Prio.swiss: Einige Fachärzte übertreiben mit Tardoc (Grenzgänger-Leitfaden)

Ein Facharzt in einer professionellen Schweizer Umgebung.

Der Verband der Schweizerischen Krankenversicherer stellt fest, dass einige medizinische Fachgebiete die Grenzen des neuen Tardoc-Tarifmodells überschreiten.

Kontext

Kurz gesagt

  • Einige Fachärzte übertreiben es mit dem neuen Tarifmodell Tardoc.
  • Prio.swiss stellt fest, dass einige Fachgebiete die Grenzen überschreiten.
  • Die Direktorin von prio.swiss, Saskia Schenker, spricht von Fällen, in denen die Behandlung verlängert wird, um den Umsatz zu erhöhen.

Wichtige Fakten

  • Was: Einige Fachärzte übertreiben es mit dem neuen Tarifmodell Tardoc.
  • Wann: Kürzlich von prio.swiss festgestellte Daten.
  • Wo: Schweiz.
  • Wer: Prio.swiss, Saskia Schenker.
  • Betrag: Nicht angegeben.

Die Einführung des neuen medizinischen Tarifmodells Tardoc hat zu einer Situation geführt, in der einige Fachärzte die Grenzen bei der Abrechnung ihrer Leistungen überschreiten. Dies geht aus den Daten des Schweizerischen Krankenversichererverbands (prio.swiss) hervor, wie heute die Verbandsdirektorin, Saskia Schenker, im Schweizer Radio SRF in der Sendung Samstagsrundschau mitteilte.

Mitte der vergangenen Woche hatte der Schweizerische Haus- und Kinderärzteverband (mfe) das neue Tarifmodell scharf kritisiert: Aus seiner Sicht wertschätze Tradoc die Hausarztmedizin nicht und die Gesamtkosten im ambulanten Bereich seien sogar gestiegen.

Eines der Ziele der ambulanten Tarife war es, die finanzielle Situation der Hausärzte zu verbessern. "Aus der Analyse der ersten Daten geht jedoch nicht hervor, dass sich ihre Situation tatsächlich verbessert hat", sagte Schenker. Sollte bis Ende Jahr keine Verbesserung feststellbar sein, müssten weitere Massnahmen ergriffen werden.

Es dürfe keine übermässigen Unterschiede zwischen Hausärzten und Fachärzten geben. "Das wäre einfach nicht gerechtfertigt", sagte Schenker. Der Vorteil der neuen Tarifstruktur sei jedoch, dass sie ständig angepasst und verbessert werden könne.

Operative Details

Die Datenanalyse von prio.swiss zeigt, dass einige medizinische Fachgebiete die Grenzen des neuen Tardoc-Tarifmodells überschreiten. Dies führt zu einem Anstieg der Gesamtkosten im ambulanten Bereich, wie der Verein Haus- und Kinderärzte Schweiz (mfe) kritisiert.

Prio.swiss-Geschäftsführerin Saskia Schenker wies darauf hin, dass die Ziele der neuen ambulanten Tarife zwar darin bestünden, die finanzielle Situation der Hausärzte zu verbessern, die ersten Daten aber keine signifikanten Verbesserungen zeigten. Sollten sich bis Ende Jahr keine Verbesserungen einstellen, sind weitere Massnahmen erforderlich.

Schenker wies auch darauf hin, dass es keine übermäßigen Unterschiede zwischen Hausärzten und Fachärzten geben dürfe, da dies ungerechtfertigt sei. Der Vorteil der neuen Tarifstruktur besteht jedoch darin, dass sie ständig angepasst und verbessert werden kann.

Die Daten von prio.swiss zeigen, dass einige Spezialitäten wie Augenärzte an ihre Grenzen stoßen. Dies könnte auf Probleme in der Tarifstruktur zurückzuführen sein, die dazu führen könnten, dass einige Fachärzte versuchen, ihren Umsatz sowohl legitim als auch illegitim zu steigern.

Schenker erwähnte Fälle, in denen die Behandlung um ein bis zwei Tage verlängert wurde, um das Doppelte der Pauschalen in Rechnung zu stellen. Dieses Verhalten ist aufgrund der Tarifstruktur nicht zulässig und im Betrugsfall verlangen die Versicherer eine Rückerstattung.

Für

Empfohlene Tools

Für eine aktuelle Schätzung nutzen Sie den Nettolohnrechner und den CHF-EUR-Wechselvergleich.

Wichtige Punkte

Für Schweizer Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig, sich der Auswirkungen des neuen Tardoc-Tarifmodells und der möglichen Übertreibungen einiger Fachärzte bewusst zu sein. Hier sind einige konkrete Maßnahmen, die ergriffen werden können:

1. Informieren Sie sich: Lesen Sie die Daten und Analysen von prio.swiss und anderen zuverlässigen Quellen sorgfältig durch, um die aktuelle Situation besser zu verstehen.

2. Hausarzt konsultieren: Bevor Sie sich einer fachärztlichen Behandlung unterziehen, ist es ratsam, Ihren Hausarzt zu konsultieren, um eine professionelle und unabhängige Meinung zu erhalten.

3. Preise prüfen: Fragen Sie nach genauen Informationen zu den von den Fachärzten angewandten Tarifen und vergleichen Sie diese mit den Standardtarifen des Tardoc-Modells.

4. Unregelmäßigkeiten melden: Wenn der Verdacht besteht, dass ein Facharzt mit den Tarifen überreagiert, können Sie dies den zuständigen Behörden oder Krankenversicherern melden.

5. Vergleichstools verwenden: Es gibt verschiedene Online-Tools, mit denen Sie die Tarife von Fachärzten vergleichen und diejenigen auswählen können, die ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

6. Teilnahme an öffentlichen Konsultationen: Wenn es öffentliche Konsultationen oder Anhörungen zu den neuen Tarifen gibt, nehmen Sie teil und äußern Sie Ihre Meinung, um zur Verbesserung des Systems beizutragen.

7. Entwicklungen verfolgen: Verfolgen Sie Neuigkeiten und Updates zu Arzttarifen, um immer über Änderungen informiert zu sein und

Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptkritikpunkte am neuen Tardoc-Tarifmodell?
Der Verein Haus- und Kinderärzte Schweiz (mfe) kritisierte den neuen Tradoc-Tarif und erklärte, er schätze die Hausmedizin nicht und die Gesamtkosten im ambulanten Bereich seien gestiegen.
Welche medizinischen Fachgebiete überschreiten die Grenzen des Tardoc-Modells?
Nach Angaben von prio.swiss überschreiten einige Spezialitäten wie Augenärzte die Grenzen des neuen Tardoc-Tarifmodells.
Welche Maßnahmen wurden vorgeschlagen, um die Situation zu verbessern?
Die prio.swiss-Geschäftsführerin Saskia Schenker schlug vor, dass weitere Massnahmen nötig sein werden, wenn bis Ende Jahr keine Besserung eintritt.

Verwandte Artikel