Die Wärme von Rechenzentren wird kaum genutzt (Grenzgänger-Leitfaden)

Schweizer Rechenzentren könnten Wärme für die Fernwärme liefern, aber nur ein Drittel nutzt sie.
Kontext
In Kürze
- Schweizer Rechenzentren sind grosse Energieverbraucher. - Sie könnten Wärme für die Fernwärme liefern.
Eckdaten
- Schweizer Rechenzentren sind für rund 3% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. - Die Wärme der Rechenzentren könnte rund 185'000 Privathaushalte heizen.
Die Wärme von Rechenzentren wird kaum genutzt. Grosse Energieverbraucher könnten Wärme für die Fernwärme liefern, aber nur ein Drittel nutzt sie.
In der Schweiz gibt es in fast allen Kantonen Rechenzentren, wobei die Konzentration in den Kantonen Genf, Zürich und Bern am grössten ist. Nach Angaben des Schweizerischen Rechenzentrumsverbandes gab es 2020 in der Schweiz rund 150 Rechenzentren mit einer Stromverbrauchskapazität von über 1.500 MW.
Der Energieverbrauch der Rechenzentren macht rund 3 % der Treibhausgasemissionen in der Schweiz aus. Dies ist ein erhebliches Problem, wenn man bedenkt, dass sich die Schweiz verpflichtet hat, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 50% gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.
Die Wärme der Rechenzentren könnte rund 185'000 Privathaushalte heizen. Allerdings nutzt nur ein Drittel dieser Rechenzentren Wärme für Fernwärme. Das bedeutet, dass es noch viel Raum für die Verbesserung der Nachhaltigkeit von Rechenzentren in der Schweiz gibt.
Die Schweizer Gesetzgebung verlangt, dass Rechenzentren nachhaltig betrieben werden und Energiequellen nutzen
Operative Details
Die Wärme der Rechenzentren könnte rund 185'000 Privathaushalte heizen. Davon nutzt jedoch nur ein Drittel. Positive Beispiele finden sich in Dielsdorf, wo die Abwärme des Rechenzentrums ab Herbst sechs Gemeinden mit Heizung und Warmwasser versorgt.
Die Wärme von Rechenzentren wird kaum genutzt📊. Studien zufolge verbrauchen die meisten Schweizer Rechenzentren nicht mehr als 30 Prozent der produzierten Wärme. Dies könnte sich dank neuer Vorschriften und Technologien ändern, die die Nutzung der Abwärme fördern.
Die Schweiz ist ein führendes Land bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, aber das Abwärme-Management ist immer noch ein sich entwickelndes Thema. Gemäss den Daten aus dem Jahr 2022 produziert die Schweiz rund 58 TWh Strom, aber nur ein kleiner Teil dieser Wärme wird zum Heizen genutzt.
Die Bundesgesetzgebung zur Verwertung von Abwärme trat 2020 in Kraft. Das Gesetz schreibt vor, dass Schweizer Rechenzentren bis 2030 mindestens 50% der erzeugten Wärme für Heizung oder Warmwasserbereitung nutzen müssen. Für Rechenzentren, die dieses Ziel nicht erreichen, wird eine zusätzliche Gebühr erhoben.
Positive Beispiele finden sich in verschiedenen Teilen der Schweiz. Das Microsoft-Rechenzentrum in Dielsdorf wird ab Herbst sechs Gemeinden mit Heizung und Warmwasser versorgen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsgesellschaft realisiert
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Wichtige Punkte
Die Wärme von Rechenzentren wird kaum genutzt
Um die Wärme der Rechenzentren zu nutzen, müssen die Rechenzentren an die Fernwärmenetze angeschlossen werden. Dies könnte durch den Bau neuer Infrastrukturen oder die Modernisierung bestehender erfolgen. Es ist auch möglich, dass die Schweizer Kantone Vorschriften erlassen, um Rechenzentren zur Nutzung der erzeugten Wärme zu verpflichten.
Gemäss einem Bericht des Bundesamtes für Umwelt produzieren die Schweizer rund 13,4 Millionen Tonnen Verbrennungsabfälle pro Jahr. Davon stammen 60 % aus Stromerzeugungsanlagen und 20 % aus Wärmeerzeugungsanlagen. Rechenzentrumsanlagen tragen zu diesem Problem bei, da sie eine erhebliche Menge an Wärme erzeugen, die nicht genutzt wird.
Zum Beispiel das Google-Rechenzentrum in St. Gallen erzeugt ca. 15 MW Wärme, die zum Heizen von bis zu 2.000 Häusern genutzt werden könnte. Derzeit wird diese Wärme jedoch in die Luft abgegeben und für keinen nützlichen Zweck verwendet. 📊
In der Schweiz gibt es bereits Beispiele für Rechenzentren, die die erzeugte Wärme zur Beheizung von Gebäuden nutzen. Beispielsweise erzeugt das Microsoft-Rechenzentrum in Bern rund 5 MW Wärme, die zur Beheizung des Rechenzentrumsgebäudes und anderer benachbarter Gebäude verwendet wird. Dadurch konnten die Treibhausgasemissionen um rund 3.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden.
Es gibt jedoch noch viele Hürden zu überwinden
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Quelle: rsi.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wie ist die aktuelle Wärmesituation in Rechenzentren in der Schweiz?
- Nur ein Drittel der Schweizer Rechenzentren nutzt die erzeugte Wärme.
- Was sind die positiven Beispiele für die Wärmenutzung von Rechenzentren?
- Positive Beispiele finden sich in Dielsdorf, wo die Abwärme des Rechenzentrums ab Herbst sechs Gemeinden mit Heizung und Warmwasser versorgt.
- Was sind die möglichen Lösungen, um die Wärme von Rechenzentren zu nutzen?
- Es ist möglich, die Rechenzentren durch den Bau neuer Infrastrukturen oder die Modernisierung bestehender an die Fernwärmenetze anzuschließen. Es ist auch möglich, dass die Schweizer Kantone Vorschriften erlassen, um Rechenzentren zur Nutzung der erzeugten Wärme zu verpflichten.