MEM-Unternehmen, Erholungssignale in der Branche (Grenzgänger-Leitfaden)

MEM-Wirtschaftsindex bei -20 Punkten im Juli. Bestes Ergebnis seit Frühjahr 2024. Exporte steigen, aber 66% KMU sehen ungünstige Bedingungen.
Kontext
Kurz zusammengefasst
- Wirtschaftsindikator MEM bei -20 Punkte (Juli), besser seit Frühjahr 2024
- 66% KMU sehen ungünstige Situation; 34% gegenteilig
- Exporte wachsen 4. Quartal in Folge
- Fachkräftemangel: Hauptherausforderung für 1 von 3 Unternehmen
Schlüsselfakten
- Was: Verbesserung des Wirtschaftsklimaindex im MEM-Sektor
- Wann: Drittes Quartal 2026 (Juli)
- Wo: Schweiz, nationale KMU
- Wer: Swissmechanic, Branchenverband
- Wert: Index bei -20 Punkte (+10 vierteljährlich)
Die Schweizer Maschinen-, Elektrotechnik- und Metallindustrie (MEM) befindet sich weiterhin in einer schwierigen Wirtschaftslage, zeigt aber erste Erholungszeichen nach Monaten der Anspannung. Im dritten Quartal 2026 ist der Wirtschaftsklimaindex der Branche auf -20 Punkte gestiegen und markiert eine Verbesserung von 10 Punkten gegenüber den vorangegangenen drei Monaten. Dies ist das beste Ergebnis seit Anfang Frühjahr 2024, laut einer von Swissmechanic, dem Branchenverband, der kleine und mittlere Unternehmen des Sektors vertritt, durchgeführten Umfrage.
Die Zahl muss jedoch mit Vorsicht betrachtet werden. Laut der neuesten Erhebung geben 66 Prozent der befragten Unternehmen an, sich in einer wirtschaftlich ungünstigen Situation zu befinden. Nur 34 Prozent äußern eine positive Bewertung ihrer derzeitigen Bedingungen. Wir stehen noch nicht vor einer dauerhaften Trendwende: Das letzte Mal, dass der Indikator im positiven Bereich lag, geht auf April 2023 zurück, über drei Jahre davor.
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Operative Details
Die Herausforderung des Schweizer Arbeitsmarktes
Die wirtschaftliche Erholung des MEM-Sektors kann jedoch nicht vom Humankapital getrennt werden. Während die Sorgen um die Auftragslage leicht abnehmen, rückt der Fachkräftemangel wieder in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategien. Jedes dritte Unternehmen (rund 33 Prozent) sieht dies kurz- bis mittelfristig als eine der größten Herausforderungen.
Das Thema Berufsbildung gewinnt im Swissmechanic-Wirtschaftsbarometer erstmals strategische Relevanz. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen (66 Prozent) erkennen die Berufsbildung mittlerweile als wesentlichen Bestandteil ihrer Personalmanagementstrategie an. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Bis vor wenigen Quartalen lag der Fokus der Unternehmen vor allem auf der Kostensenkung und dem Erhalt bestehender Arbeitsplätze. Wenn Sie nach Möglichkeiten im MEM-Bereich oder verwandten Branchen suchen, lesen Sie die aziende che assumono nella tua regione.
# Die Lehrlingskrise
Das Problem konkretisiert sich in der Rekrutierung von Lernenden, die für Schweizer KMU immer schwieriger wird. Viele Unternehmen erhalten eine unzureichende Anzahl von Bewerbungen; von denen, die ankommen, sind die Bewerber nicht selten nicht im Besitz der erforderlichen schulischen Anforderungen. 'Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht nur bei offenen Stellen: Das Problem beginnt
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Wichtige Punkte
In Bildung für morgen investieren
'Wer heute in Berufsbildung investiert, sichert sich das spezialisierte Fachpersonal von morgen,' schließt Erich Sannemann, Geschäftsführer von Swissmechanic. Die Botschaft ist klar: Unternehmen des MEM-Sektors, die ihre Erholung konsolidieren und sich auf nachhaltiges Wachstum vorbereiten wollen, müssen sich sofort der Herausforderung von Rekrutierung und Ausbildung stellen.
Schweizer Unternehmen verfügen über konkrete Instrumente, um diese Übergangsprobleme zu bewältigen. Das Schweizer System der dualen Ausbildung gehört zu den strukturiertesten in Europa, mit Ausbildungswegen, die schulische Ausbildung und praktische Erfahrung in Unternehmen verbinden. KMU des MEM-Sektors können in Modelle der schulischen und beruflichen Verzahnung investieren, mit kantonalen und nationalen Fachschulen zusammenarbeiten und ihre Karrierechancen aktiv bei den Sekundarschulen bewerben.
Konkrete Strategien für Unternehmen
Ein erster Schritt besteht darin, Schulrekrutierungsprogramme zu erweitern und direkt Schüler und Lehrer an Gymnasien und Berufsschulen zu treffen. Ein zweiter befasst sich mit der Verbesserung der Ausbildungsbedingungen (wettbewerbsfähige Löhne, Mentoring, Perspektiven zum Verbleib), um motiviertere Talente anzuziehen. Drittens können Unternehmen in Nachhilfe- oder Vorbereitungskurse für vielversprechende Kandidaten mit anfänglichen Defiziten investieren.
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Häufig gestellte Fragen
- Wie ist der aktuelle Stand des MEM-WIRTSCHAFTSINDEX?
- Im dritten Quartal 2026 (Juli) liegt der Konjunkturindex bei -20 Punkten, eine Verbesserung um 10 Punkte gegenüber den drei Vormonaten. Es ist das beste Ergebnis seit Frühjahr 2024, bleibt aber im negativen Bereich. Gemäss Swissmechanic berichten 66 Prozent der befragten KMU von einer nach wie vor ungünstigen Wirtschaftslage, 34 Prozent sind dagegen.
- Was sind die wichtigsten positiven Erholungsindikatoren?
- Die Exporte verzeichnen im vierten Quartal in Folge ein Wachstum. Der Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten ist zum ersten Mal seit Ende 2023 wieder auf den langjährigen Durchschnitt zurückgekehrt. Der Einsatz von Kurzarbeit ist deutlich zurückgegangen. Diese drei Signale zeigen, dass der Aufschwung auf konkreten Grundlagen beruht.
- Was ist die größte Herausforderung für Schweizer MEM-KMU?
- Der Fachkräftemangel: Jedes dritte Unternehmen hält ihn für prioritär. Zudem wird die Rekrutierung von Lernenden immer schwieriger. Viele Unternehmen erhalten unzureichende Bewerbungen oder Bewerbungen mit unzureichenden schulischen Anforderungen, was mittelfristig zu Engpässen führen kann.
- Wie beurteilt die Branche die Bedeutung der Berufsbildung?
- Erstmals im Swissmechanic Barometer gewinnt die Berufsbildung zentrale strategische Relevanz. Rund zwei Drittel der KMU (66 Prozent) erkennen die Ausbildung als wesentlichen Bestandteil ihrer Personalmanagementstrategien an. Die Änderung ist signifikant: Unternehmen verlassen den Kostensenkungsmodus.
- Wie können Unternehmen konkret mit Personalmangel umgehen?
- Gemäss Swissmechanic muss in die Berufsbildung investiert werden. Die Unternehmen können die Schulrekrutierung ausbauen, die Ausbildungsbedingungen (Löhne, Mentoring, Perspektiven) verbessern und in Aufholkurse für vielversprechende Bewerber investieren. Wer heute handelt, sichert sich das Fachpersonal von morgen.