Eiweißfuttervorräte in der Schweiz freigeschaltet: bis zu 16'000 Tonnen (Grenzgänger-Leitfaden)

Schweizer Bauernhof mit Rindern an einem trockenen Flussbett

Die AEP gibt 20% der Pflichtvorräte an Sojamehl für die Viehzüchter frei, weil Rhein und Donau ausgetrocknet sind.

Kontext

In Kürze

  • Zwangsvorräte an Eiweißfutter in der Schweiz freigeschaltet
  • Bis zu fast 16'000 Tonnen (20 % des Gesamtbetrags)
  • Ursache: Niedriger Rhein- und Donauanteil schränkt Importe ein
  • Die Regierung kann das gesamte Volumen freigeben, wenn sich die Krise verschlimmert

Eckdaten

  • Was : Inverkehrbringen eines Teils der Pflichtvorräte an Eiweißfuttermitteln
  • Wann: Ankündigung vom vorhergehenden Mittwoch; aktive Abhebungen ab dem Tag nach der Anzeige
  • Wo: Schweiz, Bundesbeschluss aus Bern
  • Wer: Beauftragter für Landeswirtschaftliche Versorgung (AEP) Roland Pfister
  • Betrag: Bis zu 20% der Gesamtmenge, was fast 16'000 Tonnen entspricht
  • Produkt: Eiweißreiche Futtermittel wie Sojamehl
  • Ursache: Stark reduzierter Wasserstand von Rhein und Donau mit starken Einfuhrbeschränkungen
  • Zukunftsszenario: Die Regierung kann per Verordnung die Freigabe des gesamten Bestandsvolumens genehmigen

Ab morgen können die Schweizer Viehzüchter auf die nationalen Pflichtvorräte an Eiweißfutter zurückgreifen, um den Versorgungsschwierigkeiten zu begegnen, die die Viehwirtschaft seit mehreren Wochen unter Druck setzen. Dies beschloss der Delegierte der Wirtschaftlichen Landesversorgung (AEP), Roland Pfister, im Anschluss an die Ankündigung vom vergangenen Mittwoch. Die Maßnahme sieht die Möglichkeit vor, maximal 20% der gelagerten Gesamtmenge zu entnehmen,

Operative Details

## Wer wirkt sich auf die Messung aus und warum

Der Entscheid betrifft in erster Linie die Schweizer Viehwirtschaftskette, die in erheblichem Maße auf die Einfuhr von Eiweißfuttermitteln für Milchkühe, Suviatii und Geflügel angewiesen ist. Sojamehl, das von der Quelle ausdrücklich erwähnt wird, ist einer der wichtigsten Bestandteile der Futterration, insbesondere für den Geflügel- und Milchsektor, der sowohl in der Deutschschweiz — zu den wichtigsten Produktionsgebieten gehören Kantone wie Bern, Luzern, St. Gallen und Thurgau — als auch in der Romandie mit Waadt, Freiburg und Neuenburg zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählt.

Vergleich mit vorheriger Situation

Bis zur Ankündigung am vergangenen Mittwoch blieben die Pflichtvorräte intakt und auf dem Markt nicht verfügbar: Die verarbeitende Industrie und die Viehzüchter konnten sich nur auf die regelmäßigen Importe verlassen, die durch den Rückgang des Wasserstands von Rhein und Donau schrittweise reduziert wurden. Mit der Entnahme von bis zu 20% der Gesamtmenge — fast 16'000 Tonnen — wird vorübergehend eine alternative Versorgungsroute wiederhergestellt, ohne dass die Quelle die Öffnungsdauer oder das konkrete Antragsverfahren der Betreiber angibt.

Worst-Case-Szenario

Die Quelle lässt eine explizite Hypothese offen: Sollte der Pegelstand der grossen europäischen Flüsse niedrig bleiben oder weiter sinken, hat die Bundesregierung bereits die Möglichkeit angekündigt, mittels

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Wichtige Punkte

Was konkret zu tun ist: das Verfahren für die Betreiber

Für die Betreiber der Lieferkette — Futtermittelhersteller, Züchter, Landwirtschaftliche Genossenschaften — nennt die Quelle kein öffentliches Antragsverfahren für die Pflichtbestände: Es werden weder Formulare noch Einreichungsfristen noch kantonale Referenzstellen angegeben. Die Quelle beschränkt sich darauf festzuhalten, dass die Entnahme ab dem Tag nach Pfisters Ankündigung bis maximal 20% der Gesamtmenge (knapp 16'000 Tonnen) möglich ist. In dieser Phase ist die nützlichste operative Anleitung, den offiziellen Mitteilungen der AEP und des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) zu folgen, die normalerweise die Anweisungen zum Zugriff auf die Pflichtbestände auf ihren institutionellen Kanälen veröffentlichen.

Szenario A — stabile Situation

Sollte der Wasserspiegel des Rheins und der Donau in den nächsten Wochen ansteigen, würden die Importe von Sojaschrot und anderen Proteinfuttermitteln schrittweise zur Normalität zurückkehren. In diesem Fall würde die Entnahme von 20% aus den Pflichtbeständen ausreichen, um die Übergangphase zu decken, ohne weitere Eingriffe des Bundesrats.

Szenario B — Verschärfung

Sollte die Wasserknappheit an den zwei großen Flüssen andauern oder sich verschärfen, gibt die Quelle ausdrücklich an, dass die Regierung durch Verordnung die Freigabe des gesamten Volumens der Pflichtbestände genehmigen kann. In diesem Fall hätten die Züchter die gesamten nationalen strategischen Bestände zur Verfügung, mit verlängerten Deckungseffekten, aber auch mit dem Signal einer verlängerten logistischen Krise.

Häufig gestellte Fragen
Warum hat die Schweiz die Pflichtvorräte an Eiweißfutter freigegeben?
Der Beauftragte für Landeswirtschaftliche Versorgung (AEP) Roland Pfister hat aufgrund des stark reduzierten Niveaus des Rhein- und Donauwassers, das seit mehreren Wochen die Einfuhr von proteinreichen Futtermitteln wie Sojamehl stark einschränkt, das Inverkehrbringen eines Teils der Pflichtvorräte angeordnet.
Wie viele Tonnen Futter können entnommen werden?
Bis zu 20% der Gesamtmenge der Pflichtlager, die fast 16'000 Tonnen Produkt entspricht, wurden zur Verfügung gestellt. Die Auszahlungen sind ab dem Tag nach der Ankündigung am vergangenen Mittwoch aktiv. Die Quelle gibt weder die Dauer der Öffnung noch das Verfahren für die Beantragung durch die Betreiber an.
Kann die Regierung das gesamte Vorratsvolumen freigeben?
Ja, die Quelle weist ausdrücklich darauf hin, dass die Regierung durch Verordnung die Freigabe des gesamten Volumens der Pflichtlager genehmigen kann, wenn sich die Situation weiter verschlechtert. Dies wäre eine erhebliche Erhöhung des Daches gegenüber den derzeitigen 20 %.
Das Problem ist die weltweite Verfügbarkeit von Eiweißfutter?
Nein, die Quelle gibt an, dass auf dem Weltmarkt derzeit ausreichende Mengen solcher Lebensmittel verfügbar sind. Das Problem ist also nicht die globale Rohstoffverfügbarkeit, sondern die Logistik des Binnenschiffsverkehrs nach Mitteleuropa, der durch die niedrigen Wasserstände von Rhein und Donau behindert wird.
Welche Tierzuchtbetriebe sind von der Maßnahme betroffen?
Der Entscheid betrifft in erster Linie die Schweizer Viehwirtschaftskette, die stark von der Einfuhr von Eiweißfuttermitteln für Milchkühe, Schweine und Geflügel abhängig ist. Sojamehl ist einer der wichtigsten Bestandteile der Lebensmittelration, insbesondere für die Geflügel- und Milchindustrie.

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