Schweizer Unternehmen erhöhen Anteil an grüner Energie

Schweizer Firma mit Solaranlagen und Symbolen für grüne Energie, professionelle Szene.

Die Hälfte der Unternehmen im Swiss Market Index hat laut AWP den Einsatz erneuerbarer Energien im letzten Geschäftsjahr erhöht.

Kontext

Auf einen Blick

  • 50% der Unternehmen des Swiss Market Index haben den Anteil grüner Energie erhöht.
  • Im Durchschnitt nutzen die Unternehmen zu 84% erneuerbare Energie.
  • Sika hat den eigenen Anteil grüner Energie von 70% auf 77% erhöht.
  • Nestlé, Novartis und ABB haben einen Anteil von über 95% erneuerbarer Energie erreicht.

Wichtige Fakten

  • Was: Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energie in Schweizer Unternehmen
  • Wo: Schweiz, hauptsächlich Unternehmen des Swiss Market Index
  • Wer: 10 der 20 SMI-Gruppen
  • Anteil: im Durchschnitt 84% grüne Energie

Die Nutzung grüner Energie bei den größten Schweizer Unternehmen nimmt weiterhin zu. Laut einer Analyse der Finanzagentur AWP hat die Hälfte der Unternehmen des Swiss Market Index (SMI) ihren Anteil an erneuerbarer Energie im letzten Geschäftsjahr erhöht. Insgesamt haben zehn der zwanzig SMI-Gruppen diesen Anteil gegenüber dem Vorjahr erhöht. Bei den übrigen blieb der Prozentsatz stabil, oft über 90%. Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 84%.

Unter den wichtigsten Fällen eines Anstiegs sticht Sika hervor, dessen Anteil grüner Energie von 70% auf 77% gestiegen ist. Das auf Bauchemikalien spezialisierte Unternehmen erzielte dieses Ergebnis dank des Kaufs von Ökostromzertifikaten und der Inbetriebnahme eigener Solaranlagen. Im Jahr 2025 haben auch Konzerne wie Nestlé (von 95% auf 99%), Novartis (von 96% auf 100%) und ABB (von 95% auf 98%) deutliche Fortschritte gemacht.

Andere Unternehmen wie Givaudan, Swiss Re, Swisscom und Swiss Life nutzen weiterhin ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen. Die meisten Unternehmen haben zudem einen Anteil von 90% oder mehr zugekaufter grüner Energie erreicht. Ein bedeutendes Beispiel ist Kühne + Nagel mit einem Anteil von 99%.

Am anderen Ende der Rangliste finden sich energieintensive Unternehmen wie Holcim mit einem Anteil grüner Energie von 28%. Obwohl Holcim diesen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahr erhöht hat, liegt das Unternehmen weiterhin deutlich unter dem SMI-Durchschnitt. Holcim hat auf Rückfragen noch nicht geantwortet.

Auch Sandoz hat mit 40% noch Verbesserungspotenzial. Das Unternehmen hat mit einem spanischen Energiekonzern einen Vertrag über den Kauf von Solarenergie unterzeichnet, der 2027 in Kraft treten wird. Alcon und Amrize, die von Holcim abgespalten wurden, verfügen noch nicht über vollständige Daten zum Verbrauch grüner Energie.

Die Unternehmen beschaffen erneuerbare Energie über eigene Solaranlagen, Einkäufe beim Anbieter oder grüne Zertifikate. Im Durchschnitt ist der Energieeinkauf die am weitesten verbreitete Methode. Die umfassendste Lösung sind langfristige Stromabnahmeverträge, die Power Purchase Agreements (PPA). Diese ermöglichen es Unternehmen, sich für längere Zeiträume zu binden und zur Errichtung neuer ökologischer Anlagen beizutragen, wie es Holcim bereits tut: Das Unternehmen kauft über PPA etwa 900 Gigawattstunden.

Für energieintensive Unternehmen wird dieser Weg immer wichtiger. Lonza verfügt beispielsweise über eine Vereinbarung, die bis zu 350 Gigawattstunden Solarenergie vorsieht. Umweltorganisationen zufolge ist diese Strategie der wichtigste Weg, um die Energiewende zu unterstützen. Die Unterzeichnung von PPA fördert nämlich häufig die Errichtung neuer umweltfreundlicher Erzeugungsanlagen.

Operative Details

Praktische Analyse

Der zunehmende Einsatz grüner Energie durch Schweizer Unternehmen hat erhebliche Auswirkungen auf die Energie- und Umweltlandschaft des Landes. Die starke Präsenz von Unternehmen wie Nestlé, Novartis und ABB, die 95-100% erneuerbare Energie erreichen, zeugt von einem zunehmenden Engagement für Nachhaltigkeit. Dieser Trend kann dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die nationalen Klimaziele zu erreichen.

Die Rolle der grünen Zertifikate und der Energiebezugsverträge (PPA) zeigt, wie Unternehmen konkret handeln können. Die Möglichkeit, über Zertifikate Energie aus erneuerbaren Quellen zu kaufen, erlaubt es, die Umweltauswirkungen auszugleichen, auch wenn keine eigenen Anlagen vorhanden sind. PPA stellen jedoch die effektivste Lösung dar, da sie die Finanzierung und Entwicklung neuer Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung ermöglichen.

Vergleicht man diese Situation mit dem Vorjahr, stellt man einen deutlichen Anstieg bei den Unternehmen fest, die ihren Anteil an grüner Energie erhöht haben. Der Durchschnitt von 84% zeigt, dass die meisten Unternehmen bereits wichtige Schritte unternommen haben, dass aber insbesondere bei energieintensiven Unternehmen wie Holcim noch Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Aus praktischer Sicht müssen Unternehmen mit hohem Energieverbrauch, wie Holcim, Sandoz und Lonza, langfristige Strategien planen. Der Abschluss von PPA oder die Investition in eigene Erzeugungsanlagen stellen die strategischsten Entscheidungen dar. Für Arbeitnehmer und Bürger kann dieser Übergang indirekte Vorteile mit sich bringen, etwa eine Verringerung der Emissionen und ein größeres Umweltbewusstsein.

Für Unternehmen, die diesen Weg einschlagen möchten, ist es wichtig, die Möglichkeiten zum Kauf erneuerbarer Energie zu kennen. Die erste Phase besteht darin zu prüfen, ob der Anbieter grüne Lösungen oder grüne Zertifikate anbietet. Anschließend kann man den Abschluss von PPA über mehrere Jahre in Betracht ziehen, die Preisstabilität und Nachhaltigkeit gewährleisten.

Schließlich müssen die Unternehmen ihren Anteil an erneuerbarer Energie kontinuierlich überwachen und die Herkunftsnachweise überprüfen. Für weitere Informationen kann der Rechner konsultiert werden, um die Umweltauswirkungen und die Kosten dieser Energiewende zu bewerten.

Nützliche Tools zur Maximierung des Nettobetrags

Um den Wechselkursverlust zu reduzieren, vergleiche cambio CHF-EUR und banche per frontalieri.

Wichtige Punkte

Konkrete Maßnahmen und Instrumente

Für Schweizer Unternehmen stellt der Übergang zu grüner Energie eine strategische und inzwischen unverzichtbare Investition dar. Die erste Phase besteht darin, die eigene Energiesituation zu bewerten und die derzeitigen Bezugsquellen zu identifizieren. Dafür empfiehlt es sich, ein Energieaudit durchzuführen und die Lieferverträge zu überprüfen.

Der nächste Schritt betrifft die Wahl zwischen verschiedenen Lösungen für die Versorgung mit erneuerbarer Energie: 1. Eigene Solaranlagen: in Photovoltaikmodule investieren, um Energie im eigenen Unternehmen zu erzeugen. 2. Einkauf von grüner Energie beim Lieferanten: Lieferverträge wählen, die Energie aus erneuerbaren Quellen garantieren. 3. Grüne Zertifikate: Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien kaufen, um den Verbrauch auszugleichen. 4. Power Purchase Agreements (PPA): langfristige Verträge mit Erzeugern erneuerbarer Energie abschließen.

Für Unternehmen mit hohem Energieverbrauch sind PPA die nachhaltigste und innovativste Lösung. Holcim beispielsweise kauft bereits etwa 900 Gigawattstunden über PPA und trägt damit zur Finanzierung neuer Anlagen bei.

Um diese Strategie einzuleiten, gilt es:

  • Den eigenen Energiebedarf zu bewerten.
  • Qualifizierte Anbieter grüner Energie zu suchen.
  • Die Möglichkeit zu prüfen, PPA-Verträge zu unterzeichnen, die eine sorgfältige Verhandlung erfordern.
  • Die Herkunftsnachweise der gekauften Energie zu überwachen.
  • Den nachhaltigen Ansatz in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

Für weitere Informationen und nützliche Instrumente kann der Rechner zur Bewertung der Energiekosten und -auswirkungen konsultiert werden. Die Teilnahme an Zertifizierungsprogrammen und die Zusammenarbeit mit lokalen Energieversorgungsunternehmen sind weitere empfohlene Maßnahmen. Der Weg zu einer höheren energetischen Nachhaltigkeit erfordert Planung, Investitionen und kontinuierliche Überwachung, stellt jedoch einen grundlegenden Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit und das Unternehmensimage dar.

Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der durchschnittliche Anteil an grüner Energie in den SMI-Unternehmen?
Der durchschnittliche Anteil erneuerbarer Energien in den Unternehmen des Swiss Market Index liegt bei 84%, wobei einige Unternehmen wie Nestlé, Novartis und Abb über 95% liegen.
Wie beziehen Unternehmen erneuerbare Energien in der Schweiz?
Die Unternehmen beziehen grünen Strom über eigene Solaranlagen, Einkäufe beim Lieferanten oder grüne Zertifikate. Die umfassendste Lösung sind langfristige Energieabnahmeverträge, PPAs.
Welche Unternehmen hinken bei der Nutzung von grüner Energie am weitesten hinterher?
Holcim mit 28% und Sandoz mit 40% gehören zu den Realitäten mit dem niedrigsten Anteil an grüner Energie unter den großen Schweizer Unternehmen.
Welche Vorteile bieten PPA-Verträge?
KKP ermöglichen es, sich über einen längeren Zeitraum zu engagieren und zur Realisierung nachhaltiger Energieerzeugungsanlagen beizutragen, um den ökologischen Wandel zu fördern.
Welche Tools kann ein Unternehmen verwenden, um seine Energieauswirkungen zu bewerten?
Sie können Tools wie den Energiekostenrechner verwenden oder spezialisierte Stellen konsultieren, um Ihren Anteil an erneuerbaren Energien und Zertifizierungen zu überprüfen.

Verwandte Artikel