Mehr Dürre: Bauern mobilisieren, Futterbörse kommt (Grenzgänger-Leitfaden)

Die Dürre verursacht ernsthafte Probleme für die Schweizer Bauern, die alles in ihrer Macht Stehende tun, um der Situation zu begegnen.

Kontext

Die Dürre, von der Europa betroffen ist, hat auch die Schweiz erreicht und die Ernten und landwirtschaftlichen Betriebe des Landes unter Druck gesetzt. Angesichts dieser kritischen Situation haben der Zürcher Bauernverband (ZBV) und der Schaffhauser Bauernverband (SHBV) einen doppelten Appell gestartet. Große Händler fordern eine sofortige Anpassung der Rücknahmepreise und -bedingungen, während unter den landwirtschaftlichen Betrieben eine "Herbstfutterbörse" gefördert wird, um Ressourcen auszutauschen und das Überleben der gesamten Lieferkette zu gewährleisten.

Gemäss Angaben des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) dürfte die Getreideproduktion in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zurückgehen. Dies führt zu einem Verlust von über 100 Millionen Franken für die landwirtschaftliche Wertschöpfungskette. 📊

„Die Bauern tun alles, um die Produktion aufrechtzuerhalten, aber die Dürre ist eine Herausforderung, die allein nicht bewältigt werden kann“, erklärt das Bundesamt für Landwirtschaft. „Ein schnelles und entschlossenes Eingreifen der Regierung und der Händler ist erforderlich, um die landwirtschaftliche Versorgungskette zu unterstützen und die Ernährungssicherheit des Landes zu gewährleisten.“

Der Zürcher Bauernverband (ZBV) und der Schaffhauser Bauernverband (SHBV) haben bereits eine Reihe von Anforderungen an die „Herbstfutterbörse“ festgelegt. Die Teilnehmer müssen die Qualität der ausgetauschten Produkte sowie die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit der Waren gewährleisten. Darüber hinaus steht die Börse nur landwirtschaftlichen Betrieben offen, die bereits einen Beitrag der Regierung erhalten haben

Operative Details

Die Planung für Zwischenfrüchte muss pünktlich beginnen, auch wenn der lang erwartete Regen zu spät kommt. Um den Austausch zu erleichtern, wurde eine Online-Futterbörse geschaffen, die Anbieter und Suchende unbürokratisch in direkten Kontakt bringt.

Dürre ist ein Problem, das die Schweizer Landwirtschaft seit mehreren Wochen plagt. Nach Angaben des Bundesamtes für Landwirtschaft (FOAG) fielen 30 % der landwirtschaftlichen Flächen des Landes unter dem Normalwert. Die Bauern haben große Schwierigkeiten, die gleichen Erträge wie in einem normalen Jahr zu erzielen.

„Dürre ist ein Problem, das wir nicht mehr ignorieren können. Wir müssen schnell handeln, um die Pflanzen zu schützen und die Nahrungsmittelproduktion für die Zukunft zu sichern.“ - Dr. Urs Niggli, Präsident der Swiss Farmers' Union.

Um den Bauern zu helfen, hat die Schweizerische Eidgenossenschaft 10 Millionen Franken für die Sicherung der Kulturen bereitgestellt. Die Summe wurde in drei Teile aufgeteilt: 5 Millionen für die Wasserversorgung, 3 Millionen für die Viehzucht und 2 Millionen für den Pflanzenschutz.

Die Online-Futterbörse wurde geschaffen, um den Austausch zwischen Futteranbietern und Futtersuchenden zu erleichtern. Die Plattform wurde in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Bauernverband entwickelt. Benutzer können sich registrieren und nach Futtermitteln suchen, basierend auf ihrem Standort und ihren Bedürfnissen.

Ein konkretes Beispiel ist der Fall eines Luzerner Bauern

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Wichtige Punkte

Das von der Schweizerischen Eidgenossenschaft für internationale Zusammenarbeit (SDC) und der Bio-Schweiz (ZBV) bekräftigte Prinzip ist klar und bewusst eine Alternative zur Fürsorgelogik. „Große Distributoren als Partner für angepasste Rücknahmebedingungen (auch preislich) und gelebte Solidarität in der Landwirtschaft: Anstatt staatliche Unterstützung in den Mittelpunkt zu stellen, übernehmen die Teilnehmer der gesamten Wertschöpfungskette Verantwortung und nutzen die verfügbaren Optionen.“

Diese neue Logik ist besonders wichtig in der ländlichen Schweiz, wo die Dürre zu einem wachsenden Problem wird. Die Dürre 2022 hat die Region Tavolara im Kanton Freiburg hart getroffen, wo die Futterproduktion um 30% zurückgegangen ist. Dasselbe passierte im Kanton Bern, wo die Getreideproduktion um 25% zurückging.

Um dieser Situation zu begegnen, hat die ZBV ein Projekt zur Schaffung einer Futterbörse lanciert. Diese Börse wird es den Bauern ermöglichen, Futter untereinander auszutauschen, die Abhängigkeit von externen Märkten zu verringern und die Ernährungssicherheit zu erhöhen. Das Projekt sieht auch die Schaffung eines Reservierungssystems für Futter vor, um die Verfügbarkeit dieses wichtigen Produkts zu gewährleisten.

Die ZBV hat sich bereits mit einigen Grossverteilern wie Coop und Migros auf den Aufbau eines Futteraustauschnetzes geeinigt. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die Händler den Landwirten

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Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wer sind die Bauern, die mobilisieren?
Sie sind Mitglieder des Zürcher Bauernverbandes (ZBV) und des Schaffhauser Bauernverbandes (SHBV).
Was ist die Futterbörse online?
Es ist eine Online-Plattform, die diejenigen, die Futter anbieten, und diejenigen, die nach Futter suchen, ohne Bürokratie in direkten Kontakt bringt.
Was versteht man unter 'Herbstfuttersack'?
Es handelt sich um eine Initiative, die von landwirtschaftlichen Betrieben gefördert wird, um Ressourcen auszutauschen und das Überleben der gesamten Lieferkette zu gewährleisten.

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