Rösti verspricht Entschädigung für die Abfalllagerung (Grenzgänger-Leitfaden)

Rösti präsentiert das Projekt für das Lagern Nord Depot zwischen Zürich und Aargau in Fisibach. Versprochene Entschädigungen, Entscheidung für 2030, Lagerung ab 2050.
Kontext
Kurz gesagt
- Rösti präsentiert das Depot Lägern Nord in Fisibach, über 400 Personen anwesend
- Tiefe Ablagerung zwischen AG und ZH in Opalton, Hunderte Meter tief
- versprochene Entschädigung; CF-Entscheidung ~2030, Abstimmung ~2030, Speicherung bis 2050
- Was: Tiefenlager für radioaktive Abfälle (Lägern Nord)
- Wann: CF-Entscheidung ~2030, Abstimmung ~2030, Speicherung ab 2050
- Wo: Lägern Nord (nordwestlich Bülach), zwischen den Kantonen Zürich und Aargau
- Wer: Bundesrat Albert Rösti (UVEK), Nagra, über 400 Teilnehmer
- Dokument: Nagra beantragt im November 2024
Das Fisibach-Event
Albert Rösti, Bundesrat und Vorsteher des UVEK, erschien in Fisibach (Aargau), um vor über 400 Personen das Projekt eines Tiefenlagers zur sicheren Lagerung radioaktiver Abfälle der Schweiz vorzustellen. Das Bauwerk soll im Gebiet Lägern Nord, zwischen den Kantonen Zürich und Aargau, entstehen.
Während des Treffens versicherte Rösti der Bevölkerung ein „transparentes, fortschrittliches und gemeinsam durchgeführtes“ Vorgehen und kündigte Entschädigungen für die Region an. Er betonte, dass die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle eine nationale Verantwortung sei, die nicht an künftige Generationen delegiert werden könne, wobei Sicherheit oberste Priorität habe. Er dankte auch der Bevölkerung vor Ort dafür, dass sie „ein wichtiges Projekt für die ganze Schweiz“ übernommen habe.
Der Entscheidungsprozess bis 2050
Der institutionelle Weg ist komplex und erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Über die endgültige Wahl des Standorts soll der Bundesrat um das Jahr 2030 entscheiden und dabei die verschiedenen Einwände berücksichtigen, die in der Vernehmlassungsphase eingegangen sind. Anschließend obliegt es dem Parlament, dem Projekt zuzustimmen.
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Operative Details
Der Standort Lägern Nord: Geologie und genaue Lage
Geplant ist das Depot nordwestlich von Bülach im Kanton Zürich, an strategisch günstiger Lage zwischen den beiden beteiligten Kantonen. Die Struktur wird Hunderte von Metern tief in eine geologische Schicht aus Opalton eintauchen, die aufgrund ihrer natürlichen Isolationseigenschaften und Langzeitstabilität ausgewählt wurde.
Der Hauptzugang zum Komplex wird im Stadel im Kanton Zürich erfolgen. Allerdings werden die Abfallbehandlungsanlagen nicht direkt am Tiefenlager errichtet, sondern am bereits bestehenden Zwischenlager im aargauischen Würenlingen. Diese geografische Trennung zwischen dem Zugangsort, dem Verarbeitungsraum und dem Tieflager spiegelt eine Optimierung der Logistik- und Sicherheitsprozesse wider, die durch nationale technische Anforderungen vorgegeben wird.
Nagra und der Bundesverwaltungsprozess
Die Verantwortung für das gesamte Projekt liegt bei der Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra). Im November 2024 reichte die Nagra beim Bund das offizielle Gesuch für den Bau des Depots ein und markierte damit den formellen Beginn der technischen, administrativen und politischen Prüfung durch die Bundesbehörden.
Der Nagra-Antrag ist das Ergebnis jahrelanger geologischer Forschung und technischer Beurteilungen, die im Vorschlag für einen Standort gipfelten, der Sicherheitsanforderungen, geologische Stabilität und logistische Machbarkeit vereint. Die Genehmigung durch den Bund (voraussichtlich um 2030) wird keine Formsache sein: Der Bundesrat muss die technische Eignung des Standorts, die Angemessenheit der Sicherheitspläne und die Reaktion auf die Einwände von Gemeinden und kantonalen Stellen beurteilen.
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Wichtige Punkte
Die versprochenen Entschädigungen: Was wird definiert?
Rösti hat eine Entschädigung für die vom Projekt betroffene Region angekündigt, Einzelheiten zur Höhe, zur Verteilung und zu den konkreten Begünstigten wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. Dies ist ein entscheidendes Thema für die lokalen Gemeinschaften: Das Vorhandensein einer solchen nationalen Infrastruktur bringt nationale Vorteile, aber auch territoriale Auswirkungen wie Landbesetzung, längere Bautätigkeiten und langfristige Überwachung mit sich.
Die Entschädigungen stellen eine Anerkennung dieser Ungleichheit dar: Der Bund anerkennt, dass die betroffenen Kantone und Gemeinden (Aargau und Zürich) ein Projekt von nationalem Interesse unterstützen, das keinen unmittelbaren lokalen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Einzelheiten zur Zusammensetzung, Höhe und Verteilung der Entschädigungen müssen in den Jahren bis zum Bundesbeschluss um 2030 ausgehandelt und festgelegt werden.
Eines der wichtigsten Anliegen von Rösti bestand darin, die Rolle der Menschen vor Ort bei der Entscheidungsfindung hervorzuheben. Es garantiere ein „transparentes, progressives und gemeinsam mit der Bevölkerung geführtes“ Vorgehen. Dies bedeutet, dass betroffene Gemeinden nicht einfach nachträglich informiert werden, sondern bereits in den Beratungsphasen die Möglichkeit haben, Bedenken, Kritik und Vorschläge zu äußern.
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Häufig gestellte Fragen
- Welcher Standort wurde für das Depot für radioaktive Abfälle ausgewählt?
- Der gewählte Standort ist Lägern Nord, nordwestlich von Bülach zwischen den Kantonen Zürich und Aargau. Das Vorkommen wird hunderte Meter tief in einer Schicht aus Opalinton errichtet. Der Hauptzugang ist in Stadel im Kanton Zürich geplant, während die Kläranlagen im Zwischenlager in Würenlingen, Aargau, untergebracht werden.
- Wann wird die endgültige Entscheidung über die Anzahlung getroffen?
- Der Bundesrat wird voraussichtlich um 2030 über die endgültige Wahl des Standorts entscheiden, wobei die eingegangenen Einwände berücksichtigt werden. Danach muss das Parlament seine Zustimmung geben. Eine Volksabstimmung wird um 2030 erwartet, und die erste Lagerung radioaktiver Abfälle soll 2050 beginnen.
- Was hat Rösti bezüglich der Entschädigung angekündigt?
- Albert Rösti, Leiter von DETEC, kündigte eine Entschädigung für die vom Projekt betroffene Region an. Der Umfang und die Verteilungsmethoden wurden jedoch bisher nicht bekanntgegeben. Rösti hat einen transparenten und fortschrittlichen Prozess gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung durchgeführt.
- Welche Firma ist für das Repository-Projekt verantwortlich?
- Die Genossenschaftsgesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) ist die zuständige Organisation. Im November 2024 reichte Nagra den offiziellen Antrag auf den Bau des Tiefenlagers bei der Konföderation ein und leitete damit offiziell den bundesstaatlichen Entscheidungsprozess ein.
- Wie wird die lokale Bevölkerung in das Projekt eingebunden?
- Rösti hat einen Prozess sichergestellt, der "transparent, fortschrittlich und gemeinsam mit der Bevölkerung" durchgeführt wird. Die lokalen Gemeinschaften werden während der Bundeskonsultationsphasen Anliegen und Vorschläge äußern können. Die Volksabstimmung für 2030 wird es allen Schweizer ermöglichen, ihre Meinung zum Projekt zu äußern.