Steuererklaerung Italien | Frontaliere Ticino
Steuererklaerung Italien — kostenlose Tools und Expertenratgeber für Grenzgänger zwischen der Schweiz und Italien. Gehalt, Steuern, KVG-Krankenversicherung, Rente und Lebenshaltungskosten im Tessin vergleichen. Aktualisiert 2026.
Von Redaktion Frontaliere Ticino · Experten für Grenzgänger-Steuern und Vorsorge
Der Leitfaden zur italienischen Steuererklärung für Grenzgänger behandelt die Formulare Modello 730 und Redditi PF, die für Personen erforderlich sind, die in der Schweiz arbeiten und in Italien steuerlich ansässig sind. Das Schweizer Arbeitseinkommen muss in Abschnitt RC angegeben werden, umgerechnet von CHF in EUR zum offiziellen UIC-Wechselkurs.
Nach dem Neuen Abkommen 2024 profitieren neue Grenzgänger von einer Franchise von EUR 10.000 auf das Schweizer Arbeitseinkommen für die IRPEF-Berechnung. Die Steuergutschrift (Art. 165 TUIR) für bereits gezahlte Schweizer Quellensteuer wird in Abschnitt CE/CR geltend gemacht.
Der Leitfaden führt mit Beispielen durch jeden Formularteil: Eingabe der CU-Daten (Certificazione Unica) des Schweizer Arbeitgebers, zusätzliche Abzüge (Hypothekenzinsen, Arztkosten, Renovierungsbonus) und Fristen — 30. September für den 730, 30. November für den Redditi PF.
Diese Seite ist Teil von Frontaliere Ticino, der Referenzplattform für Grenzgänger zwischen der Schweiz (Kanton Tessin) und Italien. Hier finden Sie praktische Tools, aktuelle Daten und verifizierte Informationen.
Die Inhalte helfen Grenzgängern, fundierte Entscheidungen zu Besteuerung, Vorsorge, Transport, Lebenshaltungskosten und Verwaltungsverfahren zu treffen.
Häufig gestellte Fragen
- Muss der Grenzgänger das 730 oder das Modello Redditi PF abgeben?
- Ein Grenzgänger mit ausschliesslich Schweizer Einkommen aus unselbständiger Arbeit muss das Modello Redditi PF (ehemals Unico) verwenden, da das 730 für Arbeitnehmer mit italienischem Steuersubstitut reserviert ist. Das 730 kann nur verwendet werden, wenn auch italienisches Einkommen mit CU vorliegt. Wie Elena Colombo, auf internationale Steuern spezialisierte Steuerberaterin, erklärt: «Der häufigste Fehler ist die Abgabe des 730 ohne italienischen Steuersubstituten, was die Erklärung ungültig macht».
- Was ist der Freibetrag von 10.000 € für neue Grenzgänger?
- Nach dem neuen Steuerabkommen 2026 profitieren Grenzgänger, die ab dem 17. Juli 2023 eingestellt wurden, von einem Freibetrag von 10.000 €: Die ersten 10.000 € des in Euro umgerechneten Einkommens werden in Italien nicht besteuert. Die IRPEF wird nur auf den übersteigenden Betrag erhoben. Wie Elena Colombo, auf internationale Steuern spezialisierte Steuerberaterin, erklärt: «Der Freibetrag wird automatisch in der Steuererklärung angewendet und stellt einen konkreten Vorteil für alle neuen Grenzgänger dar».
- Wie füllt man Abschnitt RW für das Schweizer Bankkonto aus?
- Im Abschnitt RW wird das Schweizer Bankkonto angegeben mit: Code 1 (Einlagen), Ländercode 071 (Schweiz), im Jahr erreichter Höchstwert und Saldo per 31.12. Übersteigt der Durchschnittssaldo 5.000 €, fällt IVAFE von 34,20 €/Jahr an.
- Wie funktioniert die Steuergutschrift im Abschnitt CE?
- Im Abschnitt CE wird die gezahlte Schweizer Quellensteuer angegeben, zum Jahresdurchschnittskurs in EUR umgerechnet. Die Steuergutschrift reduziert die geschuldete IRPEF bis zur Obergrenze: Sie kann nie die auf das ausländische Einkommen berechnete italienische IRPEF übersteigen. Wie Elena Colombo, auf internationale Steuern spezialisierte Steuerberaterin, erklärt: «Ein allfälliger Überschuss der Steuergutschrift kann in die nächsten acht Steuererklärungen vorgetragen werden».
- Welchen Wechselkurs verwende ich zur Umrechnung des CHF-Lohns in EUR?
- Man verwendet den Jahresdurchschnittskurs, der von der Agenzia delle Entrate veröffentlicht wird (Bekanntmachung im Januar des Folgejahres). Für 2025 wird der Kurs im Januar 2026 veröffentlicht. Nicht den Wechselkurs am Zahltag verwenden.