Lohngefälle BfS 2024: Rückgang auf 15,7% in der Schweiz (Grenzgänger-Leitfaden)

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BFS: Im Jahr 2024 ist das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern von 16,2% im Jahr 2022 auf 15,7% gesunken. Im privaten Bereich bleibt es bei 17,2%, im öffentlichen Sektor bei 12,8%. Unerklärte Komponente bei 640 CHF brutto.

Kontext

In Kürze

  • Lohngefälle USt 2024: 15,7%, rückläufig von 16,2% im Jahr 2022
  • Privat 17,2% (2022: 17,5%); Öffentlich 12,8% (2022: 13,8%)
  • Unerklärte Komponente: 6,5% (640 CHF brutto monatlich), ab 7,0% (657 CHF)
  • Finanz- und Versicherungswesen: Lücke von 30,6%, ungeklärte Komponente 1.506 CHF

Eckdaten

  • Was: Bruttolohnunterschied zwischen Frauen und Männern in der Schweiz
  • Wann: Datum 2024, heute veröffentlicht; Vergleich mit 2022, 2020 und 2018
  • Wo: Schweiz, mit Verbindung des privaten und des öffentlichen Sektors
  • Wer: Bundesamt für Statistik (BfS); Nachrichtenagentur Keystone-ATS
  • Gesamtbetrag: 15,7 % (2024) gegenüber 16,2 % (2022)
  • Privatsektor: 17,2% (2024) gegenüber 17,5% (2022), 19,5% (2020), 19,6% (2018)
  • Öffentlicher Sektor: 12,8% (2024) gegenüber 13,8% (2022), 15,1% (2020), 18,1% (2018)
  • Unerklärte Komponente: 6,5% (2024) entspricht 640 CHF brutto/Monat, gegenüber 7,0% und 657 CHF (2022)

Das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der Schweiz schrumpft weiter: 2024 betrug es 15,7%, gegenüber 16,2% im Jahr 2022. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des Bundesamtes für Statistik (BfS) hervor, der von der Nachrichtenagentur Keystone-ATS übernommen wurde. Das Ende 2024 aufgenommene Foto bestätigt eine Dynamik der fortschreitenden Komprimierung der Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern, die sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor weiterhin signifikant sind.

Der Vergleich zwischen privat und öffentlich

Die Kluft in der Branche ist nach wie vor größer

Operative Details

Unerklärte Komponente: was 'ohne Begründung' bleibt

Der BFS-Bericht geht auf den Teil der Lohndifferenz ein, der nicht auf beobachtbare strukturelle Faktoren zurückgeführt werden kann. Im Jahr 2024 belief sich diese Komponente auf 6,5% des Lohns, was 640 Brutto-Franken pro Monat entspricht. Zwei Jahre zuvor lag sie bei 7,0%, also 657 Franken. Der Rückgang zieht sich durch beide großen Bereiche: Im Privatsektor betrug der unerklärte Anteil 6,7%, also 644 Franken pro Monat, gegenüber 7,2% und 653 Franken im Jahr 2022; im öffentlichen Sektor lag er hingegen bei 5,9%, also durchschnittlich 574 Franken pro Monat, gegenüber 6,7% und 623 Franken im Jahr 2022. Es handelt sich um den Anteil, der gemäß der Definition des BFS statistisch nicht auf Unterschiede bei Ausbildung, Dienstalter oder hierarchischer Position zurückgeführt werden kann.

Wo die Schere am größten ist

Die Unterschiede sind in einigen bestimmten Bereichen besonders deutlich. Die unerklärte Komponente belief sich auf 191 Franken im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe, auf 606 Franken im Einzelhandel, auf 829 Franken im Maschinenbau und auf 1.506 Franken im Finanz- und Versicherungsgewerbe. Letzterer Wert liegt etwa 2,4-mal über dem des verarbeitenden Gewerbes und fast achtmal über dem Wert für Beherbergung und Gastronomie. Für die Beschäftigten im Finanz- und Versicherungssektor ist die verbleibende Lücke somit in absoluten Zahlen am größten.

Wichtige Punkte

Was der Bericht des BFS sagt (und was er nicht sagt)

Der heute veröffentlichte Bericht des Bundesamts für Statistik bildet die Brutto-Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern für das Jahr 2024 ab, aufgeschlüsselt nach Sektor, Berufskategorie, Unternehmensgrösse, Hierarchieebene, Alter und Zivilstand. Der zentrale Wert ist 15,7% insgesamt, ein Rückgang gegenüber 16,2% im Jahr 2022. Der nicht erklärte Anteil von 6,5% bzw. 640 Brutto-Franken pro Monat ist jener Teil, der statistisch nicht auf Ausbildung, Dienstjahre oder Hierarchieposition zurückgeführt werden kann.

Was konkret für den eigenen Lohn zu tun ist

Für alle, die in der Schweiz arbeiten, ist der BFS-Bericht ein nützlicher Bezugspunkt, um die eigene Lohnsituation einzuschätzen und ein Gespräch mit dem Arbeitgeber zu initiieren. Hier ein operatives Vorgehen in vier Schritten, das ausschliesslich auf den Daten des Berichts und überprüften Kontextinformationen beruht.

Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der Schweiz im Jahr 2024?
Gemäss Bundesamt für Statistik (BfS) betrug die gesamte Bruttolohnlücke im Jahr 2024 15,7%, gegenüber 16,2% im Jahr 2022. Im privaten Sektor beträgt die Zahl 17,2% (gegenüber 17,5% im Jahr 2022), während sie im öffentlichen Sektor — Bund, Kantone und Gemeinden — 12,8% beträgt (gegenüber 13,8% im Jahr 2022).
Was ist die "ungeklärte" Komponente des Lohngefälles?
Dies ist der Teil der Lücke, den das BfS statistisch nicht auf strukturelle Faktoren wie Ausbildung, Dienstjahre oder hierarchische Position zurückführen kann. Im Jahr 2024 betrug sie 6,5%, was 640 CHF brutto pro Monat entspricht, gegenüber 7,0% (657 CHF) im Jahr 2022. Im Privaten waren es 6,7% (644 CHF), im Öffentlichen 5,9% (574 CHF).
In welchen Branchen ist die Lohnlücke am größten?
Das Finanz- und Versicherungsgeschäft bleibt mit einer Brutto-Lücke von 30,6% und einem ungeklärten Anteil von 1.506 CHF brutto monatlich der am stärksten benachteiligte Teilbereich. Es folgen Maschinenbau (17,2%, 829 CHF), Detailhandel (16,9%, 606 CHF) sowie Beherbergung und Gastronomie (7,9%, 191 CHF).
Wie verändern sich die Unterschiede mit Hierarchie, Alter und Unternehmensgröße?
Das BfS weist darauf hin, dass die ungeklärte Komponente bei Kleinunternehmen ausgeprägter ist, mit der Hierarchieebene tendenziell zunimmt und mit dem Alter zunimmt. Bei den verheirateten Mitarbeitern betrug der ungeklärte Anteil 8,1% im Jahr 2024 (gegenüber 2,7% bei den unverheirateten Mitarbeitern), gegenüber 8,8% im Jahr 2022.
Wird die Lücke wirklich kleiner?
Ja, an allen Fronten: Zwischen 2022 und 2024 sank die Gesamtzahl um 0,5 Prozentpunkte, um 0,3 Punkte im privaten und um 1,0 Punkte im öffentlichen Sektor. Im Vergleich zu 2018 ist der Rückgang noch deutlicher: von 19,6% auf 17,2% im privaten Sektor und von 18,1% auf 12,8% im öffentlichen Sektor.

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