Mehr Clariant: Sieg in Ethylen-Prozess, fliegt an die Börse (+16%) (Grenzgänger-Leitfaden)

Clariant gewinnt Klage auf Ethylen, fliegt an die Börse (+16%)

Kontext

In Kürze

  • Clariant hat eine Klage gegen Shell wegen einer Schadensersatzforderung in Höhe von einer Milliarde Euro gewonnen. - Das Gericht hat die von Shell vorgelegten Beweise als unzuverlässig und nicht plausibel beurteilt. - Das Urteil stärkt die Position von Clariant, dass kein auf das Verhalten des Unternehmens zurückzuführender Schaden nachgewiesen werden konnte.

Eckdaten

  • Was: Clariant hat eine Klage gegen Shell gewonnen. - Wann: Das Urteil wurde von einem Bezirksgericht in Amsterdam erlassen. - Wo: Amsterdam. - Wer: Clariant. - Betrag: Nicht angegeben.

Clariant hat eine Klage gegen Shell wegen einer Schadensersatzforderung in Höhe von einer Milliarde Euro gewonnen. Das Gericht beurteilte die von Shell vorgelegten Beweise als unzuverlässig und nicht plausibel. Das Urteil stärkt die Position von Clariant, dass kein auf das Verhalten des Unternehmens zurückzuführender Schaden nachgewiesen werden konnte.

Details zur Ursache

Die Klage wurde von Clariant gegen Shell wegen einer Schadensersatzforderung in Höhe von einer Milliarde Euro erhoben. Das Schweizer Unternehmen behauptete, Shell habe die Handelsabkommen über die Herstellung von Ethylen, einer chemischen Verbindung, die bei der Herstellung von Kunststoffen und anderen Produkten verwendet wird, nicht eingehalten. Das Gericht beurteilte die von Shell vorgelegten Beweise als unzuverlässig und nicht plausibel und stellte fest, dass es keine konkreten Beweise für einen Schaden gibt, der auf das Verhalten des Unternehmens zurückzuführen ist.

Auswirkungen auf die Börse

Das Urteil wirkte sich positiv aus

Operative Details

Die Rechtssache betraf die von der Europäischen Kommission im Juli 2020 sanktionierten Verstöße gegen das Wettbewerbsgesetz. Die rheinische Gruppe hatte sich mit drei anderen Unternehmen der Branche – dem mexikanischen Unternehmen Orbia sowie den texanischen Unternehmen Celanese und Westlake – darauf geeinigt, Ethylen, einen der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie, zu kaufen, um den niedrigstmöglichen Preis zu erzielen. Alle vier Unternehmen gaben im Sommer 2020 ihre Rolle im Kartell zu: Clariant hatte eine Geldstrafe von 156 Millionen Euro bezahlt.

Die Europäische Kommission hat Unternehmen wegen Verstoßes gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verurteilt, der Vereinbarungen verbietet, die den Wettbewerb beeinträchtigen können. Die von Clariant gezahlte Geldbuße in Höhe von 156 Millionen Euro entspricht etwa 10 % ihres Jahresumsatzes, der sich 2020 auf 1,6 Milliarden Euro belief. Dieser Betrag ist beträchtlich, aber nicht exorbitant, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen einen Jahresumsatz von 6,3 Milliarden Euro hat.

Die Entscheidung der Europäischen Kommission hatte erhebliche Auswirkungen auf das Handeln von Clariant. Nach den Nachrichten stiegen die Aktien des Unternehmens an der Börse um 16% und erreichten ein neues Allzeithoch. Dieser Anstieg ist zum Teil auf die geringere Angst vor einer möglichen höheren Geldstrafe zurückzuführen, aber auch auf das Vertrauen der Anleger in die Fähigkeit von Clariant, Risiken zu managen und in der Chemiebranche weiter zu wachsen.

Die Rechtssache hat auch hervorgehoben,

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Wichtige Punkte

Das Amsterdamer Urteil könnte nun als Richtschnur für die anderen noch anhängigen Verfahren dienen. In der Zwischenzeit feiert die Börse: Am Nachmittag verzeichnen die Clariant-Aktien einen Anstieg von rund 16%, was ein Zeichen dafür ist, dass die Anleger beginnen, ein geringeres Rechtsrisiko einzugehen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 25% zugelegt, während die Performance über einen Zeitraum von fünf Jahren mit 53% negativ bleibt.

Das Urteil des Berufungsgerichts Amsterdam wurde als positiv für das Schweizer Unternehmen beurteilt, das nun ohne die mit dem Fall verbundenen Sorgen weiterarbeiten kann. Clariant ist eines der führenden europäischen Chemieunternehmen mit Sitz in Muttenz im Kanton Basel-Landschaft. Seine Ethylenproduktion ist eine der wichtigsten in Europa, und das Unternehmen hat stark in neue Technologien investiert, um die Umweltauswirkungen seiner Produktion zu reduzieren.

Das Amsterdamer Urteil könnte nun als Orientierungshilfe für die anderen noch anhängigen Verfahren dienen, darunter ein laufendes Verfahren vor dem Berufungsgericht Zürich, in dem es um die Haftung von Clariant für die Ethylenproduktion in der Schweiz geht. Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) entschied 2019, dass Chemieunternehmen für die Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeiten verantwortlich sein müssen, auch wenn diese in Drittländern stattfinden.

Die Börse feiert den Sieg von Clariant, wobei die Aktien im vergangenen Jahr um rund 16% gestiegen sind.

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Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Was ist die Ursache für den Sieg von Clariant?
Clariant hat eine Klage gegen Shell wegen einer Schadensersatzforderung in Höhe von einer Milliarde Euro gewonnen.
Was bedeutet das Urteil von Amsterdam für Clariant?
Das Urteil stärkt die Position von Clariant, dass kein auf das Verhalten des Unternehmens zurückzuführender Schaden nachgewiesen werden konnte.
Welche Folgen hat der Sieg von Clariant für die Börse?
Die Clariant-Aktie verzeichnete einen Anstieg von rund 16%, was darauf hindeutet, dass die Anleger beginnen, ein geringeres Rechtsrisiko einzugehen.

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