SVP bereitet Referendum gegen EU-Abkommen vor (Grenzgänger-Leitfaden)

Schweizer Politische Versammlung mit Delegaten, die über Referenden und internationale Abkommen mit der EU debattieren

Die SVP bereitet sich auf Referenden gegen die nächsten Abkommen zwischen der Schweiz und der EU vor. Marcel Dettling erklärt den Willen der Partei, jedes Abkommen zu bekämpfen. Unterschriftensammlung läuft.

Kontext

In Kürze

  • SVP bereitet Referenden gegen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU vor
  • Marcel Dettling: „Das Abkommen mit der EU ist die wichtigste Abstimmung der nächsten Jahre“
  • Adresssammlung läuft, um notwendige Unterschriften zu erhalten
  • Neutralitätsinitiative wird am 27. September verabschiedet

Eckdaten

  • Was: SVP bereitet Referendum gegen EU-Abkommen vor
  • Wann: Delegiertenversammlung in Baar, heute
  • Wo: Baar, Kanton Zug (ZG)
  • Wer: Marcel Dettling, SVP-Präsident
  • Verpflichtung: Jede Vereinbarung einzeln durch Referendum anfechten
  • Nächster Termin: Neutralitätsabstimmung 27. September

Die Demokratische Zentrumsunion mobilisiert sich gegen die bevorstehenden Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. An der Delegiertenversammlung in Baar, Kanton Zug, bekräftigte Präsident Marcel Dettling die Entschlossenheit der Partei, "jedes Abkommen zwischen der Schweiz und der EU zu bekämpfen". Die Partei bereitet sich auf mehrere Referenden vor, um jedes Abkommen einzeln abzulehnen. Die Strategie der SVP ist klar: Sollte es kein obligatorisches Referendum über diese Abkommen geben, muss die Partei jedem Vertrag mit der EU durch ein fakultatives Referendum widersprechen.

Zu diesem Zweck sammelt die SVP bereits Adressen, um die notwendigen Unterschriften zu erhalten. Dettling betonte die strategische Bedeutung dieses Kampfes und sagte: „Das Abkommen mit der EU ist die wichtigste Abstimmung der nächsten Jahre.“ Das Engagement der Partei ist umfassend: eine Forderung ohne Kompromisse

Operative Details

Wie funktioniert die Referendumsstrategie der SVP?

In der Schweiz können internationale Abkommen auf zwei Arten einem Referendum unterzogen werden: obligatorisch oder fakultativ. Ein obligatorisches Referendum ist in der Verfassung oder im Gesetz für bestimmte Kategorien von Vereinbarungen vorgesehen. Ein fakultatives Referendum hingegen erfordert die Sammlung einer Mindestzahl von Unterschriften von Bürgern, um einberufen zu werden. Die Position der SVP ist eindeutig: Die Partei wird sich nicht allein auf ein allfälliges obligatorisches Referendum verlassen. Sollte dies bei den Abkommen mit der EU nicht der Fall sein, wird die SVP jedem Vertrag einzeln durch ein fakultatives Referendum widersprechen und die notwendigen Unterschriften persönlich sammeln.

Diese Strategie bedeutet, dass jedes Abkommen potenziell einer Volksabstimmung mit einer erheblichen Mobilisierung von Ressourcen durch die Partei unterzogen wird. Die laufende Vorbereitungsarbeit (Adresssammlung) ermöglicht es der Partei, schnell zu handeln, wenn eine Vereinbarung tatsächlich abgeschlossen und dem Bundesparlament vorgelegt wird.

Der politische Kontext: SVP in der Minderheit?

Dettling hat deutlich gemacht, dass die SVP spürt, dass sie gegenüber den dominierenden politischen und wirtschaftlichen Kräften in der Schweiz in der Minderheit ist. Eine konvergente "Mehrheit" (Bundesrat, andere Parteien, Gewerkschaften und Wirtschafts- und Berufsverbände) dränge auf eine Integration in die EU. Diese Wahrnehmung der Isolation erklärt die strategische Wahl des

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Wichtige Punkte

Wie die Referenden zur Schweizer Aussenpolitik funktionieren

Wenn eine Partei, eine Organisation oder eine Gruppe von Bürgern ein fakultatives Referendum gegen ein Bundesgesetz oder ein internationales Abkommen starten möchte, muss sie innerhalb einer festgelegten Frist eine Mindestanzahl von Unterschriften sammeln. Sobald die Unterschriften gesammelt und von der Bundeskanzlei überprüft wurden, wird die Abstimmung innerhalb eines bestimmten Zeitraums angesetzt. Das Referendum ermöglicht es Schweizer Bürgern, direkt über eine Entscheidung des Bundesparlaments abzustimmen, sei es ein innerstaatliches Gesetz oder ein internationaler Vertrag.

Im spezifischen Fall der Abkommen mit der EU sammelt die SVP (Schweizerische Volkspartei) Adressen (Kontaktdaten der Bürger), um sich auf eine schnelle Unterschriftensammlung vorzubereiten, sobald ein Abkommen tatsächlich abgeschlossen und zur parlamentarischen Ratifizierung bereit ist. Dieser vorbereitende organisatorische Prozess ist in der Schweiz etablierte Praxis, wo Referenden häufig sind und ein gewöhnliches demokratisches Kontrollinstrument darstellen.

Häufig gestellte Fragen
Was sieht die Neutralitätsinitiative vor, über die am 27. September abgestimmt wird?
Es ist eine von der SVP unterstützte Initiative, die die Schweiz auffordert, "sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen". Sie wird am 27. September zur Abstimmung gestellt. Die SVP fördert sie als Verteidigung der Werte Unabhängigkeit und Freiheit der Schweiz und verweist dabei auf die historischen Werte des Landes in Bezug auf Souveränität und Nicht-Angleichung.
Welche Vereinbarungen will die SVP mit Referenden bekämpfen?
Die SVP ist gegen jedes Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Laut Präsident Marcel Dettling stellt das Abkommen mit der EU "die wichtigste Abstimmung der nächsten Jahre" dar. Die Partei sammelt Adressen, um Referenden gegen diese Abkommen zu lancieren und jeden Vertrag einzeln durch ein fakultatives Referendum zu bekämpfen.
Wie funktioniert ein Referendum über ein internationales Abkommen in der Schweiz?
Wenn es kein obligatorisches Referendum gibt, können Sie ein fakultatives Referendum starten, indem Sie Unterschriften von Bürgern sammeln. Die SVP bereitet sich darauf vor, jedem Abkommen mit der EU zu widersprechen, indem sie persönlich die Adressen und anschließend die notwendigen Unterschriften sammelt, um das Referendum abzuhalten, wenn jedes Abkommen abgeschlossen ist.
Wer unterstützt die Position der SVP und wer ist dagegen?
Zu den Gegnern der SVP-Linie gehörten laut Präsident Dettling «die Mehrheit des Bundesrates, die anderen Parteien, die Gewerkschaften sowie die Wirtschafts- und Berufsverbände, die die Schweiz in die Arme der EU treiben wollen». Die SVP fühlt sich in dieser Frage in der Minderheit.
Was sieht die Asyl-Initiative der SVP vor?
Die Initiative trägt den Titel „Missbrauch im Kindergarten stoppen! (Grenzschutzinitiative)". Die SVP fördert sie als Antwort auf die Asyl- und Zuwanderungspolitik und fordert, die Zuwanderung in die Schweiz zu stoppen.

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