Castasegna: Der alte Zoll zum Verkauf beunruhigt Bergell (Grenzgänger-Leitfaden)

Der Bund hat den alten Zoll von Castasegna zum Verkauf angeboten. Die Gemeinde Bergell setzt sich mit Chur dafür ein, den Verlust der eidgenössischen Präsenz zu vermeiden.
Kontext
In Kürze
- Der Bund hat den alten Zoll von Castasegna zum Verkauf angeboten.
- Der Preis wurde von Bern noch nicht veröffentlicht.
- Die Gemeinde Bergell hat Chur um Hilfe gebeten.
- Das Gebäude wurde 1860 erbaut und im Laufe der Zeit erweitert.
- Was: Verkauf des alten Zolls von Castasegna durch den Bund
- Wann: Nachrichten, die im August 2026 verbreitet wurden, mit Treffen, die nach dem Sommer geplant sind
- Wo: Castasegna, Bergell, Kanton Graubünden
- Wer: Gemeinde Bergell, Bürgermeister Fernando Giovanoli, Bund, Kanton, Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit
- Betrag: Preis noch nicht von Bern angegeben
Die Gemeinde Bergell widersetzt sich der Aussicht, den alten Zoll von Castasegna zu verlieren, eines der letzten unnötigen Zollgebäude, das der Bund beschlossen hat, mit der Absicht, mit dem Verkauf fortzufahren, auf den Markt zu bringen. Die Nachricht mobilisierte die lokalen Behörden, die über den Rückgang der staatlichen und bundesstaatlichen Präsenz im Tal besorgt waren. Vor dem öffentlichen Vorgehen hat sich Bern direkt an die Gemeinde und den Kanton gewandt, um ein allfälliges institutionelles Interesse am Kauf zu prüfen. Angesichts dieses Schrittes hat die Bergell-Gemeindeverwaltung sofort aktiv geworden und in Chur um Unterstützung und Koordination gebeten. Bürgermeister Fernando Giovanoli betonte in einem diesbezüglichen Interview, dass die Angelegenheit weit über die vier Wände des Gebäudes in der Nähe der Grenze hinausgeht.
Operative Details
Der Bundesbeschluss, Immobilienvermögen zu veräußern, das für die direkten Zollaktivitäten nicht mehr benötigt wird, wirft Fragen nach den langfristigen Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Präsenz von öffentlichem Personal in den Alpentälern auf. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung von Bergell stellt der Verkauf von historischen Immobilien dieser Art oft einen ersten Schritt dar, der zu einem allmählichen Abbau von Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich in der Region führen könnte. Oft wird begründet, dass in Ermangelung geeigneter Wohn- oder Wohnräume keine Personen daran interessiert sind, bestimmte öffentliche Ämter in dezentralen Gebieten zu besetzen. Aus diesem Grund wies der Bürgermeister auf die strategische Bedeutung hin, dass der Kanton oder der Bund das Eigentum an Gebäuden behält, die es der Polizei und dem Grenzschutz ermöglichen, ihre Betriebs- und Überwachungsaufgaben regelmässig wahrzunehmen.
Zukünftige Szenarien und alternative Bestimmungsorte der Räume
Nach der Sommerpause ist ein offizielles Treffen zwischen der Gemeinde Bergell und Vertretern des Kantons Graubünden geplant, um das weitere Vorgehen zu bewerten und eine gemeinsame Strategie für die Bewirtschaftung der Liegenschaft festzulegen. Wenn das Gebäude nicht in öffentlichen Händen bleibt und die Option des institutionellen Kaufs endgültig ausläuft, wünscht die lokale Verwaltung, dass die Räume umgebaut werden, um auf die in der Region festgestellten Wohnungsmängel zu reagieren.
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Wichtige Punkte
Die Geschichte des alten Zollhauses in Castasegna zeigt die Delikatesse der Verfahren zur Abwicklung des öffentlichen Immobilienvermögens in den peripheren Schweizer Regionen, wo jedes Gebäude ein Vorspann der Souveränität und Kontinuität der Dienstleistungen darstellt. Die lokale Bevölkerung und die lokalen Verwaltungen beobachten weiterhin die Entwicklung der Verwaltungsverhältnisse, während sie auf den direkten Vergleich zwischen dem Municipio und dem Kanton warten, der unmittelbar nach der Sommerzeit stattfinden wird. Die Bewertungen werden sich von der Möglichkeit eines gemeinsamen öffentlichen Eingreifens zur Erhaltung des Gebäudes im Staatsbesitz bis hin zur Analyse alternativer Vorschläge für die städtebauliche und Wohnungsbebauung der bestehenden Volumina erstrecken, wobei die Besonderheiten des Immobilienmarktes in der Val Bregaglia im Vergleich zu anderen benachbarten alpinen Regionen berücksichtigt werden müssen, die stärker von spekulativen Druckmomente belastet sind.
Quelle: rsi.ch
Häufig gestellte Fragen
- Warum wurde der alte Zoll von Castasegna zum Verkauf angeboten?
- Der Bund hat beschlossen, den alten Zoll von Castasegna auf den Markt zu bringen, da das Gebäude für die derzeitigen Zolltätigkeiten nicht mehr als notwendig erachtet wird und Teil des Plans zur Veräußerung von Bundesimmobilien ist, die nicht mehr unverzichtbar sind.
- Wer hat die Immobilie zum Verkauf angeboten und wie hoch ist der Preis?
- Die Liegenschaft wurde vom Bund über das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit zum Verkauf angeboten. Der Verkaufspreis wurde noch nicht von Bern veröffentlicht, das zuvor die Gemeinde und den Kanton befragt hat.
- Was sind die Anliegen der Gemeinde Bergell?
- Die Gemeinde befürchtet den Verlust der Präsenz von Bund und Kantonen im Tal und befürchtet, dass der Verkauf der Immobilie zu einem Stellenabbau führen und die Präsenz von Polizei und Kantonspolizei schwächen könnte.
- Welche alternativen Nutzungen werden in Betracht gezogen, wenn das Gebäude nicht öffentlich bleibt?
- Sollte das Gebäude nicht in öffentlichen Händen bleiben, wünscht sich Bürgermeister Fernando Giovanoli, dass die Räume als Wohnungen genutzt werden, um die lokale Knappheit zu bewältigen und Spekulationen wie im Engadin zu vermeiden oder in Hotelzimmer umzuwandeln.