Arbeitslosengeldreform: Gobbi stoppt Gefahren

Der Staatsrat Norman Gobbi hat den Bundesrat aufgefordert, die Interessen unseres Landes zu schützen, um nicht eine hohe Rechnung zu bezahlen.
Kontext
In Kürze
Die EU-Reform zur Arbeitslosigkeit von Grenzgängern könnte der Schweiz zwischen 600 und 900 Millionen Franken pro Jahr kosten, wobei das Kanton Tessin besonders betroffen ist. Der Staatsrat Norman Gobbi hat den Bundesrat aufgefordert, die Interessen unseres Landes zu schützen, da die Reform das bisherige System der Rückerstattung vom letzten Arbeitsplatz auf den Wohnsitzstaat abschafft.
Schlüsselfakten
- Was: EU-Reform zur Arbeitslosigkeit von Grenzgängern
- Wann: Laufend
- Wo: Europäische Union
- Wer: Norman Gobbi, leitender Staatsrat der Lega
- Betrag: Zwischen 600 und 900 Millionen Franken pro Jahr
Der leitende Staatsrat der Lega, Norman Gobbi, hat seine Bedenken regarding der laufenden Reform der Europäischen Union zur Zuständigkeit für die Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung für Grenzgänger in einem Interview mit dem Sonntags-Magazin geäußert. Wenn die Reform verabschiedet wird, könnte sie für die Schweiz Significant finanzielle Auswirkungen haben, wobei das Kanton Tessin besonders betroffen sein könnte.
Momentan ist der Wohnsitzstaat für die Zahlung der Arbeitslosenunterstützung bei arbeitslosen Grenzgängern verantwortlich. Die Revision des EU-Regelwerks 883/2004 sieht jedoch vor, dass der letzte Arbeitsplatzstaat die Arbeitslosenunterstützung für Grenzgänger auszahlen muss. Die Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat geschätzt, dass die zusätzlichen Kosten für die Schweiz zwischen 600 und 900 Millionen Franken pro Jahr liegen könnten.
Das Kanton Tessin ist aufgrund seiner Grenzlage besonders gefährdet durch das Phänomen der Briefkastenfirmen, also Unternehmen, die ihren Sitz in die Schweiz verlegen, um das System der Arbeitslosenunterstützung zu nutzen. Das Risiko besteht darin, dass Kurzzeitverträge oder künstlich geschaffene Arbeitsverhältnisse gefördert werden, einzig mit dem Ziel, Anspruch auf Schweizer Arbeitslosenunterstützung zu erwerben. Dies könnte zu einem Anstieg der Kosten für die Schweiz führen, ohne dass die Frontier workers davon profitieren.
Gobbi hat kommentiert, dass die Reform gefährliche Abwege schaffen könnte und eine Ungleichbehandlung zwischen arbeitslosen Bewohnern des Kantons Tessin und denen anderer Kantone der Schweiz erzeugen würde. Er betonte auch, dass die Schweiz in der Lage sein muss, ihre Interessen zu verteidigen, ohne automatischen Mechanismen oder indirekten Druck zu erliegen. Die Beziehungen zur Europäischen Union sollten auf gegenseitigem Respekt basieren und nicht auf politischem Druck.
Die EU-Reform zur Arbeitslosigkeit von Grenzgängern könnte für die Schweiz Significant finanzielle Auswirkungen haben, wobei das Kanton Tessin besonders betroffen ist. Es ist wichtig, dass der Bundesrat die Interessen unseres Landes schützt und ein Gleichgewicht zwischen der Einhaltung der europäischen Normen und dem Schutz der Frontier workers und der Schweizer Steuerzahler findet.
Operative Checkliste für die Gemeinden des Kantons Tessin
Um sich auf die möglichen Auswirkungen der EU-Reform zur Arbeitslosigkeit von Grenzgängern vorzubereiten, könnten die Gemeinden des Kantons Tessin folgende Maßnahmen in Betracht ziehen:
1. Die Entwicklung der Reform eng verfolgen und die Entscheidungen der Europäischen Union beobachten. 2. Mit kantonalen und Bundesbehörden zusammenarbeiten, um den Einfluss der Reform auf den Kanton Tessin und die Gemeinden zu bewerten. 3. Die eigenen Haushalte und Ressourcen analysieren, um zu verstehen, wie die finanzielle Situation der Gemeinde beeinflusst werden könnte. 4. Eventuelle Maßnahmen zur Milderung der negativen Auswirkungen der Reform in Betracht ziehen, wie z.B. die Förderung aktiver Arbeitsmarktpolitik oder die Zusammenarbeit mit anderen Behörden, um innovative Lösungen zu finden. 5. Transparent mit den Bürgern über die möglichen Auswirkungen der Reform und die ergriffenen Maßnahmen kommunizieren.
Operative Details
Auswirkungen für Grenzgänger
Die Reform der Arbeitslosigkeit von Grenzgängern, die von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wurde, könnte konkrete Auswirkungen für Grenzgänger haben, die in der Schweiz arbeiten und in Italien leben, insbesondere im Kanton Tessin. Wenn der Vorschlag zur Überarbeitung der Verordnung (EU) Nr. 883/2004 angenommen wird, könnten Grenzgänger, die in der Schweiz ihren Arbeitsplatz verlieren, gezwungen sein, den Arbeitslosengeldanspruch beim Staat des letzten Arbeitsorts einzureichen, anstatt beim Wohnsitzland.
Dies könnte zu einer größeren Komplexität bei der Beantragung des Arbeitslosengeldes und eventuell zu Verzögerungen in der Auszahlung führen. Zum Beispiel könnte ein in Lugano lebender Grenzgänger, der seinen Arbeitsplatz in der Schweiz verliert, gezwungen sein, den Anspruch beim Schweizerischen Amt für Sozialversicherungen geltend zu machen, anstatt beim Italienischen Nationalen Institut für soziale Sicherheit. Dies könnte zu mehr Bürokratie und Verzögerungen in der Auszahlung führen, die in der Schweiz etwa CHF 150 pro Tag beträgt, während der Betrag in Italien je nach Wohnort variieren kann.
Darüber hinaus könnte die Reform die Kosten für die Schweiz erhöhen und eventuell Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes und damit auf die Beschäftigung von Grenzgängern haben. Laut dem Bundesamt für Wirtschaft, Bildung und Forschung stellen Grenzgänger etwa 10 Prozent der Arbeitskräfte in der Schweiz. Eine Erhöhung der Kosten für Schweizer Unternehmen könnte daher zu einer Reduzierung der Beschäftigung von Grenzgängern führen.
Es ist daher wichtig, dass Grenzgänger die Entwicklung der Situation genau verfolgen und sich auf eventuelle Veränderungen vorbereiten. In jedem Fall ist es wichtig, dass Grenzgänger sich über die geltenden Vorschriften und ihre Rechte in Bezug auf Arbeitslosengeld sowohl in der Schweiz als auch im Wohnsitzland informieren. Wir empfehlen, die Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) oder des Italienischen Nationalen Instituts für soziale Sicherheit (INPS) für detaillierte Informationen zu konsultieren.
Darüber hinaus könnten Grenzgänger erwägen, eine Arbeitslosenversicherung abzuschließen, die die Kosten im Falle des Verlustes des Arbeitsplatzes abdeckt. Es ist jedoch wichtig, die Bedingungen der Police zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie auch Grenzgänger abdeckt, die in der Schweiz arbeiten.
Schließlich könnten Grenzgänger erwägen, ihre Einkommensquellen zu diversifizieren, zum Beispiel durch den Start eines eigenen Unternehmens oder die Investition in Finanzaktivitäten. Dies könnte dazu beitragen, das Risiko des Verlustes des Arbeitsplatzes zu mindern und eine größere finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
In jedem Fall ist es wichtig, dass Grenzgänger über die Situation informiert bleiben und die Entwicklung der Reform genau verfolgen. Die Reform der Arbeitslosigkeit von Grenzgängern könnte konkrete Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen haben und die Arbeitsbedingungen vieler Grenzgänger ändern. Es ist daher wichtig, vorbereitet zu sein und alle möglichen Optionen in Betracht zu ziehen.
Nützliche Tools für die Planung
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Wichtige Punkte
Was tun, wenn du Grenzgänger bist
Die Reform der Arbeitslosigkeit für Grenzgänger ist ein heißes Thema für alle, die in der Schweiz arbeiten und in Italien leben. Wenn du ein Grenzgänger bist und fürchtest, von dieser Reform betroffen zu sein, empfehlen wir dir, die Entwicklung der Situation genau zu verfolgen, wobei zu beachten ist, dass die Reform noch in der Diskussion ist. Die Reform sieht nämlich die Einführung eines Schweizer Beitrags zur Arbeitslosigkeit für Grenzgänger vor, aber die Modalitäten und Details sind noch Gegenstand der Diskussion zwischen den Parlamentariern.
Es ist auch wichtig, dich über deine Möglichkeiten zu informieren, Arbeitslosengeld in der Schweiz und im Wohnland zu beantragen, und über die Fristen und Modalitäten der Auszahlung. Zum Beispiel wird das Arbeitslosengeld in der Schweiz von den kantonalen Arbeitslosenkassen verwaltet und der Betrag hängt von den eingezahlten Beiträgen und der Dauer der Arbeitslosigkeit ab. In Italien hingegen wird das Arbeitslosengeld von der INPS verwaltet und der Betrag hängt von der Art des Vertrags und der Dauer der Arbeitslosigkeit ab.
Es ist auch wichtig, deinen Gesundheitszustand regelmäßig zu kontrollieren und sicherzustellen, dass du eine angemessene Versicherung hast. Denn im Falle von Krankheit oder Unfall kann die Versicherung entscheidend sein, um den Einkommenkontinuum zu gewährleisten.
Schließlich könnte es notwendig sein, die Möglichkeit zu berücksichtigen, in Italien nach Arbeit zu suchen oder in das Herkunftsland zurückzukehren, wenn die Situation es erfordert. Zum Beispiel belief sich die Zahl der Grenzgänger in der Schweiz im Jahr 2020 auf etwa 80.000, aber die Zahl der Arbeitslosen, die durch die Pandemie ihren Job verloren haben, war beträchtlich. In diesem Fall könnte es notwendig sein, die Möglichkeit zu berücksichtigen, nach Italien zurückzukehren und in deinem Herkunftsland nach Arbeit zu suchen.
Um dir bei der Bewertung deiner Möglichkeiten und bei der Entscheidung zu helfen, laden wir dich ein, unseren Steuerrechner zu konsultieren. Der Rechner hilft dir, den Einfluss der Reform auf deine steuerliche Situation zu bewerten und deine Optionen im Falle von Arbeitslosigkeit zu verstehen.
Wir empfehlen dir auch, die Nachrichten über die Reform genau zu verfolgen und aktiv an der Diskussion teilzunehmen, zum Beispiel durch die Vereine der Grenzgänger. Zum Beispiel hat der Verein Frontalieri Tessin verschiedene Demonstrationen organisiert, um gegen die Reform zu protestieren und mehr Klarheit über die Modalitäten der Auszahlung des Arbeitslosengeldes zu fordern.
In jedem Fall ist es wichtig zu beachten, dass die Reform der Arbeitslosigkeit für Grenzgänger ein komplexes Thema ist, das sich ständig entwickelt. Wir empfehlen dir, dich zu informieren und deine Optionen sorgfältig zu bewerten, um deine finanzielle und berufliche Sicherheit zu gewährleisten.
Quelle: ticinonews.ch
Häufig gestellte Fragen
- Was würde sich für Grenzgänger durch die Reform der Arbeitslosigkeit ändern?
- Wenn die Reform angenommen wird, müssen Grenzgänger, die in der Schweiz ihren Arbeitsplatz verlieren, möglicherweise die Arbeitslosengeld in dem Land beantragen, in dem sie zuletzt gearbeitet haben, anstatt in ihrem Wohnsitzland. Dies könnte zu einer größeren Komplexität bei der Beantragung des Arbeitslosengeldes und einer möglichen Verzögerung in der Auszahlung führen.
- Wie kann ich mich auf die Reform der Arbeitslosigkeit der Grenzgänger vorbereiten?
- Grenzgänger sollten die Entwicklung der Situation genau verfolgen und sich über ihre Möglichkeiten informieren, Arbeitslosengeld sowohl in der Schweiz als auch in ihrem Wohnsitzland zu beantragen. Es ist auch wichtig, regelmäßig ihren Gesundheitszustand zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie eine angemessene Versicherung haben.
- Was soll ich tun, wenn ich ein Grenzgänger bin und fürchte, von der Reform der Arbeitslosigkeit betroffen zu sein?
- Grenzgänger sollten die Entwicklung der Situation genau verfolgen und sich über ihre Möglichkeiten informieren, Arbeitslosengeld sowohl in der Schweiz als auch in ihrem Wohnsitzland zu beantragen. Es ist auch wichtig, regelmäßig ihren Gesundheitszustand zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie eine angemessene Versicherung haben. Im Falle von Schwierigkeiten wird empfohlen, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, der sich auf Arbeitsrecht spezialisiert hat.
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