Baugewerbe: +3,1% Wachstum in den ersten sechs Monaten 2026 (Grenzgänger-Leitfaden)

Im ersten Halbjahr 2026 erreichte der Umsatz des Schweizer Baugewerbes 11,2 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 3,1% entspricht. Aber Genehmigungen und Einsprüche bremsen die Baustellen.
Kontext
In breve
- Umsatz Baugewerbe: 11,2 Mrd. CHF, +3,1% im ersten Halbjahr 2026
- Wohnungsbau boomt: +8,1%, Tiefbau rückläufig -2,1%
- Im Jahr 2026 werden in der Schweiz etwa 48'000 neue Wohnungen gebaut
- Bürokratische Verfahren und Einsprüche verlangsamen die Baustellen
Schlüsselfakten
- Was: Wachstum des Umsatzes im Schweizer Baugewerbe
- Wann: Erstes Halbjahr 2026 vs. Erstes Halbjahr 2025
- Wo: Schweiz, Mitteilung aus Bern (SSIC)
- Wer: Schweizerischer Baumeister-Verband (SSIC)
- Betrag: 11,2 Milliarden Franken
- Umsatzwachstum: +3,1% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025
- Auftragsbestand-Wachstum: +1,6% auf 12,2 Milliarden
Im ersten Halbjahr 2026 zeigt sich das Schweizer Baugewerbe in deutlichem Wachstum, mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Franken, was einer Steigerung von 3,1% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 entspricht. Der Schweizerische Baumeister-Verband (SSIC) hat heute aus Bern mitgeteilt, dass die Nachfrage nach neuen Wohnungen den Sektor weiterhin stark antreibt. Im Detail sind die neuen Aufträge um 1,6% auf 12,2 Milliarden Franken gestiegen.
Die Sektoranalyse offenbart jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen. Der Wohnungsbau verzeichnet ein kräftiges +8,1%, erreichend 4,1 Milliarden Franken: hier konzentriert sich die Dynamik des Sektors, wobei Wohnprojekte auf die wachsende Nachfrage nach neuen Wohnungen reagieren. Im Gegensatz dazu verzeichnen Tiefbauleistungen (Eisenbahnen, Straßen, Brücken, Infrastrukturen) einen Rückgang von 2,1%, auf 4,8 Milliarden fallend. Im öffentlich-privaten Bereich verzeichnet der Privatsektor ein Wachstum von 5,4% auf 7,0 Milliarden, während der öffentliche Sektor um 0,5% auf 4,2 Milliarden abnimmt.
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Operative Details
Tiefbau: Warten auf «Transporte '45»
Läuft der Wohnungsbau, bleibt der Tiefbau stehen. Der SBV weist darauf hin, dass sich der Sektor aufgrund der Unsicherheit über Infrastrukturinvestitionen in einer Sackgasse befindet. Insbesondere wird die Vernehmlassung zum Projekt «Verkehr '45», dem Bundesprogramm der nächsten grossen Ausbaustufen des nationalen Schienen- und Strassennetzes, am 9. Oktober abgeschlossen. Solange der politische Prozess im Bundesparlament und in den kantonalen Verfahren nicht weiter voranschreitet, haben die Bauunternehmer Mühe, neue Baustellen für Strassen und Eisenbahnen zu planen.
Die Situation beim Bahnunterhalt ist noch kritischer. Gemäss SBV wären zwar deutlich mehr Wartungs- und Erneuerungsarbeiten an bestehenden Leitungen nötig, aber die personellen und finanziellen Ressourcen sind zu begrenzt. Dies bedeutet, dass die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und die kantonalen Bahnbetreiber nicht über genügend Budget und Personal verfügen, um das Netz angemessen zu erhalten und zu modernisieren. Ein Mangel, der sich indirekt auf die Servicequalität und die Reisezeiten für Pendler auswirkt, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Straßen: Bauarbeiten im Gange, Preise unter Druck
Auf nationalen und kantonalen Strassen laufen die Arbeiten, aber der Preisdruck bleibt hoch. Steigende Kosten für Baumaterialien, zum Beispiel Bitumen für den Bodenbelag, schaffen erhebliche Herausforderungen für
Nützliche Tools für die Planung
Für Ihre Vorsorgestrategie nutzen Sie den Rentenplaner und den Säule-3-Simulator.
Wichtige Punkte
Wie man den Bauboom und verlangsamte Baustellen navigiert
Für Schweizer Unternehmen, Gemeinden und Bürger zeichnen die SSIC-Daten ein Szenario mit zwei Geschwindigkeiten. Einerseits bietet der Wohnbau konkrete Chancen: Wenn Sie Arbeit im Bausektor suchen, bedeuten die geplanten 48'000 Wohnungen bis 2026 eine signifikante Nachfrage nach Arbeitern, Handwerkern, Planern, Geometern und Spezialisten. Baubetriebe stellen ein und suchen qualifizierte Arbeitskräfte. Sie können die Stellenausschreibungen im Bau- und Ingenieurwesen einsehen, um verfügbare Chancen zu erkunden.
Andererseits muss, wer ein privates Wohnprojekt verwirklichen möchte (Einfamilienhaus, kleiner Wohnkomplex), sich auf lange Genehmigungsverfahren auf Gemeinde- und Kantonsebene vorbereiten. Es ist nicht selten, dass Nachbareinsprache oder Umweltorganisationen Einspruch erheben und die Verfahren um Monate bis Jahre verlängern. Die Lösung besteht darin, sich vorher mit der Gemeinde über lokale Verfahren und durchschnittliche Genehmigungszeiten zu informieren, bevor man das Projekt startet.
Für Gemeinden stellt die Zahl von 48'000 Wohnungen sowohl eine Chance als auch eine Verantwortung dar. Einerseits bedeuten mehr Bauten höhere Steuereinnahmen (Grundsteuer, Baugebühren). Andererseits müssen Gemeinden angemessene Infrastruktur sicherstellen (Wasserleitungen, Abwassersysteme, interne Verkehrswege). Eine bewusste Raumplanung ist wesentlich, um Überlastung zu vermeiden.
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Häufig gestellte Fragen
- Was ist das Projekt «Transporte '45» und welche Auswirkungen hat es auf den Bau?
- «Transporte '45» ist das Bundesprogramm zum Ausbau des Schweizer Schienen- und Strassenverkehrsnetzes. Die Konsultation endet am 9. Oktober 2026. Nach Angaben des SBV steckt der Tiefbau derzeit in der Sackgasse und wartet auf politische Entscheidungen zu diesem Projekt. Nach Genehmigung durch das Bundesparlament könnte es erhebliche Investitionen in die nationale und kantonale Infrastruktur freisetzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen.
- Wie viele neue Wohnungen werden 2026 in der Schweiz erwartet?
- Gemäss SBV können bis 2026 48'000 neue Wohnungen realisiert werden. Dieser Band spiegelt die starke nationale Wohnungsnachfrage wider. Die effektive Realisierung hängt jedoch von der Bewältigung komplexer Planungs- und Baugenehmigungsverfahren auf kommunaler und kantonaler Ebene sowie von Einsprüchen und Einsprüchen ab, die die Baustellen verlangsamen können.
- Welcher Bausektor wächst am meisten und welche Müdigkeit?
- Der Wohnungsbau boomt: +8,1% im ersten Halbjahr 2026 mit einem Umsatz von 4,1 Milliarden Franken. Im Gegensatz dazu sinkt der Tiefbau (Eisenbahnen, Straßen, Brücken, öffentliche Infrastruktur) um 2,1% auf 4,8 Milliarden. Das Ungleichgewicht spiegelt unzureichende öffentliche Investitionen im Verhältnis zur privaten Nachfrage nach Häusern und Wohnungen wider.
- Was sind die Haupthindernisse für die Realisierung von Wohnprojekten?
- Der SBV nennt «komplexe Planungs- und Baubewilligungsverfahren sowie Einsprüche und Einsprüche» als Hauptbremsen. Hinzu kommen Engpässe bei Personal und finanziellen Ressourcen für die Eisenbahnwartung sowie Aufwärtsdruck auf die Materialkosten (Bitumen, Stahl usw.), die sich auf das Realisierungsbudget auswirken.
- Wie wirkt sich das Bauwachstum auf die Lebenshaltungskosten in der Schweiz aus?
- Mehr verfügbare Unterkünfte könnten theoretisch Immobilienpreise und Mieten enthalten. Steigende Baukosten (teurere Materialien) und komplexe Genehmigungsverfahren können jedoch den positiven Effekt mindern. Die tatsächliche Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum hängt auch von der kantonalen und kommunalen Wohnungspolitik sowie von öffentlichen Investitionen im Wohnungssektor ab.