Basel: ADHS-Bewertungen an Studierende in Kliniken delegiert (Grenzgänger-Leitfaden)

Nach Angaben der NZZ am Sonntag haben die Universitätspsychiatrischen Kliniken Basel die ADHS-Beurteilungen jahrelang an Studierende delegiert.
Kontext
In Kürze
- ADHS-Bewertungen über Jahre an Studierende delegiert
- Bei UPK gibt es keine Fälle von Fehldiagnose
- Eingriff der NZZ am Sonntag an der Klinik
- Untersuchungen und Vorschläge von Praktikanten
Eckdaten
- Was: ADHS-Bewertungen und -Ermittlungen an Studierende
- Wo: Psychiatrische Universitätskliniken Basel (UPK)
- Wann: Jahrelang, wie aus den Enthüllungen hervorgeht
- Wer: Praktikantenstudenten und verantwortliche Psychologin
- Quelle: NZZ am Sonntag und Keystone-ATS
- Untersuchungszeitraum: Zwischen 2020 und 2024
- Bereich: Gesundheit und Kinder- und Erwachsenenpsychiatrie
Nach Angaben der NZZ am Sonntag haben die Universitätspsychiatrischen Kliniken Basel (UPK) die ADHS-Beurteilungen seit Jahren weitgehend an Studierende delegiert. Bei der UPK gibt es derzeit keine Fälle, in denen dies zu einer Fehldiagnose geführt hat, wie sie am Sonntag mitgeteilt haben. Die Zeitung behauptet unter Berufung auf einige ehemalige Praktikanten, dass diese zum Teil praktisch allein die Untersuchungen für ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) durchgeführt und diagnostische Vorschläge gemacht hätten. Eine Psychologin übernahm dann die Verantwortung für die Diagnosen, obwohl sie die Patienten nicht persönlich besucht hatte.
Psychologische Praktikanten werden im Rahmen ihrer Ausbildung in standardisierte diagnostische Verfahren eingebunden, schreiben die UPK heute dazu. Entscheidend für die Qualität dieser Verfahren ist die fachliche Überwachung, die
Operative Details
Die UPK wird die Untersuchungsergebnisse sorgfältig auswerten und transparent über etwaige weitere Korrekturmaßnahmen informieren. Die UPK beabsichtigt auch, die in dem von der Presse veröffentlichten Artikel aufgeworfenen Fragen zur Rechnungsstellung zu klären. Der Verband der Krankenversicherer Prioswiss hält gemäss NZZ am Sonntag die Abrechnung zu Lasten der Grundversicherung KVG für unzulässig, wenn die Leistungen von Studierenden statt von vollqualifizierten und selbständig zur Ausübung des Gesundheitsberufs befähigten Fachkräften erbracht wurden.
Bereits vor dem Artikel hätten die UPK jedoch wesentliche Verbesserungen in diesem spezifischen Management- und Verwaltungsbereich eingeleitet, heißt es noch in ihrer offiziellen Mitteilung. Die fachliche Begleitung der Studierenden wurde deutlich intensiviert und die Diskussionen über die einzelnen klinischen Fälle werden nun direkt von der neu in der Einrichtung angesiedelten psychologischen Co-Direktion geführt. Darüber hinaus ist eine weitere Stärkung der spezialisierten und medizinischen psychologischen Ressourcen vorgesehen, um hohe Qualitätsstandards zu gewährleisten, die den geltenden Vorschriften im Schweizer Gesundheitswesen entsprechen.
Auswirkungen auf die KVG-Abrechnung
Der zentrale Knotenpunkt betrifft die Förderfähigkeit von Erstattungen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Wenn Leistungen von in der Ausbildung befindlichem Personal ohne direkte Aufsicht erbracht werden und
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Wichtige Punkte
Eine ADHS-Diagnose hat oft weitreichende Folgen für die Betroffenen und beeinflusst ihr tägliches Leben sowie ihre schulische und berufliche Laufbahn tiefgreifend. Sie kann das Recht auf Massnahmen zum Nachteilsausgleich in Ausbildung oder Studium nach sich ziehen und spezifische Schutzmassnahmen gemäss den geltenden Vorschriften garantieren. Zudem ist sie oft mit der jahrelangen Einnahme von Medikamenten verbunden, was eine ständige und strenge ärztliche Überwachung durch zugelassene Spezialisten erfordert.
Zwischen 2020 und 2024 hat sich die Verschreibung von ADHS-Medikamenten in der Schweiz fast verdoppelt, was ein stetiges und signifikantes Wachstum der Nachfrage nach gezielten Abklärungen und Behandlungen auf nationaler Ebene verdeutlicht. Medikamente werden jedoch ausschliesslich von Ärzten und nicht von Psychologen oder in der Ausbildung befindlichen Studenten verschrieben, wodurch die Verantwortung für die Pharmakotherapie auf die strukturierte Ärzteschaft beschränkt ist. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Verwaltung der Gesundheits- und Versicherungskosten in der Schweiz näher zu beleuchten, konsultieren Sie die Lebenshaltungskosten oder überprüfen Sie die Leistungen der Krankenkasse über den Bereich der Gesundheitsleistungen.
Vorschriften und medikamentöse Verschreibungen
Der starke Anstieg der Verschreibungen zwischen 2020 und 2024 unterstreicht die Notwendigkeit einer diagnostischen Sorgfalt in allen psychiatrischen Einrichtungen des Landes. Die Unterscheidung zwischen der psychologischen Abklärungsphase und der anschliessenden ärztlichen Verschreibung stellt einen grundlegenden Schutz für die Patientensicherheit dar. Für eine umfassende Übersicht über die Kosten- und Dienstleistungsverwaltung in der Schweiz konsultieren Sie die Lebenshaltungskosten.
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Häufig gestellte Fragen
- Welche Kliniken sind an den ADHS-Diagnosen beteiligt?
- Die Universitätspsychiatrischen Kliniken Basel (UPK) stehen im Mittelpunkt der von der Sonntagspresse veröffentlichten Berichte über das Management der diagnostischen Bewertungen von Psychologiestudenten.
- Gab es bei der UPK festgestellte Fälle von Fehldiagnosen?
- Derzeit gibt es nach Angaben der UPK keine Fälle, in denen das unter Beteiligung der Studierenden angewandte Verfahren zu einer Fehldiagnose bei den untersuchten Patienten geführt hat.
- Was bestreitet der Versicherungsverband Prioswiss?
- Der Krankenversichererverband Prioswiss hält die Abrechnung zu Lasten der Grundversicherung KVG für unzulässig, wenn die klinischen und diagnostischen Leistungen tatsächlich von Studierenden statt von qualifizierten Fachkräften erbracht wurden.