13. AVS, Mischfinanzierung (Grenzgänger-Leitfaden)

Der Ständerat verabschiedet den Vorschlag der Einigungskonferenz. Weitere Entscheidungen zu elektronischen Rezepten und Schutz für adoptierende Mütter. Hier sind die Auswirkungen für Grenzgänger in der Region Ticino.

Contesto

In Kürze - AHV: Ständerat stimmt gemischter Finanzierung der 13. AHV-Rente zu - Elektronische Rezepte: auf dem Weg zur Pflicht - Adoptivmütter: Kündigungsschutz wie für leibliche Mütter - Bilaterale III: Diskussion über doppeltes Mehr verschoben ## Schlüsselfakten - Was: Ständerat genehmigt Vorschlag zur Finanzierung der 13. AHV-Rente - Wann: Donnerstag, Parlamentssitzung - Wo: Bundeshaus, Bern - Wer: Ständerat, Einigungskonferenz - Betrag: noch nicht festgelegt - Weitere Entscheidungen: elektronische Rezepte, Verschuldung, Adoptivmütter - Kanton mit Initiative: Tessin (Initiative zum Schutz von Adoptivmüttern) Am Donnerstag, ein kurzer, aber intensiver Tag für die eidgenössischen Räte. Der Ständerat hat die Vorschläge der Einigungskonferenz für eine gemischte Finanzierung der 13. AHV-Rente angenommen. Ein erwarteter Entscheid, der nun zur Schlussabstimmung an den Nationalrat geht. Die Sitzung behandelte auch andere wichtige Dossiers. Im Gesundheitsbereich diskutierte der Ständerat die obligatorische Einführung elektronischer Rezepte und änderte das Bundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte. Ziel: mehr Digitalisierung und Sicherheit für Patienten. Der Nationalrat seinerseits beseitigte die letzte Differenz mit dem Ständerat in Sachen Verschuldung. Überschuldete Personen können nun durch Konkurserklärung ihre Schulden tilgen – eine konkrete zweite Chance. Ebenfalls nahm der Nationalrat eine Initiative des Kantons Tessin an: Auch Adoptivmütter sollen vor Kündigung geschützt werden, gleich wie leibliche Mütter. Derzeit schützt das Gesetz den Arbeitsplatz nur während der Schwangerschaft und in den 16 Wochen nach der Geburt, für Adoptiveltern gab es jedoch keinen Schutz. Die zuständige Kommission muss nun einen Gesetzesentwurf ausarbeiten. Schließlich wurde di...

Dettagli operativi

Praktische Auswirkungen für Grenzgänger im Tessin Der Vorschlag zur gemischten Finanzierung der 13. AHV-Rente wirft, obwohl operative Details noch fehlen, konkrete Fragen für Grenzgänger auf. Aktuell wird die erste Säule durch Lohnbeiträge (8,7 % zu gleichen Teilen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber allein für die AHV) sowie durch einen Beitrag des Bundes finanziert. Die Einführung einer 13. Monatsrente, die vom Volk angenommen wurde, erfordert zusätzliche Mittel. Eine gemischte Finanzierung könnte eine Erhöhung der Lohnbeiträge mit einer Anhebung der Mehrwertsteuer kombinieren, wie bereits in der Vergangenheit angedeutet. Für einen Grenzgänger, der sein Gehalt in Franken bezieht, würde eine Erhöhung der AHV-Beiträge eine Reduzierung des monatlichen Nettoverdienstes bedeuten, während eine Anhebung der Mehrwertsteuer die Kaufkraft bei Konsumgütern in der Schweiz beeinträchtigen würde. Im Gesundheitsbereich wird die Verpflichtung zum elektronischen Rezept – sobald diese operativ ist – direkte Auswirkungen auf Grenzgänger haben, die bei der KVG versichert sind. Viele Grenzgänger behalten heute die Schweizer Krankenversicherung; die Digitalisierung verspricht, den Verschreibungs- und Rückerstattungsprozess zu straffen, indem Papierdokumente eliminiert und das Fehlerrisiko reduziert werden. Es wird jedoch entscheidend sein, die Kompatibilität mit den IT-Systemen von Apotheken und Ärzten in Grenznähe zu prüfen, die häufig von Grenzgängern aufgesucht werden. Der Schutz für Adoptivmütter schliesslich schliesst eine Gesetzeslücke. Ein Grenzgänger, der ein Kind adoptiert, kann künftig auf denselben Kündigungsschutz zählen, der auch für leibliche Mütter vorgesehen ist, wodurch das Risiko vermieden wird, den Arbeitsplatz gerade in einem Moment grösster wirtschaftlicher Stabilitäts...

Punti chiave

Was jetzt zu tun ist: Konkrete Schritte für Grenzgänger Während das Parlament die Einzelheiten der Finanzierung der 13. AHV-Rente festlegt und die anderen Massnahmen in Kraft treten, hier einige praktische Schritte für Grenzgänger. ### 1. Den Gesetzgebungsprozess verfolgen Das Dossier zur 13. AHV-Rente wird derzeit vom Nationalrat geprüft. Die endgültige Genehmigung könnte bis zur Sommersession erfolgen. Es ist sinnvoll, die Aktualisierungen über die offiziellen Kanäle des Parlaments oder die Pressemitteilungen des EDI zu verfolgen. Sobald der Finanzierungsmechanismus festgelegt ist, lässt sich die Auswirkung auf den Lohn genau berechnen. ### 2. Den eigenen AHV-Status überprüfen Jeder Grenzgänger hat einen AHV-Kontoauszug, der die einbezahlten Beiträge zusammenfasst. Diesen anzufordern (über die zuständige Ausgleichskasse) ermöglicht es zu überprüfen, ob alle Arbeitszeiten in der Schweiz korrekt erfasst sind. Künftig wird die 13. AHV-Rente den Rentenbetrag erhöhen, jedoch nur für diejenigen mit einer vollständigen Beitragskarriere. ### 3. Die Pensionsplanung aktualisieren Die Einführung der 13. AHV-Monatsrente verändert die Berechnung der künftigen Rente. Es ist ratsam, die eigene Vorsorgestrategie zu überprüfen und gegebenenfalls mit einer Säule 3a zu ergänzen, um allfällige Lücken zu schliessen. Unser Rentenrechner kann helfen, die Höhe der erwarteten Rente zu schätzen. ### 4. Sich auf das elektronische Rezept vorbereiten Wenn man über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) versichert ist, sollte man sich bei seiner Krankenkasse über die Einführung des digitalen Rezepts und die Zugangsmodalitäten informieren. Möglicherweise muss eine digitale Identität (wie SwissID) aktiviert werden, um die Verschreibungen online zu verwalten. ### 5. Die neuen Rechte...

Punti chiave

[{"q":"Was ist die 13. AVS?","a":"Es handelt sich um eine zusätzliche Monatsrente der Alters- und Überlebensversorgung (AVS), die vom schweizerischen Volk genehmigt wurde und einmal jährlich an Pensionierte ausbezahlt wird. Derzeit wird das Finanzierungskonzept im Parlament diskutiert."},{"q":"Wann tritt die 13. AVS in Kraft?","a":"Das Inkrafttreten ist noch nicht festgelegt. Es hängt von der endgültigen Genehmigung der Finanzierung durch die Bundesversammlung und den technischen Umsetzungszeiten ab."},{"q":"Werden elektronische Rezepte für alle verpflichtend?","a":"Gemäß der von den Ständen genehmigten Änderung könnten elektronische Rezepte verpflichtend werden, jedoch liegt die endgültige Entscheidung beim Nationalrat und ein Übergangszeitraum ist vorgesehen."},{"q":"Gilt der Schutz für Adoptivmütter auch für Grenzarbeiter?","a":"Ja, sobald das Gesetz in Kraft tritt, gilt es für alle Arbeitnehmerinnen in der Schweiz, einschließlich Grenzarbeiterinnen. Der Schutz vor Entlassung beginnt ab dem Zeitpunkt der Adoption."}]

Häufig gestellte Fragen
Was ist die 13. AVS?
Es handelt sich um eine zusätzliche Monatsrente der Alters- und Überlebensversorgung (AVS), die vom schweizerischen Volk genehmigt wurde und einmal jährlich an Pensionierte ausbezahlt wird. Derzeit wird das Finanzierungskonzept im Parlament diskutiert.
Wann tritt die 13. AVS in Kraft?
Das Inkrafttreten ist noch nicht festgelegt. Es hängt von der endgültigen Genehmigung der Finanzierung durch die Bundesversammlung und den technischen Umsetzungszeiten ab.
Werden elektronische Rezepte für alle verpflichtend?
Gemäß der von den Ständen genehmigten Änderung könnten elektronische Rezepte verpflichtend werden, jedoch liegt die endgültige Entscheidung beim Nationalrat und ein Übergangszeitraum ist vorgesehen.
Gilt der Schutz für Adoptivmütter auch für Grenzarbeiter?
Ja, sobald das Gesetz in Kraft tritt, gilt es für alle Arbeitnehmerinnen in der Schweiz, einschließlich Grenzarbeiterinnen. Der Schutz vor Entlassung beginnt ab dem Zeitpunkt der Adoption.

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