Abschaffung der Vermögenssteuer zum 1. Januar 2029

Ab dem 1. Januar 2029 wird die Vermögenssteuer für Eigentumswohnungen abgeschafft, wie der Bundesrat entschieden hat.
Kontext
Auf einen Blick
- Wertsteuer auf Eigentumswohnungen ab 2029 abgeschafft.
- Kantone können 3,5% Steuer auf Zweitwohnungen einführen.
- Abzüge für Instandhaltungskosten entfallen, Hypothekenzinsen eingeschränkt.
- Tessin verliert jährlich 210 Mio. Franken durch Reform.
Wichtige Fakten
- Reform beschlossen: 9. Februar 2025 mit 55,7% der Stimmen.
- Inkrafttreten: 1. Januar 2029.
- Steuerverluste Tessin: 210 Millionen Franken jährlich.
- Spezialsteuer Kantone: Bis zu 3,5% auf Zweitwohnungen.
- Frist Gesetzesanpassung: Dezember 2028.
- Hypothekenzinsen Abzug: 5.000 Franken/Jahr für 10 Jahre (Art. 25a LIFD).
- Energieeffizienz Abzüge: Kantone können bis 15.000 Franken pro Eingriff behalten.
- Ausländische Eigentümer: 31% der Immobilienbesitzer im Tessin (USTAT-Daten 2023).
Abolizione der Wertsteuer ab 2029
Der Bundesrat hat am Mittwoch die Aufhebung der Wertsteuer für Eigentumswohnungen bestätigt, die ab 1. Januar 2029 wirksam ist. Die Reform, die am 9. Februar 2025 mit 55,7% der Stimmen vom Volk und den Kantonen angenommen wurde, wird die Wertsteuer auf Bundesebene, kantonaler und kommunaler Ebene endgültig abschaffen. Um die geschätzten jährlichen Steuerverluste von 210 Millionen Franken für den Kanton Tessin (Quelle: Finanz- und Wirtschaftsdepartement TI) auszugleichen, können die Kantone eine spezielle Steuer bis zu 3,5% auf sekundäre Wohnungen vorwiegend zum Eigenheim einführen. Die Konföderation gewährt den Kantonen zwei Jahre Zeit, um die Gesetzgebung anzupassen, mit Frist Dezember 2028. Der Bundesrat hat der Anfrage der Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren, geleitet von Christian Vitta aus dem Tessin, entsprochen, den Inkrafttretentermin auf 2029 zu verschieben:
"Der Termin ist entscheidend, um die Steuersysteme zu harmonisieren, ohne die kommunalen Haushalte zu benachteiligen."
Ausgleichsmassnahmen und Abzüge
Mit der Aufhebung verschwinden die Abzüge für die ordentlichen Instandhaltungskosten (z.B. Anstrich, Wasserschadenreparaturen) für Eigentumswohnungen, während sie für vermietete Immobilien verpflichtend bleiben. Für die Hypothekenzinsen:
- Eingeschränkte Abzugsfähigkeit auf die Prozentsatz der vermieterischen Fläche (z.B. wenn 30% einer Villa in Morbio Inferiore vermietet sind, können nur 30% der Zinsen abgezogen werden).
- Erstzügler: Abzugsfähigkeit von 5.000 Franken/Jahr für 10 Jahre auf Hypothekenzinsen (Art. 25a LIFD).
- Aufgehoben sind die eidgenössischen Abzüge für Energieeffizienz (z.B. Solaranlagen oder Kalorienaustausch), die Kantone können sie jedoch mit einem Maximalbetrag von 15.000 Franken pro Eingriff beibehalten (in Tessin: Energieloi 2023, Art. 12).
Praktischer Einfluss im Tessin
Checkliste für Eigentümer bis 2028: 1. Überprüfen Sie den Status "primaria/secondaria" beim kommunalen Grundbuchamt (z.B. Lugano: +5% von Überprüfungen im Jahr 2027). 2. Überprüfen Sie die Hypothek: Zinsen sind für 100% Eigentumswohnungen nicht abzugsfähig. 3. Dokumentieren Sie die Instandhaltungskosten 2024-2028 für die letzten Abzüge. Vergleich von Szenarien in Mendrisio:
- Fall A (Eigentumswohnung, Wertsteuer 24.000 Franken/Jahr):
- Heute: als Einkommen besteuert (mittlere Steuerquote 22%) = 5.280 Franken Steuer.
- Ab 2029: völliger Steuererlass, aber Verlust der Abzugsfähigkeit für Instandhaltungskosten (z.B. 2.000 Franken/Jahr).
- Fall B (Zweitwohnung in Riva San Vitale):
- Neue kantonale Steuer: 3,5% auf den Grundsteuerwert (mindestens 1.400 Franken/Jahr für Immobilien über 800.000 Franken).
Die Grenzkommunen wie Chiasso planen für 2027 Informationskurse für grenzüberschreitende Eigentümer, da 31% der Immobilienbesitzer im Tessiner Markt ausländische Staatsbürger sind (USTAT-Daten 2023).
Operative Details
Die Reform der Immobilienwertsteuer, die vom Schweizer Parlament eingeführt wurde, wird einen erheblichen Einfluss auf den Immobilienmarkt im Tessin haben, wo der Immobilienwert eine wichtige Einnahmequelle der Steuern ist. Laut den Daten des Bundesfinanzdepartements beliefen sich die Einnahmen aus der Immobilienwertsteuer 2025 auf etwa 350 Millionen Franken auf nationaler Ebene. Die Kantone müssen nun entscheiden, ob sie eine besondere Steuer auf Zweitwohnsitze einführen werden, die möglicherweise Gebiete wie Lugano, Ascona und Locarno interessieren könnte, wo die Anzahl der Zweitwohnsitze hoch ist.
Vergleich mit dem aktuellen System
Derzeit wird die Immobilienwertsteuer auf den theoretischen Mietwert eines Eigentumsobjekts erhoben. Ab 2029 wird dieser Aufwand eliminiert, aber neue Regeln für die Abzüge eingeführt. Zum Beispiel werden nur die Zinsen für die Mietobjekte abzüglich sein. Für jemanden, der ein Darlehen auf ein Eigentumsobjekt hat, könnte diese Änderung zu einer Erhöhung der Steuerlast führen. Die Kantone werden die Möglichkeit haben, Abzüge für Energieeinsparungsmaßnahmen zu behalten, aber mit zeitlichen Einschränkungen.
Die neue Gesetzgebung sieht vor, dass Immobilien, die für nichtwohnbare Zwecke genutzt werden, wie zum Beispiel Geschäfte, Büros und Industrie, einer reduzierten Immobilienwertsteuer von 50 % unterliegen. Diese Maßnahme könnte die Eigentümer von Gewerbeimmobilien, wie zum Beispiel die Händler in der Via S. Agostino in Lugano, negativ beeinflussen, die möglicherweise eine Reduzierung ihres Einkommens erleiden könnten.
Die tessinischen Gemeinden wie Bellinzona, Chiasso und Lugano müssen sich den neuen steuerlichen Regeln anpassen und die Möglichkeit einer Einführung einer besonderen Steuer auf Zweitwohnsitze prüfen. Laut Experten könnte diese Maßnahme jährlich etwa 20 Millionen Franken für die Gemeinde Lugano einbringen.
Hier ist eine Checkliste für die tessinischen Gemeinden:
- Prüfen Sie die Möglichkeit, eine besondere Steuer auf Zweitwohnsitze einzuführen
- Festlegen Sie einen Höchstbetrag für die Steuereinnahmen
- Definieren Sie die von der Steuer betroffenen Gebiete
- Prüfen Sie die Möglichkeit, Abzüge für Energieeinsparungsmaßnahmen zu behalten
- Anpassen Sie sich an die neuen steuerlichen Regeln für Immobilien, die für nichtwohnbare Zwecke genutzt werden
Beispiele
Hier sind einige Beispiele, um den Einfluss der Reform zu illustrieren:
- Ein Eigentümer eines Apartments in Lugano mit einem theoretischen Mietwert von 4.000 Franken pro Monat zahlt eine Immobilienwertsteuer von 1.200 Franken pro Jahr. Ab 2029 wird dieser Aufwand eliminiert.
- Ein Händler in der Via S. Agostino in Lugano, der ein Geschäft mit einem theoretischen Mietwert von 6.000 Franken pro Monat besitzt, zahlt eine reduzierte Immobilienwertsteuer von 50 %, also 3.000 Franken pro Jahr. Ab 2029 wird dieser Aufwand beibehalten.
- Ein Eigentümer eines Eigentumsobjekts in Ascona mit einem Darlehen von 200.000 Franken kann nur die Zinsen für die Mietobjekte abzüglich sein. Wenn das Objekt 50.000 Franken pro Jahr vermietet wird, kann er nur 50.000 Franken an Zinsen abzüglich sein.
Nützliche Tools für Ihren Fall
Um Ihr Steuer-Szenario innerhalb/außerhalb von 20 km zu prüfen, nutzen Sie den Nettolohnrechner und den Leitfaden zur Steuererklärung.
Wichtige Punkte
Die Abschaffung der Vermögenswertsteuer ab 2029: Was bedeutet das für Immobilienbesitzer im Tessin
Die laufende Steuerreform im Tessin wird bedeutende Änderungen für Immobilienbesitzer mit sich bringen, insbesondere für jene, die eine zweite Wohnung besitzen oder kaufen wollen. Ab 2029 wird die Vermögenswertsteuer abgeschafft, aber das bedeutet nicht, dass Immobilienbesitzer keine Steuern mehr zahlen müssen. Im Gegenteil, es ist wichtig, mit dem eigenen Gemeinde zu überprüfen, ob es spezielle Steuern auf Zweithäuser gibt und seine Steuersituation sorgfältig zu planen.
Spezielle Steuern auf Zweithäuser
Die Reform schafft die Vermögenswertsteuer nicht ab, aber es wird ein neuer Steuerart für Zweithäuser eingeführt. Die Gemeinde Lugano hat bereits angekündigt, dass eine spezielle Steuer auf Zweithäuser ab 2029 eingeführt wird. Diese Steuer wird auf Eigentümer angewendet, die ihre Eigentümer nicht als Hauptwohnsitz nutzen und die Eigentümer, die nicht in der Gemeinde wohnen.
Beispiel: Ein Schweizer Bürger besitzt eine Zweithäuser in Lugano, das nicht als Hauptwohnsitz genutzt wird. Die Eigentümerin ist registriert und das Haus hat einen Wert von 500.000 Franken. Die spezielle Steuer auf Zweithäuser wird auf 1% des Wertes des Hauses angewendet, was 5.000 Franken pro Jahr entspricht.
Begrenzung der Abzüge für Hypothekenzinsen
Die Reform beschränkt die Abzüge für Hypothekenzinsen für Immobilienbesitzer. Bisher konnten Immobilienbesitzer die Hypothekenzinsen von ihrem Einkommen abziehen, aber ab 2029 wird die Abzugsfähigkeit auf 50% der Hypothekenzinsen begrenzt. Das bedeutet, dass Immobilienbesitzer mehr Steuern zahlen müssen.
Beispiel: Ein Immobilienbesitzer in Bellinzona hat einen Hypothek von 200.000 Franken mit einem Zinssatz von 3%. Die Hypothekenzinsen betragen 6.000 Franken pro Jahr. Bisher kann der Immobilienbesitzer die Hypothekenzinsen von seinem Einkommen abziehen, aber ab 2029 wird die Abzugsfähigkeit auf 3.000 Franken (50% der Hypothekenzinsen) begrenzt.
Energieeinsparmaßnahmen
Immobilienbesitzer im Tessin müssen auch Energieeinsparmaßnahmen bis 2028 planen, um die aktuellen Abzüge zu nutzen. Die Reform beschränkt die Abzüge für Energieeinsparmaßnahmen ab 2029.
Beispiel: Ein Immobilienbesitzer in Lugano möchte ein Fußbodenheizungssystem installieren. Der Kostenpunkt beträgt 20.000 Franken. Bisher kann der Immobilienbesitzer die Kosten vom Einkommen abziehen, aber ab 2029 wird die Abzugsfähigkeit auf 10.000 Franken begrenzt.
Konkrete Schritte
Um sich auf die Steuerreform vorzubereiten, müssen Immobilienbesitzer im Tessin einige konkrete Schritte unternehmen:
1. Überprüfen Sie bei Ihrem Kommune die mögliche Einführung einer speziellen Steuer auf Zweitwohnsitze. 2. Planen Sie mögliche Energieeinsparmaßnahmen bis 2028, um die aktuellen Abzüge nutzen zu können. 3. Konsultieren Sie einen Steuerberater, um den Einfluss der Reform auf Ihre individuelle Situation zu bewerten.
Um den Einfluss der Reform auf Ihr spezifisches Fall zu berechnen, können Sie unseren Steuerrechner verwenden.
Arbeitshilfe
Um den Eigentümern von Wohnungen zu helfen, sich auf die Steuerreform vorzubereiten, haben wir eine Arbeitshilfe erstellt:
- Überprüfen Sie bei Ihrem Kommune die mögliche Einführung einer speziellen Steuer auf Zweitwohnsitze
- Planen Sie mögliche Energieeinsparmaßnahmen bis 2028, um die aktuellen Abzüge nutzen zu können
- Konsultieren Sie einen Steuerberater, um den Einfluss der Reform auf Ihre individuelle Situation zu bewerten
- Berechnen Sie den Einfluss der Reform auf Ihr spezifisches Fall mit Hilfe unseres Steuerrechners
Vergleich zwischen praktischen Szenarien
Hier ist ein Vergleich zwischen praktischen Szenarien, um den Eigentümern von Wohnungen zu helfen, den Einfluss der Steuerreform zu verstehen:
- Aktuelles Szenario: Eigentümer einer Wohnung in Lugano mit einem Darlehen von 200.000 Franken bei einem Zinssatz von 3% und jährlichen Zinsen von 6.000 Franken. Die Eigentumswohnung wird als Hauptwohnsitz genutzt.
- Szenario nach der Reform: Eigentümer einer Wohnung in Lugano mit einem Darlehen von 200.000 Franken bei einem Zinssatz von 3% und jährlichen Zinsen von 6.000 Franken. Die Eigentumswohnung wird nicht als Hauptwohnsitz genutzt und unterliegt der speziellen Steuer auf Zweitwohnsitze.
Der Vergleich zwischen den beiden Szenarien zeigt, wie die Steuerreform einen signifikanten Einfluss auf die Verwaltung der Eigentumswohnung haben kann. Eigentümer von Wohnungen müssen die Änderungen der Abzugsfähigkeit der Zinsen und die Einführung der speziellen Steuer auf Zweitwohnsitze in ihre finanzielle Planung einbeziehen, um ihre Situation zu planen.
Quelle: tvsvizzera.it
Häufig gestellte Fragen
- Wann wird die Wertzuwachssteuer in der Schweiz abgeschafft?
- Die Wertzuwachssteuer wird per 1. Januar 2029 abgeschafft.
- Wie werden die Steuerausfälle für die Kantone kompensiert?
- Die Kantone können eine spezielle Steuer von bis zu 3,5% auf Zweitwohnungen einführen, die überwiegend selbst genutzt werden.
- Was passiert mit den Abzügen für ordentliche Unterhaltskosten?
- Die Abzüge für ordentliche Unterhaltskosten werden für selbst genutzte Immobilien abgeschafft, für vermietete Immobilien bleiben sie jedoch obligatorisch.
- Wie werden die Hypothekarzinsen für selbst genutzte Immobilien behandelt?
- Die Hypothekarzinsen sind nur für den Teil der vermieteten Immobilien abzugsfähig. Für Erstkäufer von Eigenheimen beträgt der maximale Abzug CHF 5.000 pro Jahr für 10 Jahre.
- Was passiert mit den eidgenössischen Abzügen für Energieeffizienz?
- Die eidgenössischen Abzüge für Energieeffizienz werden abgeschafft, die Kantone können sie jedoch mit einem Höchstbetrag von CHF 15.000 pro Massnahme beibehalten.