Regierung sagt Nein zur Ernährungsinitiative (Grenzgänger-Leitfaden)

Der Bundesrat lehnt die Ernährungsinitiative mit der Begründung ab, die Forderungen seien übertrieben und unrealisierbar.
Kontext
In Kürze Der Bundesrat hat die Ernährungsinitiative abgelehnt. Die Forderungen der Initiative wurden als übertrieben und undurchführbar erachtet. ## Key Facts Ernährungsinitiative: Was: Forderung, den Netto-Selbstversorgungsgrad innerhalb von zehn Jahren auf 70% zu erhöhen. Wann: Nächster 27. September. Wo: Schweiz. Wer: Volk. Betrag: keine angegeben. Bundesrat: Was: hat die Initiative abgelehnt. Wann: Dienstag. Wo: Bern. Wer: Guy Parmelin. Betrag: Keine angegeben. Anforderungen der Initiative: Was: Erhöhung des Netto-Selbstversorgungsgrades auf 70% innerhalb von zehn Jahren. Wann: in zehn Jahren. Wo: Schweiz. Wer: Volk. Betrag: Keine angegeben Der Bundesrat hat am Dienstag mitgeteilt, dass er die Ernährungsinitiative abgelehnt hat. Die Initiative, zu der sich das Volk am 27. September äußern soll, fordert, dass künftig mindestens 70 Prozent der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel im Inland produziert werden. Die Landwirtschaft sollte sich daher stärker auf die Produktion von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs konzentrieren und gleichzeitig den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln reduzieren. "Die Schweiz kann die Selbstversorgung innerhalb von zehn Jahren nicht um 70 Prozent steigern, das ist ein übertriebener und nicht realisierbarer Anspruch", erklärte Bundesratspräsident Guy Parmelin. ## Vergleiche praktischer Szenarien Wenn die Schweiz die Selbstversorgung innerhalb von zehn Jahren um 70% erhöht, könnte dies die Abhängigkeit von Lebensmittelimporten verringern und die Umwelt schützen * Wenn die Schweiz die Selbstversorgung innerhalb von zehn Jahren nicht um 70% erhöht, könnte dies die Abhängigkeit von Lebensmittelimporten erhöhen und die Umwelt schädigen
Operative Details
Regierung sagt Nein zur Ernährungsinitiative
Der Bundesrat hat sich zur Volksinitiative "Gesunde Ernährung für ein gesundes Leben" geäussert, die darauf abzielt, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln in der Schweiz innerhalb von zehn Jahren zu reduzieren. Die Regierung bezeichnete die Forderungen der Initiative als übertrieben und nicht realisierbar und betonte, dass die Produktion von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs und die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln wichtige Ziele seien, diese aber nicht innerhalb von zehn Jahren erreicht werden könnten.
Die Schweiz ist bereits klassisch führend in der Herstellung von Bio-Lebensmitteln. Im Jahr 2022 wurden 14,6% der gesamten landwirtschaftlichen Produktion als ökologisch eingestuft. Zudem konsumieren 71 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer mindestens ein Bio-Lebensmittel pro Tag. Die Regierung wies jedoch darauf hin, dass weitere finanzielle Unterstützung des Bundes erforderlich wäre, um den Übergang sozial nachhaltig zu gestalten, was dem Bund erhebliche Mehrkosten verursachen würde.
Nach Berechnungen der Regierung würde die Umsetzung der Initiative in den nächsten zehn Jahren Investitionen von rund 3,5 Milliarden Schweizer Franken erfordern. Dieser Betrag würde rund 10% des jährlichen Bundesbudgets ausmachen. Darüber hinaus betonte die Regierung, dass die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln zusätzliche Kosten für die Landwirte mit sich bringen würde, die
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Wichtige Punkte
Regierung sagt Nein zur Ernährungsinitiative
Die Ernährungsinitiative wurde vom Bundesrat abgelehnt. Das bedeutet, dass die Forderungen der Initiative nicht umgesetzt werden. Der Bundesrat kündigte jedoch an, an schrittweisen und realisierbaren Massnahmen zu arbeiten, um die Ernährungssicherheit langfristig zu stärken und die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft und der Lebensmittelversorgungskette weiter zu reduzieren.
Nach Ansicht des Bundesrates entsprach die Initiative nicht den bestehenden lebensmittelpolitischen Vorschriften. Die Schweiz hat bereits Massnahmen umgesetzt, um die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft und der Lebensmittelversorgungskette zu reduzieren, wie zum Beispiel die 2017 eingeführte Gesetzgebung zur landwirtschaftlichen Biodiversität. Diese Verordnung verpflichtet die Landwirte, einen bestimmten Prozentsatz der Anbauflächen mit nicht intensiven Kulturen, wie zum Beispiel Getreide- oder Gemüsekulturen, zu bewirtschaften.
Der Bundesrat hat angekündigt, an einem Aktionsplan zur langfristigen Stärkung der Ernährungssicherheit zu arbeiten. Dieser sieht die Einrichtung eines Fonds für Ernährungssicherheit vor, der mit einem jährlichen Beitrag von 10 Millionen Schweizer Franken finanziert wird. Der Fonds wird zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich der Lebensmittelsicherheit verwendet, wie zum Beispiel die Einrichtung von Systemen zur Überwachung der Lebensmittelqualität.
Darüber hinaus hat der Bundesrat
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Quelle: rsi.ch
Häufig gestellte Fragen
- Warum hat der Bundesrat die Ernährungsinitiative abgelehnt?
- Der Bundesrat lehnte die Ernährungsinitiative ab, weil die Forderungen als übertrieben und undurchführbar beurteilt wurden.
- Welche Forderungen stellt die Ernährungsinitiative?
- Die Ernährungsinitiative forderte, den Netto-Selbstversorgungsgrad innerhalb von zehn Jahren auf 70 Prozent zu erhöhen.
- Was passiert nun, nachdem die Ernährungsinitiative abgelehnt wurde?
- Der Bundesrat wird weiterhin an schrittweisen und realisierbaren Massnahmen arbeiten, um die Ernährungssicherheit langfristig zu stärken und die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft und der Lebensmittelversorgungskette weiter zu reduzieren.
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