US-Zölle, Waffenstillstand ist eine Illusion

Fotografia di un portale doganale di un'azienda con due impiegati che controllano merci in arrivo

Die neuen US-Maßnahmen drohen die Schweizer Exporte zusätzlich zu belasten.

Kontext

Auf einen Blick

  • Die Schweiz erwartet, dass die Vereinigten Staaten die Zölle durch neue Strafmaßnahmen ersetzen.
  • Die Eidgenossenschaft und die Branchenverbände sind nicht der Ansicht, dass die Zollpause eine Erleichterung für die Schweizer Exporteure darstellt.

Wichtige Fakten

  • Was: neue US-Strafmaßnahmen
  • Wann: 24. Juli
  • Wo: Vereinigte Staaten
  • Wer: US-Regierung
  • Betrag: Zölle von 12,5%

Das Urteil des amerikanischen Obersten Gerichtshofs war eindeutig: Die von Donald Trump am 2. April 2025 verhängten Zölle hatten keine rechtliche Grundlage. Eine solche Maßnahme hätte der Zustimmung des Kongresses bedurft.

Die Trump-Regierung reagierte umgehend. Gestützt auf einen anderen Gesetzesartikel verhängte sie zusätzliche Zölle von 10% auf Einfuhren aus allen Ländern. Aus rechtlichen Gründen konnte sie dies jedoch nur für 150 Tage tun, sodass diese Maßnahme am 24. Juli ausläuft.

Zu diesem Zeitpunkt dürften die Zölle jedoch nicht sinken. Anfang Juni schlug die US-Regierung nämlich neue Strafzölle gegen rund sechzig Handelspartner vor, darunter die Schweiz. Eine weitere gesetzliche Bestimmung, Artikel 301 des Handelsgesetzes, soll als Rechtsgrundlage dienen.

Höher als der für die EU geltende Zollsatz Den Vorwürfen zufolge soll die Schweiz unfaire Handelspraktiken anwenden. Wie 54 andere Volkswirtschaften verfügt sie laut Washington nicht über ein «ausdrückliches Einfuhrverbot für Produkte aus Zwangsarbeit». Für diese Länder schlagen die USA zusätzliche Zölle von 12,5% vor, gegenüber 10% für die Europäische Union.

'Wir erwarten, dass die Vereinigten Staaten Ende Juli die bestehenden zusätzlichen Zölle durch zusätzliche Zölle ersetzen, die auf der Untersuchung gemäß Abschnitt 301 zur Zwangsarbeit beruhen', schreibt Markus Spoerndli, Sprecher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (DEFR), gegenüber Keystone-ATS. Zudem würden nach dem Prinzip der Meistbegünstigung (MFN) weitere Zölle erhoben, die im Durchschnitt 2,3% betragen würden

Die Schweiz besteht auf der Obergrenze Bern hat Washington unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass es die Einhaltung der Zollobergrenze von 15% erwartet, erklärte Spoerndli. Dieser Zollsatz war in der gemeinsamen Absichtserklärung vom 14. November 2025 vereinbart worden. Zudem weist die Schweiz die Vorwürfe im Zusammenhang mit Zwangsarbeit weiterhin zurück.

Anstelle eines Einfuhrverbots bevorzugt die Eidgenossenschaft einen ebenso wirksamen ganzheitlichen Ansatz. 'Die US-Industrie wird durch die Schweizer Praxis in keiner Weise geschädigt', erklärt Spoerndli. 'Eine Diskriminierung der Schweiz wäre daher unbegründet'.

Operative Details

Die Schweiz erwartet, dass die Vereinigten Staaten die Zölle durch neue Strafmaßnahmen ersetzen. Die Eidgenossenschaft und die Branchenverbände sind nicht der Ansicht, dass die Waffenruhe eine Erleichterung für Schweizer Exporteure darstellt.

Das Urteil des amerikanischen Obersten Gerichtshofs war eindeutig: Die von Donald Trump am 2. April 2025 verhängten Zölle hatten keinerlei Rechtsgrundlage. Eine solche Maßnahme hätte die Zustimmung des Kongresses erfordert.

Die Trump-Regierung reagierte unverzüglich. Gestützt auf einen anderen Gesetzesartikel verhängte sie zusätzliche Zölle von 10 % auf Importe aus allen Ländern. Aus rechtlichen Gründen durfte sie dies jedoch nur 150 Tage lang tun, weshalb die Maßnahme am 24. Juli ausläuft.

Zu diesem Zeitpunkt dürften die Zölle jedoch nicht sinken. Anfang Juni schlug die US-Regierung nämlich neue Strafzölle gegen rund sechzig Handelspartner vor, darunter die Schweiz. Eine weitere gesetzliche Bestimmung, Artikel 301 des Handelsgesetzes, soll als Rechtsgrundlage dienen.

Nützliche Tools zur Maximierung des Nettobetrags

Um den Wechselkursverlust zu verringern, vergleiche cambio CHF-EUR und banche per frontalieri.

Wichtige Punkte

Die Schweiz erwartet, dass die Vereinigten Staaten die Zölle durch neue Strafmaßnahmen ersetzen. Die Eidgenossenschaft und die Branchenverbände sind nicht der Ansicht, dass die Waffenruhe eine Entlastung für die Schweizer Exporteure darstellt.

Das Urteil des amerikanischen Obersten Gerichtshofs war unmissverständlich: Die von Donald Trump am 2. April 2025 verhängten Zölle hatten keine Rechtsgrundlage. Eine solche Maßnahme bedurfte der Zustimmung des Kongresses.

Die Trump-Regierung reagierte unverzüglich. Gestützt auf einen anderen Gesetzesartikel verhängte sie zusätzliche Zölle von 10% auf Importe aus allen Ländern. Aus rechtlichen Gründen durfte sie dies jedoch nur für 150 Tage tun, sodass diese Maßnahme am 24. Juli ausläuft.

Zu diesem Zeitpunkt dürften die Zölle jedoch nicht sinken. Anfang Juni schlug die US-Regierung nämlich neue Strafzölle gegen rund sechzig Handelspartner vor, darunter die Schweiz. Eine weitere gesetzliche Bestimmung, Artikel 301 des Handelsgesetzes, soll als Rechtsgrundlage dienen.

Quelle: tio.ch

Verwandte Artikel