Weg mit den Kursen A und B: Die Tessiner Mittelschule ändert sich ab 2026 (Grenzgänger-Leitfaden)

Der Staatsrat hat entschieden: Ab 2026 gibt es keine Aufteilung in Leistungsniveaus mehr für Deutsch und Mathematik. Alle Mittelschulen des Kantons Tessin führen das neue System ein, nachdem es an sechs Instituten erprobt wurde.

Contesto

Auf einen Blick - Kurse A und B in Deutsch und Mathematik werden 2026 abgeschafft. - Inklusiver Unterricht für alle Schüler in Deutsch und Mathematik. - Französisch bleibt mit Kursen A und B, basierend auf Sprachniveau. ## Wichtige Fakten - Kanton: Tessin - Änderung ab: 2026 - Betroffene Schüler: Rund 12.000 - Fortbildungskosten: 2,5 Millionen Franken (2026-2029) - Lehrmaterialkosten: 1,8 Millionen Franken (erstes Jahr) - Sprachtest: Obligatorisch zu Beginn des Schuljahres für Französisch - Unterstützungsverhältnis: Maximal 1:5 für Schüler mit besonderen Bedürfnissen - Präsentation: 26. März 2026, Palazzo delle Orsoline, Bellinzona Der Kanton Tessin radikalisiert sein Mittelstufen-Schulsystem. Ab 2026 verschwinden die Kurse A und B in Deutsch und Mathematik; sie werden durch einen inklusiven Unterricht für alle Lernenden ersetzt. Der Entscheid fällt nach zweijährigen Erprobungen an sechs Mittelschulen: Ambrì, Acquarossa, Bellinzona 2, Massagno, Caslano und Chiasso. Die offizielle Präsentation der Resultate fand heute im Palazzo delle Orsoline in Bellinzona statt mit Marina Carobbio Guscetti (Direktorin des Departements Bildung, Kultur und Sport), Tiziana Zaninelli (Leiterin Sektion Mittelstufe) und Stefania Crameri von der Pädagogischen Hochschule Graubünden, die die Erprobung begleitet hat. Das neue Modell hebt die Trennung der Lernenden nach Leistungsniveau auf, lässt aber Unterschiede im Französischprogramm bestehen. Die Kurse A und B bleiben nur in diesem Fach erhalten, während Deutsch und Mathematik einen einheitlichen Lernweg für alle bieten, mit differenzierten Methoden innerhalb derselben Klasse. Lehrpersonen müssen ihre Methoden an unterschiedliche Niveaus anpassen und dabei die Klasse als Ganzes zusammenhalten. Die Entscheidung bedeutet eine kulturelle Re...

Dettagli operativi

Der Übergang vom getrennten zum inklusiven System wird schrittweise erfolgen. Der Bundesrat hat bereits den Bericht für die allgemeine Einführung in allen Mittelschulen des Kantons vorbereitet, der in der nächsten parlamentarischen Periode diskutiert werden wird. Die vorgesehenen Zeiträume sind die folgenden: - Schuljahr 2026/2027: Einführung des neuen Systems in allen ersten Mittelschulen - Schuljahr 2027/2028: Ausweitung auf zweite Mittelschulen - Schuljahr 2028/2029: Vollständige Umsetzung in allen Klassen Für die Lehrer werden Fortbildungsveranstaltungen organisiert. Das DECS hat 120 Stunden Fortbildung für Lehrer vorgesehen, mit Schwerpunkt auf inklusiver Unterricht und differenzierten Methoden. Die Kosten für die Fortbildung werden auf etwa 2,5 Millionen Franken für das Dreijahreszeitraum 2026-2029 geschätzt. Das Bewertungssystem wird vollständig geändert. Anstelle von Zahlenwerten erhalten die Schüler beschreibende Bewertungen, die den erreichten Kompetenzbereich in jedem Bereich anzeigen. Die Familien erhalten Zugriff auf eine digitale Plattform, über die sie den Fortschritt ihres Kindes mit wöchentlichen Aktualisierungen verfolgen können. Bezüglich Französisch bleibt die Einteilung in Kurse A und B aktiv. Kurs A ist für Schüler mit einer soliden Grundlage in der Sprache, während Kurs B für Schüler mit einem Null- oder einem bedeutenden Defizit in der Sprache vorgesehen ist. Die Wahl zwischen den beiden Kursen erfolgt am Anfang des Schuljahres durch einen obligatorischen Sprachniveau-Test. Die Schulen müssen sich mit neuen Lehrmaterialien ausstatten. Der vorgesehene Budget für Lehrbücher und digitale Ressourcen beträgt 1,8 Millionen Franken für das erste Jahr, mit jährlichen Anpassungen von etwa 300.000 Franken. Kleine Gemeinden können zusätzliche Zuschüsse...

Punti chiave

Für Grenzgänger-Familien gibt es praktische Aspekte zu beachten. Wenn Ihr Kind eine Mittelschule im Tessin besucht, sollten Sie sich auf diese Änderungen einstellen: 📋 Was sich für Sie ändert: 1. Informationsveranstaltungen: Die Schulen organisieren zwischen Mai und Juni 2026 Treffen, um das neue System zu erklären 2. Dokumentation: Sie erhalten eine Leitfaden in einfachem Italienisch mit den neuen Bewertungsmodalitäten 3. Plattform-Zugang: Sie erhalten Zugangsdaten, um den Fortschritt Ihres Kindes zu verfolgen 4. Sprachunterstützung: Wenn Sie Schwierigkeiten mit Italienisch haben, können Sie einen Dolmetscher für die Treffen anfordern 💡 Nützliche Tipps: - Nehmen Sie an Elternabenden teil: Der Dialog mit den Lehrkräften ist entscheidend, um zu verstehen, wie sich Ihr Kind anpasst - Überprüfen Sie regelmässig die digitale Plattform: Die Lehrkräfte aktualisieren wöchentlich, warten Sie nicht auf den Zeugnistag - Erstellen Sie eine WhatsApp-Gruppe mit anderen Eltern: Erfahrungen austauschen hilft zu verstehen, ob Schwierigkeiten individuell oder gemeinsam sind - Wenn Sie in der Schweiz arbeiten und Grenzgänger sind, informieren Sie Ihren Arbeitgeber: Es könnte Bewilligungen geben, um an Elternabenden während der Arbeitszeit teilzunehmen 🔄 Häufige Fragen: F: Mein Kind war im Mathematik-Kurs B, was passiert jetzt? A: Es kommt in eine gemeinsame Klasse, wo der Lehrer verschiedene Methoden für jeden Schüler verwendet. Es könnte einfachere Übungen erhalten oder spezielle Unterstützung während des Unterrichts. F: Es gibt keine Noten mehr, wie verstehe ich, ob es besser wird? A: Die Plattform zeigt den Verlauf mit farbigen Indikatoren (Grün=Kompetenz erreicht, Gelb=auf dem Weg, Rot=muss gefestigt werden). Sie können auch die erledigten Aufgaben und detaillierte Kommentare...

Punti chiave

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Häufig gestellte Fragen
Was passiert mit dem System der Bewertung von Ticinos Mittelschulen?
Zahlreiche Stimmen werden durch beschreibende Bewertungen ersetzt, die das Kompetenzniveau in jedem Bereich angeben.
Wann wird die Ausbildung für Lehrer auf dem neuen Bildungssystem beginnen?
Die Ausbildung beginnt vor der Einführung des neuen Systems im Jahr 2026 mit einem 120-Stunden-Trainingsplan pro Lehrer in den drei Jahren 2026-2029.
Wie wird das neue Inklusivsystem die Studienmöglichkeiten mit speziellen Bildungsbedürfnissen beeinflussen?
Das neue System bietet die Aufnahme von Förderlehrern in Klassen, mit einem maximalen Verhältnis von 1 alle 5 Studenten mit Zertifizierung, eine gezieltere und inklusive Unterstützung für Studenten mit besonderen Bedürfnissen.

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