in diesem Dossier vertreten.

Häufig gestellte Fragen
Was verlangen Schweizer Städte in Sachen Klimaanpassung?
Die Konferenz der Städte für Mobilität (SKM) fordert in Abstimmung mit dem Schweizerischen Städteverband mehr Entscheidungsspielraum bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmassnahmen auf städtischen Strassen: Reduktion abgedichteter Flächen, mehr Grünflächen und Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h als Schlüsselmassnahme.
Warum beschweren sich Städte über politische Hürden an der 30 km/h-Grenze?
Die Einführung des 30 km/h-Grenzwertes sei laut SKM in den letzten Jahren sowohl vom Bund als auch von mehreren Kantonen behindert worden. Die Konferenz fordert deshalb die Behörden von Bund und Kantonen auf, die entsprechenden Projekte nicht weiter zu erschweren oder zu blockieren.
Was sieht die Forderung nach einer nationalen Strategie «Verursacher» vor?
Die Mobilitätskonferenz der Städte fordert eine nationale Strategie für eine Verkehrstarifierung nach dem Verursacherprinzip. Die Notiz enthält keine weiteren operativen Details: Es handelt sich um eine politische Anfrage, nicht um eine bereits genehmigte Maßnahme.
Welche institutionellen Ebenen sind in das Dossier involviert?
Der Antrag bewegt sich auf drei Ebenen: Bundesebene (nationale Tarifierungsstrategie), kantonale Ebene (Genehmigung von Geschwindigkeitsbegrenzungen) und kommunale Ebene (konkrete Bewirtschaftung von Strassen und Grünflächen). In der Schweiz sind die Zuständigkeiten für Beschilderung und Geschwindigkeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden aufgeteilt.
Wie können die Bewohner die Entwicklung des Dossiers verfolgen?
Die operativen Schritte werden auf Bundes- und Kantonsebene noch festgelegt. Es ist nützlich, auf der Website Ihrer Gemeinde alle bereits begonnenen 30-Zonenprojekte zu überprüfen, den Mitteilungen der kantonalen Verkehrsministerien zu folgen und die Stellungnahmen des Schweizerischen Städteverbandes und der SKM zu überwachen.

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