Leben in Tovo di Sant 'Agata und Arbeiten in Graubünden (Grenzgänger-Leitfaden)

Praktischer Leitfaden für Grenzgänger: Steuern, neues Abkommen, Franchisen und Sozialversicherungsbeiträge für diejenigen, die im Veltlin wohnen und im Kanton Graubünden arbeiten.
Kontext
In Kürze
- Neue Frontalieri-Vereinbarung in Kraft seit dem 1. Januar 2024.
- Exklusive Besteuerung in der Schweiz mit Steuergutschrift in Italien.
- Steuerbefreiung von 10.000 Euro für neue Grenzgänger.
- Übergangsregelung 2024-2033 für Arbeitnehmer vor dem 17. Juli 2023.
Eckdaten
- Was: Neues Grenzgängerabkommen Italien-Schweiz
- Wann: Gültig ab 1. Januar 2024
- Wo: Grenze Italien-Schweiz (Graubünden)
- Wer: Finanzamt, EFZ, MEF
- Betrag: Selbstbehalt 10.000 Euro (neu) bzw. 7.500 Euro (alt)
Der Pendelverkehr zwischen Tovo di Sant 'Agata und dem Kanton Graubünden wird durch die Neue Frontalieri-Vereinbarung geregelt, die am 23. Dezember 2020 unterzeichnet wurde und seit dem 1. Januar 2024 nach der italienischen Ratifizierung durch das Gesetz 83 vom 13. Juni 2023 voll funktionsfähig ist. Für diejenigen, die in Italien ansässig sind und in der Schweiz arbeiten, legt die Gesetzgebung das Prinzip der Quellensteuer in der Schweiz fest und vermeidet die Doppelbesteuerung durch die Anwendung der Steuergutschrift im EG-Rahmen des italienischen Modells 730. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums ist, daher unterliegen die Beziehungen bilateralen Abkommen, einschließlich des historischen Doppelbesteuerungsabkommens, das am 9. Dezember 1976 unterzeichnet wurde. Die offiziellen Anlaufstellen für die Steuerverwaltung sind die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) in der Schweiz und das Finanzamt
Operative Details
Die praktische Analyse des Pendlerverkehrs erfordert eine klare Verständnis der sozialen Beiträge und der Abzüge in der Gehältervergütung. Das schweizerische Rentensystem vorsieht, dass der Arbeitnehmer einen Anteil von 5,3 % an der Bruttogehälter unterstützt. Zu diesem kommt der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung (AD/AC) hinzu, der auf 1,1 % festgelegt ist, bis zu einem Einkommenshöchstbetrag von 148.200 CHF. Bei der Risikoversicherung schwankt die Abzugsbeträge für die Unfallversicherung (LAINF) typischerweise zwischen 0,7 % und 1,5 %, während die berufliche Vorsorge (LPP) eine variablen Abzugsbeträge zwischen 7 % und 18 % in Abhängigkeit der Altersgruppe des Arbeitnehmers beinhaltet, ab dem 25. Lebensjahr.
Nützliche Tools für die Planung
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Wichtige Punkte
Die Verfahren für Personen, die in der Schweiz arbeiten, erfordern eine Reihe von genauen Verwaltungsverfahren, um in Ordnung zu sein. Nachdem der Arbeitsvertrag erworben wurde, ist der erste Schritt die Anfrage des G-Visums bei den zuständigen kantonalen Behörden. Es ist wichtig, die Kommunikationen der Bundesbehörde für Steuern (BFS/ESTV) und der Steuerbehörde ständig zu überwachen, was die Verpflichtungen zur Anmeldung betrifft. Für Personen, die in Tovo di Sant'Agata wohnen, bedeutet der Pendelverkehr in die Graubünden eine sorgfältige Zeit- und Kostenverwaltung. Es gibt keine automatischen Erleichterungen für die Fahrten, daher ist eine Analyse des Lebenskosten unerlässlich, um die Ausgaben zwischen den beiden Ländern auszugleichen.
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Häufig gestellte Fragen
- Was ist der Steuerunterschied zwischen alten und neuen Grenzgängern?
- Grenzgänger, die bereits vor dem 17. Juli 2023 Grenzgänger waren, genießen eine bis 2033 gültige Übergangsregelung mit einer Steuerbefreiung von 7.500 Euro. Neue Grenzgänger, die ab dem 1. Januar 2024 eingestellt werden, profitieren von einer Selbstbeteiligung von 10.000 Euro. In beiden Fällen wird das Einkommen in der Schweiz an der Quelle besteuert, mit Steuergutschrift in Italien.
- Wie funktioniert die Doppelbesteuerung zwischen Italien und der Schweiz?
- Das neue Abkommen vom 23. Dezember 2020, das am 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, legt fest, dass das Einkommen von Grenzgängern in der Schweiz besteuert wird. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, erkennt Italien eine Steuergutschrift auf die in der Schweiz gezahlten Steuern an, die gemäß dem Abkommen vom 9. Dezember 1976 im EG-Rahmen des Modells 730 anzugeben ist.
- Was sind die obligatorischen Einbehalte auf der schweizerischen Lohnabrechnung?
- Zu den wichtigsten Abzügen zählen die AHV/IV/EO von 5,3%, die ALV/KV von 1,1% (bis zu einer Obergrenze von 148.200 CHF), das UVG von 0,7% bis 1,5% und das BVG (berufliche Vorsorge) von 7% bis 18% je nach Alter des Arbeitnehmers, gerechnet ab 25 Jahren.
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