Hotelparadies, leichte Progression im zweiten Quartal (Grenzgänger-Leitfaden)

Ferienwohnungen und Campingplätze in einem Schweizer Tal bei Locarno, Sommer

3,9 Millionen Logiernächte zwischen April und Juni (+0,4%). Rückgang im Halbjahr (-3,1%). USt.

Kontext

In Kürze

  • 3,9 Millionen Übernachtungen im zweiten Quartal 2026
  • Geringes Wachstum von 0,4% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025
  • Die Ferienimmobilien sinken um 8,9% auf 1,0 Millionen
  • Das erste Halbjahr endet mit -3,1%: 8,2 Millionen Nächte insgesamt

Eckdaten

  • Was: Übernachtungen im Schweizer Hotelparadies
  • Wann: Zweites Quartal 2026
  • Wo: Schweiz (nationale Daten, keine regionalen Details)
  • Wer: Bundesamt für Statistik (BfS)
  • Betrag: 3,9 Millionen Übernachtungen, +0,4% auf Jahresbasis
  • Ferienwohnungen: 1,0 Mio., -8,9%
  • Kollektivunterkünfte: 1,3 Millionen, +3,2%
  • Campingplätze: 1,6 Millionen, +4,7%
  • Indigene Nachfrage: 68% des Gesamtbetrags
  • Erstes Halbjahr 2026: 8,2 Mio. Übernachtungen, -3,1 % p.a.

Die Schweizer Hotelparallelbranche verzeichnete im zweiten Quartal diesesJahres 3,9 Millionen Logiernächte, was einem leichten Anstieg von 0,4% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 entspricht. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BfS) heute in einem Rahmen mit, der die Binnennachfrage als Hauptantriebskraft der Statistik bestätigt.

Die drei Fächer im Detail

Die Ferienunterkünfte trugen mit 1,0 Millionen Logiernächten zu einem Rückgang von 8,9% gegenüber dem zweiten Quartal 2025 bei. Kollektive Unterkünfte — Kategorie, die Jugendherbergen und Gruppenunterkünfte umfasst — beliefen sich auf 1,3 Millionen Nächte, was einem Anstieg von 3,2% entspricht. Die Campingplätze beliefen sich auf 1,6 Millionen und verzeichneten ein Wachstum

Operative Details

Analyse: Was bedeutet Progression für die Schweizer Wirtschaft?

Der Wert von +0,4% im Jahresvergleich ist perspektivisch zu sehen. Das zweite Quartal ist nur ein Teil des Bildes: Das erste Halbjahr schloss mit -3,1%, mit 8,2 Millionen Übernachtungen im Vergleich zu etwa 8,46 Millionen im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Der Halbjahresrückgang ist auf den Bereich Ferienunterkünfte zurückzuführen, der allein 360.000 Nächte gegenüber dem Vorjahr verliert (-8,9%).

Gegenläufige Teilfonds

Campingplätze und Gemeinschaftsunterkünfte stellen die dynamischsten Segmente dar. Die Campingplätze verzeichnen im Quartal +4,7% und im Halbjahr +4,4%, ein Zeichen für eine Nachfrage nach kostengünstigen Outdoor-Lösungen — im Einklang mit dem Druck auf die Lebenshaltungskosten, der das Jahr 2026 weiterhin charakterisiert. Die Gruppenunterkünfte (Hostels, Gruppen) wachsen vierteljährlich um 3,2% und halbjährlich um 1,0%, was die Erholung des Schultourismus und der organisierten Gruppen nach den Schwierigkeiten der Vorjahre bestätigt.

Indigene Nachfrage 68%

Der Anteil von 68% Schweizer Gästen ist die strukturell relevanteste Zahl: Das bedeutet, dass mehr als zwei von drei Übernachtungen von der Inlandsnachfrage abhängen. Für diejenigen, die in der Branche tätig sind — Wohnungseigentümer, Campingbetreiber, Hostels — bedeutet dies eine direkte Korrelation mit der Konsumneigung der ansässigen Haushalte, die durch die Teuerung der Krankenkassenprämien (KVG), die Restinflation und die Lohnentwicklung beeinflusst wird

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Wichtige Punkte

Was zu tun ist: So lesen Sie UST-Daten und ergreifen Maßnahmen

Die Nicht-Hotelstatistik ist Teil der thematischen Erhebungen des BFS und wird vierteljährlich zusammen mit Daten zu Beschäftigung, Preisen und Tourismus veröffentlicht. So orientieren Sie sich praktisch.

Schritt 1 – Konsultieren Sie die Primärquelle

Die heute veröffentlichten Daten (Keystone-ATS) beziehen sich auf die UST-Tabellen zur Parahôtellerie. Um die historische Serie und die anschließenden Kantonsvergleiche herunterzuladen, muss man auf die HESTA-Publikation warten, in der die Ankünfte und Übernachtungen nach Kanton und Herkunftsland aufgeführt sind.

Schritt 2 – Fügen Sie die Daten in Ihren wirtschaftlichen Kontext ein

Die vierteljährlichen 0,4 % und die halbjährlichen -3,1 % sind an sich kein Zeichen einer Krise, sollten aber zusammen mit Folgendem gelesen werden:

IndikatorWo es zu finden ist
Touristische BeschäftigungSECO, Arbeitsmarktstatistik
VerbraucherpreiseBFS, monatlicher VPI
KrankenversicherungsprämienBAG, Jahresvergleich nach Kantonen
Nominal-/ReallohnBFS, Lohnindex

Schritt 3 – Für diejenigen, die in der Branche arbeiten

Betreiber von Campingplätzen, Herbergen und Ferienwohnungen können die Daten mit ihrer Buchhaltung abgleichen und so die Lage im Vergleich zum Bundesdurchschnitt bewerten. Das Wachstum von Campingplätzen (4,7 %) und Gemeinschaftsunterkünften (3,2 %) deutet auf eine steigende Nachfrage nach diesen Formeln hin, während der Rückgang bei Ferienhäusern (-8,9 %) eine Reflexion über Preise, Vertriebskanäle und Ziele erfordert.

Häufig gestellte Fragen
Wie stark ist die Hotelparallelbranche im zweiten Quartal 2026 gewachsen?
Gemäss den heute vom BfS veröffentlichten Daten verzeichnete die Schweizer Paralbergbranche im zweiten Quartal 2026 3,9 Millionen Logiernächte, was einem leichten Anstieg von 0,4% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 entspricht. Die Gesamtzahl verbirgt sehr unterschiedliche Trends zwischen den drei Sektoren: Campingplätze +4,7%, Gruppenunterkünfte +3,2%, Ferienunterkünfte -8,9%.
Warum ist das erste Halbjahr 2026 trotz des positiven Quartals rückläufig?
Das erste Quartal 2026 hat sich auf die Halbjahresbilanz ausgewirkt: Die Branche schließt mit 8,2 Millionen Übernachtungen ab, ein Rückgang von 3,1% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Der Rückgang wird hauptsächlich durch den Sektor der Ferienunterkünfte bestimmt, der im Halbjahr -8,9% auf 3,7 Millionen Nächte ausmacht, was nur teilweise durch Campingplätze (+4,4%) und Gruppenunterkünfte (+1,0%) ausgeglichen wird.
Wie viel von der Nachfrage nach Parallelhotels ist einheimisch?
Gemäss BfS stammten 68% der Hotelübernachtungen im zweiten Quartal 2026 von in der Schweiz wohnhaften Gästen. Dies ist strukturell relevanter als die Erhebung, da sie die Abhängigkeit des Sektors von der Inlandsnachfrage und damit von der Konsumneigung der Schweizer Haushalte zeigt.
Gibt es regionale Daten zum Hotelparallelsektor?
Nein, das BfS teilt mit, dass in der vierteljährlichen Erhebung keine regional aufgeschlüsselten Daten vorliegen. Um die Details nach Kanton und Herkunftsland der Gäste zu erhalten, müssen Sie die Veröffentlichung der HESTA-STATISTIK abwarten, die das Bundesamt für Statistik jährlich herausgibt.
Welches Parallelhotelsegment wächst im Jahr 2026 am meisten?
Die Campingplätze sind der Sektor mit dem stärksten Wachstum: +4,7% im zweiten Quartal 2026 und +4,4% im ersten Halbjahr mit 1,6 bzw. 1,7 Millionen Übernachtungen. Es folgen Gruppenunterkünfte (+3,2% vierteljährlich, +1,0% halbjährlich), während Ferienunterkünfte der einzige rückläufige Sektor sind (-8,9% in beiden Perioden).

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