Como, Rapinese: Teerpreise wegen des Krieges um 40 % gestiegen

Asphaltstraße im Tessin mit Seelandschaft im Hintergrund

Der Comer Bürgermeister Alessandro Rapinese muss über die Verwendung des 5-Millionen-Fränkigen Asphalt-Programms entscheiden, nachdem die Kosten wegen des Iran-Konflikts um 40 % gestiegen sind.

Kontext

Auf einen Blick

  • Asphaltierungskosten in Como steigen um 40 %
  • Investitionsprogramm von 5 Mio € in kritischer Phase
  • Debatte über Sanierung zentraler Achsen wie Via Carloni
  • Preissteigerungen erschweren Einhaltung von Infrastrukturprojekten

Wichtige Fakten

  • Kostensteigerung: 40 % Erhöhung der Asphaltierungskosten
  • Investitionsprogramm: 5 Mio € für Erneuerung und Verbesserung städtischer Straßen
  • Preis pro Tonne Asphalt: 2022: 70–80 €, heute: 110–120 €
  • Mehrbelastung bei 10.000 t: 300.000–400.000 € zusätzlich
  • Ausdehnung der Asphaltierung: Früher 4.000 m, jetzt 3.600 m
  • Vorschrift seit 2021: Mindestens 2 % des Gemeindebudgets für Infrastrukturprojekte
  • Optionen zur Debatte: Sofort starten oder abwarten auf Preissenkung
  • Budgetrevision: Muss in den nächsten Monaten beraten und genehmigt werden

Como muss sich auf eine Erhöhung der Asphaltierungskosten um 40 % einstellen – eine direkte Folge der internationalen Spannungen rund um den Krieg im Iran, die die Rohstoffmärkte durcheinanderbringen. Bürgermeister Alessandro Rapinese erklärte, das für die Erneuerung und Verbesserung städtischer Strassen vorgesehene Investitionsprogramm von 5 Mio € befinde sich wegen dieser Preisexplosion nun in einer kritischen Phase. Der Wunsch, zentrale Achsen wie die Via Carloni, Hauptader Comos, zu sanieren, hat zwischen Verwaltung und Bürgern eine hitzige Debatte ausgelöst – auch im Licht möglicher finanzieller Engpässe.

„Die Materialpreise sind in die Höhe geschossen, die Lieferanten haben ihre Listen bereits angepasst“, erklärte Bürgermeiser Rapinese und wies darauf hin, dass ein Anstieg der Rohstoffkosten von 30–40 % die Ausgabenplanung bereits verändert habe.

Konkrete Zahlen: kostete eine Tonne Asphalt 2022 noch rund 70–80 €, liegen die Preise heute bei über 110–120 €. Für einen Einsatz von 10 000 t ergibt sich eine Mehrbelastung von rund 300 000–400 000 € – fast 10 % über der ursprünglichen Schätzung. Bei einem Gesamtbudget von 5 Mio € würden früher etwa 4 000 m Strasse asphaltiert, durch die aktuelle Teuerung sinkt die Ausdehnung auf rund 3 600 m – das Spielraumfenster wird enger.

Auch Tessiner Gemeinden wie Lugano und Bellinzona sehen sich mit ähnlichen Szenarien konfrontiert: Preissteigerungen von etwa 25–30 % gegenüber 2022 erschweren die Einhaltung unterhaltsplanerischer Termine. Die seit 2021 geltende Vorschrift, mindestens 2 % des Gemeindebudgets für Infrastrukturprojekte auszugeben, prallt nun auf diese Preissprünge.

„Warten wir bis Kriegsende, riskieren wir, die Gelegenheit zu verpassen, vor dem Winter noch zu asphaltieren und lassen die Strassen verfallen“, betonte Rapinese.

Zwei praktische Optionen stehen zur Debatte:

  • Sofort starten, die Mehrausgaben akzeptieren und Verzögerungen vermeiden, die die Kosten bei weiteren Preisanstiegen zusätzlich treiben würden.
  • Abwarten, in der Hoffnung auf Stabilisierung oder Rückgang der Preise, wobei das Risiko besteht, das ideale Zeitfenster zu verpassen und die Arbeiten auf Frühjahr oder Sommer 2024 verschieben zu müssen.

Eine operative Checkliste könnte umfassen:

  • Detaillierte Analyse aktualisierter Lieferantenlisten
  • Bewertung von Kostenszenarien und deren Einfluss auf die Gemeindekasse
  • Rasche Konsultation von Marktexperten und Bauunternehmen
  • Suche nach Not- oder Regionalfördergeldern

Das Dilemma, mehr Geld sofort auszugeben oder zu warten, birgt Risiken und Chancen, die schnelle, datengestützte Entscheidungen erfordern, damit Krieg und internationale Spannungen die städtische Infrastrukturpflege nicht nachhaltig gefährden.

Operative Details

Auf der Normebene steht die Stadt Como vor einer unvorhergesehenen Kostensteigerung infolge der internationalen Krise, insbesondere im Rohstoffsektor Asphalt. Das italienische Recht verweist auf das Legislative Dekret 50/2016 (Kodex der öffentlichen Aufträge) und die EU-Richtlinien erlauben Notmassnahmen gegen solche Preissprünge, sofern Transparenz- und Rechenschaftsverfahren eingehalten werden. Die europäische Vergaberechtsrichtlinie 2014/24/EU gestattet nachträgliche Vertragsänderungen bei höherer Gewalt – wie dem Ukraine-Konflikt, der den Asphaltpreis innerhalb weniger Monate um 40 % steigen liess.

Die Budgetrevision ist der Schlüsselschritt. In den nächsten Monaten muss der Gemeinderat mögliche Budgetanpassungen beraten und genehmigen, unter Einbezug von Sonderfonds oder Krediten. Konkret: waren im Plan 1 000 t Asphalt für etwa 350 €/t vorgesehen, kostet dieselbe Menge heute rund 490 € – ein Plus von etwa 140 000 € nur für diese Position. Dieser Anstieg wirkt sich direkt auf die Projektplanung aus: eine 10-km-Sanierung mit 2 000 t Asphalt veranschlagt heute etwa 980 000 € statt der ursprünglich geplanten 700 000 € und erfordert daher Projektanpassung oder Budgeterhöhung.

Auch Tessiner Gemeinden wie Lugano oder Bellinzona erleben ähnliche Szenarien mit Kostensprüngen zwischen 30 % und 45 %, was die Strassenunterhalts- und Stadtentwicklungspläne beeinträchtigt. Das kantonale Recht ist zwar flexibler als das italienische, verlangt aber ebenfalls sorgfältige Budgetüberprüfung und transparente Vergabe- sowie Begründungsverfahren für Kostenänderungen.

Zur Bewältigung empfiehlt sich folgende Vorgehens-Checkliste:

  • Ausmass der Teuerung durch Marktanalysen und Lieferanten-Updates bewerten
  • Vertragsklauseln zu Preisanpassungen, insbesondere höhere-Gewalt-Regelungen, prüfen
  • Etwaige Budgetauswirkungen zeitnah den Behörden und dem Gemeinderat melden
  • Ausserordentliche Finanzierungsquellen oder Kredite prüfen, gemäss Gesetz 234/2012, das Reservefonds für Notlagen erlaubt
  • Projektplan überarbeiten, etwa durch Reduktion der Asphaltmenge oder Wahl alternativer Materialien
  • Alle Entscheide und Mitteilungen dokumentieren, um Transparenz und Rechtskonformität sicherzustellen

Praxisszenario: entscheidet man sich für eine Durchführung ohne Budgeterhöhung, muss die Gemeinde die asphaltierten Kilometer reduzieren oder auf günstigere, aber normgerechte Materialien ausweichen. Die Wahl zwischen Projektrevision und Budgetanhebung muss Mobilitäts- und Verkehrssicherheits-Prioritäten berücksichtigen.

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Wichtige Punkte

Für Bürger und Unternehmen in Como stellt sich die Bewirtschaftung von Infrastruktur und öffentlichen Bauvorhaben heute als komplexe Herausforderung dar, verschärft durch die um 40 % gestiegenen Asphaltpreise gegenüber dem Vorjahr. Diese Erhöhung, eine Folge des internationalen Konflikts und der Spannungen auf den Energiemärkten, zwingt lombardische Gemeinden und Grenzgängerbetriebe im Kanton Tessin zu strategischen Entscheidungen, denn Bau- und Strassenunterhaltsfirmen sind bereits stark unter Druck.

Rapinese betont: „Die Projekte liegen bereit, aber die neuen Preislisten haben alles erschwert.“ Vor diesem Hintergrund muss die Verwaltung abwägen, ob sie die Unterhaltsarbeiten sofort zu höheren Kosten ausführt oder wartet und dabei riskiert, die Infrastrukturqualität zu beeinträchtigen und später teure Notmaßnahmen zu erzwingen. Die Stadt Como kalkuliert, dass ein 5-km-Ausbau von bisher geschätzten 300 000 € auf rund 420 000 € steigen würde, womit das Budget schwer einzuhalten ist.

Zum Vergleich: die Gemeinde Mendrisio hat bereits einige 2023 geplante Asphaltarbeiten verschoben – mit der Folge möglicher Strassenschäden und höheren Langzeitkosten. Die Entscheidung für sofortige Investitionen hängt auch von der Möglichkeit ab, ausserordentliche Finanzmittel – etwa EU-Hilfen – zu erhalten oder mit Lieferanten Preisgleitklauseln zu verhandeln.

Für eine präzise Bewertung empfiehlt sich die Konsultation aktualisierter Gemeindebudgetvorschriften, wie dem Beschluss des Comer Gemeinderats vom 15. Februar 2023, der einen Notfonds von 2 Mio € für Infrastrukturprojekte genehmigte. Zudem lohnt das Monitoring der Preisentwicklung via digitale Tools wie dem Spendenrechner des Bundes. Eine operative Checkliste kann helfen:

  • Lieferverträge auf Preisgleitklauseln prüfen
  • Eigenfinanzierte Vorziehung der Arbeiten prüfen
  • Sektorregelwerke wie Legislative Decree 50/2016 beachten
  • Auswirkungen auf Kosten und Liefertermine bewerten, insbesondere für beteiligte Bauunternehmen – darunter viele Tessiner Firmen wie die Vismara AG aus Lugano, die bereits eine 35 %ige Materialteuerung gegenüber dem Vorjahr meldet

Vergleicht man konkrete Szenarien, kostet eine sofortige Investition rund 15–20 % mehr als ein Aufschub um 6–12 Monate, birgt aber das Risiko von Notinstandsetzungen und weiterem Strassenverfall. Die Lage bleibt volatil und hängt stark vom Konfliktverlauf sowie den Rohstoffmärkten ab – mit spürbaren Konsequenzen für Kosten und Bauzeiten sowohl im Tessin als auch in der Lombardei.

Quelle: comozero.it

Häufig gestellte Fragen
Wie kommt es zu einer Erhöhung der Kosten für Asphaltarbeiten in der Schweiz?
Kostensteigerungen für Asphaltarbeiten in der Schweiz werden durch internationale Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran verursacht, die die Rohstoffmärkte beeinflussen.
Wie verwaltet man die variablen Kosten für Asphaltarbeit in einem internationalen Instabilitätskontext für einen Grenzarbeiter zwischen der Schweiz und Italien?
Eine Grenze kann die Risiken durch die Diversifizierung von Lieferanten, die Optimierung von Verträgen mit Preisanpassungsklauseln und die Erkundung regionaler Anreize sowohl in der Schweiz als auch in Italien mildern.
Welche Auswirkungen haben internationale Spannungen bei Vertragsverträgen zwischen der Schweiz und Italien?
Internationale Spannungen, wie der Konflikt in der Ukraine, ermöglichen es, öffentliche Aufträge in Gegenwart von Ursachen höherer Gewalt zu ändern, nach dem europäischen und italienischen Recht, die Anpassung der Kosten und des Timings ohne die Einführung von Sanktionen zu ermöglichen.

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