Parmelin besucht landwirtschaftlichen Betrieb: Hilfe gegen Dürre (Grenzgänger-Leitfaden)

Der Bundespräsident besucht die Erforschung resistenter Kulturen im Waadtland. Die Regierung unterstützt Landwirte mit zinslosen Darlehen von CHF 54 Mio. und setzt Zölle aus.
Kontext
In Kürze
- Guy Parmelin besucht Forschungsunternehmen in Carrouge (Waadt) aus Solidarität mit der Landwirtschaft
- Regierung setzt Heuzölle aus und senkt Maisimportzölle: CHF 54 Mio. Hilfe
- Futtersorghum ist eine nachhaltige Alternative zu Mais in Dürre-Situationen
Eckdaten
- Was : Präsidentenbesuch bei einer Forschungsfirma für dürreresistente Pflanzen
- Wo: Carrouge, Waadtländer Landschaft (Kanton Waadt)
- Wer: Guy Parmelin (Bundespräsident, WBF-Chef), Albert Rösti (UVEK-Chef), Agroscope
- Wann: 27. August 2026, nach Rösti-Besuch am Vortag
- Betrag: CHF 54 Mio. zinslose Darlehen für Landwirte mit Futtermittelknappheit
Die Solidarität des Bundes mit der Sommerkrise
Nach Bundesrat Albert Rösti bekundete Bundespräsident Guy Parmelin heute seine Solidarität mit der Schweizer Landwirtschaft. Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und in dieser Funktion verantwortlich für den Primärsektor, besuchte einen Betrieb in der Waadtländer Landschaft, der mit potenziell trockenheitsresistenteren Kulturen experimentiert.
Der Besuch in Carrouge ermöglichte es dem Landwirtschaftsminister — einem ehemaligen Winzer in der Nähe der bäuerlichen Welt —, die Experimente mit Futtersorghum, einem Getreide aus Afrika, direkt zu beobachten. Sabine Bach, Betriebsleiterin, erklärte den Reportern, dass Sorghum nach der Aussaat relativ wenig Wasser benötigt
Operative Details
Die föderalen Unterstützungsmaßnahmen: Aussetzung von Zöllen und Krediten
Die Schweizer Regierung hat eine Reihe konkreter Maßnahmen ergriffen, um den Agrarsektor in dieser Sommerkrise zu unterstützen. Der Bund hat die Zölle auf Heuimporte ausgesetzt und die Beschaffungskosten für Landwirte, die Futter einführen müssen, sofort gesenkt. Darüber hinaus wurden die Zölle für die Einfuhr von Mais zur Tierfütterung vorübergehend gesenkt, was den Zugang zu niedrigeren Futterquellen für Rinder weiter erleichterte.
Zusätzlich zu diesen kaufmännischen Massnahmen kündigte Bundesrat Albert Rösti, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt (UVEK), eine Hilfe von CHF 54 Mio. für das laufende Jahr an. Dieser Betrag wird in Form von zinslosen Darlehen zur Verfügung gestellt, die speziell zur Unterstützung von landwirtschaftlichen Betrieben bestimmt sind, die aufgrund von Futtermangel und außerordentlichen Futterkosten mit Liquiditätsproblemen konfrontiert sind. Mit dieser Entscheidung wird anerkannt, dass die Dürre für viele Unternehmen zu einer vorübergehenden, aber schweren Kassenkrise geführt hat.
# Langfristiges Engagement: Garantierte Direktzahlungen
Anfang August hat der Bund zudem versprochen, den gesamten Betrag der Direktzahlungen an die Landwirte auszuzahlen, auch wenn einige Voraussetzungen für die Gewährung nicht vollständig erfüllt sind. Diese Entscheidung erkennt die Ausnahmesituation an
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Wichtige Punkte
Was tun: Zugang zu Darlehen und Forschungsperspektiven
Für Landwirte, die aufgrund von Futterknappheit mit Liquiditätsproblemen kämpfen, besteht der erste Schritt darin, die zuständigen Kantonsbehörden zu kontaktieren, um sich über zinslose Darlehen zu informieren, die von der Bundesregierung bereitgestellt werden (CHF 54 Millionen über DATEC). Obwohl das Regierungskommuniqué die Einzelheiten des Antragsverfahrens noch nicht spezifiziert, ist es wichtig, beim kantonalen Landwirtschaftsamt die erforderliche Dokumentation zu überprüfen — Jahresrechnungen, Futterplan, Schätzung der Futterkosten — und die Fristen für Anträge.
Die direkten Bundessubventionen sollten nach dem üblichen Zeitplan automatisch gezahlt werden, unabhängig davon, ob alle üblichen Bedingungen erfüllt wurden. Jedoch wird empfohlen, dass jeder Landwirt bei seiner kantonalen Verwaltung den Status der Zahlungen überprüft und ob außergewöhnliche Zahlungen aufgrund der Sommerkrisenesituation geplant sind.
Forschung und Innovation: von Agroscope zu den Betrieben
Mittelfristig arbeiten Landwirte und Forscher zusammen, um alternative Kulturen wie Sorghum zu identifizieren, die die Abhängigkeit von Futterimporten verringern und die Klimaresilienz erhöhen. Agroscope experimentiert weiterhin mit Sorten und Anbausystemen, die unter Wasserstress effizienter sind. Wer an Pilot-Forschungsprogrammen zu alternativen Kulturen oder Hecken-Futter-Systemen teilnehmen möchte, kann Agroscope und die eigenen Kantonsbehörden direkt kontaktieren, um Kooperationsmöglichkeiten zu erfahren.
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Häufig gestellte Fragen
- Welche konkreten Hilfen bietet die Regierung den von der Dürre betroffenen Landwirten an?
- Der Bund hat CHF 54 Mio. in Form von zinslosen Darlehen für landwirtschaftliche Betriebe mit Liquiditätsproblemen angekündigt, die via UVEK verwaltet werden. Zudem setzte er die Zölle auf Heuimporte aus und senkte vorübergehend die Zölle auf Mais zur Tierfütterung. Darüber hinaus garantierte sie die vollständige Auszahlung der Direktzahlungen, auch wenn einige Bedingungen in Anerkennung der Ausnahmesituation nicht vollständig erfüllt waren.
- Was ist Futtersorghum und warum ist es trockenheitsresistent?
- Futtersorghum ist ein Getreide aus Afrika, das nach der Aussaat relativ wenig Wasser benötigt und auch ohne Niederschlag weiterwächst. Es gilt als nachhaltige Alternative zu traditionellem Mais in Dürreperioden. Es ist jedoch ernährungsphysiologisch weniger reich an Vieh als Mais und weist eine Toxizität auf, wenn die Pflanze noch jung ist.
- Wer ist Agroscope und welche Rolle spielt es in der Schweizer Agrarforschung?
- Agroscope ist das Kompetenzzentrum des Bundes für Agrarforschung. Er arbeitet aktiv mit Unternehmen wie Carrouge zusammen, um alternative Kulturen zu erproben und zu entwickeln, die gegen Klimawandel und Dürre resistent sind, mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft zu erhöhen.
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