Freiluftfeuer im Tessin: Verbot ab 1. Mai 2024 aufgehoben
Ab dem 1. Mai 2024 sind Feuer in Wäldern und auf Wiesen im Tessin wieder erlaubt – allerdings nicht in allen Gebieten des benachbarten italienischen Graubündens. Erfahren Sie, was sich für Grenzgänger ändert und welche Regeln zu beachten sind.
Contesto
Der Staatsrat des Kantons Tessin hat das Verbot von offenen Feuern in Wäldern, Wiesen und ungeschützten Gebieten des Kantons aufgehoben. Die Entscheidung tritt am 1. Mai 2024 in Kraft, nachdem monatelang Einschränkungen aufgrund der sommerlichen Waldbrandgefahr galten. Die neue Regelung gilt jedoch nicht für das benachbarte italienische Graubünden, wo das Verbot mindestens bis zur nächsten Bewertung durch die lokalen Behörden bestehen bleibt. Die Aufhebung des Verbots wurde vom Departement für Territorium des Kantons Tessin mit der Verbesserung der Wetterbedingungen und der Verringerung der Waldbrandgefahr begründet. Die aktualisierte Vorschrift gilt für alle Gebiete, die nicht als Hochrisikozonen eingestuft sind, wo die Brandgefahr weiterhin als hoch eingestuft wird. Die kantonalen Behörden betonten, dass lokale Behörden bei ungünstigen Wetterbedingungen zusätzliche Einschränkungen verhängen können. ### Chronologie der Maßnahme Das Verbot von offenen Feuern wurde 2023 eingeführt, nachdem der Sommer besonders trocken war und mehrere Brände – sowohl vorsätzliche als auch versehentliche – vor allem das Sopraceneri betrafen. Die Maßnahme führte zu Unmut, insbesondere bei jenen, die in den Winter- und Frühlingsmonaten sonntags gerne im Freien verbrachten und kleine Feuer für Grillfeste oder zum Aufwärmen von Getränken entzündeten. Die Aufhebung des Verbots wurde bereits ab dem Herbst 2023 von mehreren Tessiner Gemeinden vorweggenommen, doch erst mit Beginn des Frühlings 2024 bestätigte der Staatsrat die Entscheidung offiziell. ### Unterschiede zum italienischen Graubünden Die Situation bleibt im benachbarten italienischen Graubünden unverändert: Das Verbot von offenen Feuern gilt dort weiterhin. Dieser Unterschied bereitet Grenzgängern, die in Grenzregionen wie Brusio od...
Dettagli operativi
Die Aufhebung des Verbots, im Freien Feuer zu machen, stellt im Tessin eine bedeutende Veränderung für all jene dar, die in den Waldgebieten des Kantons leben oder Zeit verbringen. Für die Grenzgänger, die sich zwischen Tessin und italienischem Graubünden bewegen, bringt die neue Regelung jedoch eine Reihe von praktischen und verwaltungstechnischen Komplikationen mit sich, die Beachtung verdienen. ### Vorher vs. nachher: Was hat sich für Grenzgänger geändert? Bis zum 30. April 2024 durften Personen im Tessin oder auf der Durchreise keine Feuer im Freien entzünden – ausser in ausdrücklich genehmigten und streng überwachten Bereichen. Die Aufhebung des Verbots ermöglicht nun die Wiederaufnahme traditioneller Aktivitäten wie Grillfeste im Wald, sich an einem Lagerfeuer zu wärmen oder einfach die frische Luft zu geniessen. Für die Bewohner der Grenzregionen zum italienischen Graubünden gestaltet sich die Situation jedoch komplexer. In Brusio und Poschiavo etwa dürfen Anwohner Feuer entzünden, während die Bewohner der nahen Gemeinde Tirano nach wie vor dem italienischen Verbot unterliegen. Diese Ungleichheit kann zu paradoxen Situationen führen: Ein Grenzgänger, der in Brusio lebt und in Italien arbeitet, darf auf seinem Grundstück ein Feuer machen, könnte dies jedoch nur wenige hundert Meter entfernt im Heimatort nicht tun. ### Risiken und Verantwortung: Was sagt das Gesetz? Gemäss der neuen Tessiner Regelung liegt die Verantwortung für das Entzünden und die Kontrolle des Feuers ausschliesslich bei der Person, die es entfacht. Sollte es zu einem versehentlichen oder vorsätzlichen Brand kommen, können die kantonalen Behörden den Einzelnen für entstandene Umweltschäden oder materielle Verluste haftbar machen. Wie bereits erwähnt, können bei schweren Verstössen Bussen bis z...
Punti chiave
Die Aufhebung des Verbots, im Freien Feuer zu machen, im Tessin eröffnet neue Freizeitmöglichkeiten, erfordert jedoch ein tiefes Verständnis der Regeln und eine sorgfältige Handhabung der Freizeitaktivitäten. Für Grenzgänger, die in Grenzregionen leben oder arbeiten, bringt die neue Regelung zusätzliche Komplexitäten mit sich, da sich die Gesetze des Tessins von denen des italienischen Graubündens unterscheiden. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie ein Feuer sicher entzünden und die Vorschriften einhalten – inklusive einer Checkliste, um Bußgelder zu vermeiden. ### ### Schritt 1: Örtliche Bedingungen prüfen Bevor Sie ein Feuer entzünden, ist es entscheidend, die Wetterbedingungen und die Waldbrandgefahr in Ihrer Region zu überprüfen. Die Behörden des Tessins aktualisieren die Waldbrandgefahr täglich auf der Website des Departementes für Territorium. Für Grenzgänger, die sich in Grenzregionen zum italienischen Graubünden befinden, empfiehlt es sich, auch die Bulletins der italienischen Zivilschutzbehörde oder der ARPA Lombardia zu konsultieren. ### Schritt 2: Den geeigneten Ort wählen Nicht alle Orte eignen sich zum Entzünden eines Feuers. Nach der neuen Tessiner Regelung ist es verboten, Feuer zu machen in: - Schutzgebieten (Naturparks, Waldreservate). - Nähe von Gebäuden, Straßen, Stromleitungen oder Kraftstofflagern. - Trockenen Gebieten oder Wäldern, wo die Gefahr der Ausbreitung der Flammen hoch ist. - Orten, an denen das Feuer eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen könnte. Die Tessiner Gemeinden können zusätzliche lokale Einschränkungen einführen. Einige Gemeinden könnten das Entzünden von Feuern auch in nicht geschützten Gebieten während extremer Dürreperioden verbieten. Zur Überprüfung können Sie sich an Ihre Gemeindeverwa...
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[{"q":"Betrifft die Aufhebung des Feuerverbots auch geschützte Gebiete im Tessin?","a":"Nein. Die Aufhebung gilt nur für Gebiete, die nicht als Hochrisikozonen oder Schutzgebiete eingestuft sind. In Naturparks, Waldreservaten sowie in der Nähe von öffentlichen Gebäuden oder Stromleitungen bleibt das Feuerverbot bestehen."},{"q":"Darf ich in Brusio ein Feuer machen, wenn ich in Tirano (Italien) wohne?","a":"Nein. Die Tessiner Vorschriften gelten ausschliesslich für Schweizer Gebiet. Da Sie in Tirano wohnen, müssen Sie sich an die italienische Gesetzgebung halten, die das Feuermachen im Freien weiterhin verbietet."},{"q":"Welche Strafen drohen bei Missachtung des Feuerverbots im Tessin?","a":"Bei schweren Verstössen – etwa bei Brandstiftung oder unkontrollierten Feuern, die Umweltschäden oder materielle Schäden verursachen – können Strafen bis zu 10.000 Franken verhängt werden. Bei geringfügigen Verstössen beginnen die Bussen bei 500 Franken."},{"q":"Brauche ich ab dem 1. Mai 2024 eine Genehmigung, um im Tessin ein Feuer zu machen?","a":"Nein. Die Aufhebung des Verbots erfordert keine vorherige Genehmigung für kleine Feuer in nicht geschützten Gebieten. Allerdings können die Gemeinden zusätzliche Einschränkungen vornehmen. Es empfiehlt sich daher, beim eigenen Gemeindeamt nachzufragen."},{"q":"Gilt die Aufhebung des Feuerverbots auch für tragbare Grills im Tessin?","a":"Ja, sofern der Grill mindestens 10 Meter von Gebäuden, Strassen und Waldgebieten entfernt aufgestellt wird und die Glut nach Gebrauch vollständig gelöscht wird. Der Einsatz chemischer Beschleuniger bleibt verboten."}]
Häufig gestellte Fragen
- Betrifft die Aufhebung des Feuerverbots auch geschützte Gebiete im Tessin?
- Nein. Die Aufhebung gilt nur für Gebiete, die nicht als Hochrisikozonen oder Schutzgebiete eingestuft sind. In Naturparks, Waldreservaten sowie in der Nähe von öffentlichen Gebäuden oder Stromleitungen bleibt das Feuerverbot bestehen.
- Darf ich in Brusio ein Feuer machen, wenn ich in Tirano (Italien) wohne?
- Nein. Die Tessiner Vorschriften gelten ausschliesslich für Schweizer Gebiet. Da Sie in Tirano wohnen, müssen Sie sich an die italienische Gesetzgebung halten, die das Feuermachen im Freien weiterhin verbietet.
- Welche Strafen drohen bei Missachtung des Feuerverbots im Tessin?
- Bei schweren Verstössen – etwa bei Brandstiftung oder unkontrollierten Feuern, die Umweltschäden oder materielle Schäden verursachen – können Strafen bis zu 10.000 Franken verhängt werden. Bei geringfügigen Verstössen beginnen die Bussen bei 500 Franken.
- Brauche ich ab dem 1. Mai 2024 eine Genehmigung, um im Tessin ein Feuer zu machen?
- Nein. Die Aufhebung des Verbots erfordert keine vorherige Genehmigung für kleine Feuer in nicht geschützten Gebieten. Allerdings können die Gemeinden zusätzliche Einschränkungen vornehmen. Es empfiehlt sich daher, beim eigenen Gemeindeamt nachzufragen.
- Gilt die Aufhebung des Feuerverbots auch für tragbare Grills im Tessin?
- Ja, sofern der Grill mindestens 10 Meter von Gebäuden, Strassen und Waldgebieten entfernt aufgestellt wird und die Glut nach Gebrauch vollständig gelöscht wird. Der Einsatz chemischer Beschleuniger bleibt verboten.