Schweiz: Einwanderung sinkt und Auswanderung steigt im Jahr 2026 (Grenzgänger-Leitfaden)

Stadtlandschaft in der Schweiz mit Bundesgebäuden

Analyse der Daten des Staatssekretariats für Migration zur ausländischen ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz im ersten Halbjahr 2026.

Kontext

In Kürze

  • 40 '000 Ausländer haben die Schweiz im ersten Halbjahr 2026 verlassen
  • 74.112 Neuankömmlinge in den ersten sechs Monaten registriert, Rückgang um 2,9%
  • Ausländische Auswanderung um 4,3% gegenüber 2025 gestiegen
  • Rückgang des Nettomigrationssaldos um 12,5% auf 29.884

Eckdaten

  • Was: Veränderung der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung
  • Wann: Erstes Halbjahr 2026
  • Wo: Schweizerische Eidgenossenschaft
  • Wer: Staatssekretariat für Migration (sem)
  • Betrag: 2,43 Millionen Ausländer Ende Juni
  • Prozentsatz: 12,5% Rückgang für die Nettomigration
  • Genehmigungen: 33.219 Genehmigungen für Grenzgänger ausgestellt

Fast 40 '000 ständige Ausländer haben die Schweiz im ersten Halbjahr 2026 verlassen, was einem Anstieg von 4,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Nach Angaben des Staatssekretariats für Migration (sem) ist dieses Phänomen Teil eines breiteren Trends, bei dem die Auswanderung von Ausländern ab 2023 stetig zunimmt. Gleichzeitig zeigen die eingehenden Ströme Anzeichen einer Verlangsamung. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 schlossen sich genau 74.112 Ausländerinnen und Ausländer der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz an, was einem Rückgang von 2,9% gegenüber den vorangegangenen zwölf Monaten entspricht. Die Kombination dieser Faktoren führte zu einem Rückgang der Nettomigration um 12,5% auf 29,884.

Operative Details

Die von den Bundesbehörden veröffentlichten offiziellen Daten stellen die gängige Auffassung in Frage, dass die Migrationsbewegung in den Bund einen Einbahnweg darstellt. Ein erheblicher Anteil hochqualifizierter Arbeitskräfte aus Ländern wie den USA, China, Japan und Kanada zieht vorübergehend um und geht dann wieder. Bei den Migranten aus OECD-Ländern ausserhalb der EU und EFTA wird geschätzt, dass 70 bis 80 Prozent innerhalb von drei bis fünf Jahren wieder die Schweiz verlassen. Historisch gesehen hatten nach Auswertung der Langzeit-Kohortendaten rund 20% der Personen, die 2011 in die Schweiz gekommen waren, die Schweiz bereits innerhalb von zwei Jahren verlassen. Die Zahl steigt mit der Zeit merklich: Nach fünf Jahren erreicht die Abfahrtsquote 35 Prozent, nach zehn Jahren fast die Hälfte. Viele Arbeitnehmer kommen in dem Wissen an, dass ihr Aufenthalt vorübergehend sein wird, oft von multinationalen Unternehmen für die Dauer eines einzelnen Projekts oder mit einem befristeten Auftrag, an dessen Ende sie in ihr Herkunftsland zurückkehren oder an neue berufliche Ziele umziehen.

Die zentrale Rolle von Beschäftigung und Arbeitsmarkt

Die bezahlte Beschäftigung bleibt die Hauptmotivation für ausländische Staatsangehörige, sich in der Schweiz niederzulassen. Mehr als vier Fünftel der gesamten Zuwanderung aus dem EU- und EFTA-Raum stehen in direktem Zusammenhang mit

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Wichtige Punkte

Die nationalen Arbeitsmarktindikatoren weisen auf eine allgemeine Abkühlungsphase der damit verbundenen Ströme hin. Die Schweiz hat im ersten Halbjahr 2026 33.219 neue Grenzgängergenehmigungen ausgestellt, was einem Rückgang von 10% gegenüber 36.876 Genehmigungen im gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Im Gegensatz dazu ist die Entwicklung der kurzfristigen Arbeitserlaubnisse von 164.779 auf 169.514 gestiegen, was einem Anstieg von 3% entspricht. Ein weiterer Wendepunkt in den Abflüssen ist die Pensionierung. Eine Schweizer Rente garantiert eine höhere Kaufkraft in Ländern mit niedrigeren Lebenshaltungskosten als in der Schweiz. Diese Dynamik zeigt sich besonders deutlich bei den portugiesischen Staatsangehörigen, die in den 1980er Jahren in die Schweiz gekommen sind: Viele von ihnen kehren jetzt nach Portugal zurück, wo ihre schweizerischen Renteneinkünfte eine größere wirtschaftliche Tragfähigkeit bieten. Für diejenigen, die die Vorsorgeplanung vertiefen oder die wirtschaftlichen Auswirkungen ihrer Beschäftigung in der Schweiz abschätzen möchten, calcola stipendio e imposte con il nostro strumento dedicato. Die sorgfältige Überprüfung der eigenen Beitragsposition und der Rentenaussichten ist ein grundlegender Schritt, um jeden Beschäftigungsübergang oder die zukünftige Rückkehr in das Herkunftsland bestmöglich zu bewältigen.

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Quelle: lenews.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Ausländer haben die Schweiz im ersten Halbjahr 2026 verlassen?
Im ersten Halbjahr 2026 haben nach Angaben des Staatssekretariats für Migration (sem) fast 40 '000 dauerhaft ansässige Ausländer (genau 39' 251 Personen) die Schweiz verlassen, was einem Anstieg von 4,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Wie hoch ist der Anteil ausländischer Arbeitnehmer an der Gesamtzahl der Neuankömmlinge?
Die Beschäftigung bleibt die Hauptmotivation: Mehr als vier Fünftel der Zuwanderung aus der Europäischen Union und der EFTA sind arbeitsbezogen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 sind 41.321 Arbeitnehmer aus diesen Ländern für eine Langzeitbeschäftigung in die Schweiz gezogen.
Wie haben sich die Genehmigungen für Grenzgänger und Kurzzeitarbeit verändert?
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 hat die Schweiz 33.219 neue Grenzgängerbewilligungen ausgestellt, was einem Rückgang von 10% gegenüber 36.876 im Vorjahr entspricht. Im Gegensatz dazu stiegen die kurzfristigen Arbeitserlaubnisse um 3% auf 169.514 Einheiten.

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