Gesundheitsabgabe Grenzgaenger (Grenzgänger-Leitfaden)

Gesundheitsabgabe Grenzgaenger — kostenlose Tools und Expertenratgeber für Grenzgänger zwischen der Schweiz und Italien. Gehalt, Steuern, KVG-Krankenversicherung, Rente und Lebenshaltungskosten im Tessin vergleichen. Aktualisiert 2026.

Was ist die Grenzgänger-Gesundheitsabgabe?

Die Gesundheitsabgabe für Grenzgänger (italienisch tassa salute frontalieri) ist eine Abgabe, die durch Artikel 9 des am 17. Juli 2023 in Kraft getretenen neuen Abkommens Italien-Schweiz eingeführt wurde. Sie gilt für sogenannte "neue Grenzgänger" — Personen, die nach diesem Datum ihre Tätigkeit in der Schweiz aufgenommen haben — und finanziert das italienische Gesundheitssystem in den Grenzregionen (Lombardei, Piemont, Aostatal und Trentino-Südtirol).

Höhe 2026 und Berechnung

Der im Abkommen festgelegte Satz beträgt 6 % der vom Arbeitskanton erhobenen Quellensteuer. Bei einem Bruttojahreslohn von CHF 72.000 mit 9 % Quellensteuer beläuft sich die Gesundheitsabgabe auf rund CHF 389 pro Jahr, also etwas über CHF 32 pro Monat. Der Abzug erscheint auf der Schweizer Lohnabrechnung als Gesundheitsabgabe.

Wer bezahlt und wer ist befreit

Nur neue Grenzgänger mit G-Bewilligung, die nach dem 17. Juli 2023 eingestellt wurden und in einer italienischen Gemeinde innerhalb von 20 km zur Grenze wohnen, unterliegen der Abgabe. Befreit sind alte Grenzgänger (vor diesem Datum eingestellt), Inhaber einer B-Bewilligung, Saisonarbeiter und internationale Beamte.

Die Gesundheitsabgabe darf nicht mit der obligatorischen Schweizer Krankenversicherung KVG/LAMal verwechselt werden: Die KVG ist eine private Police mit Monatsprämien von CHF 280-650, während die Gesundheitsabgabe eine vom Schweizer Staat einbehaltene öffentliche Abgabe ist. Ein neuer Grenzgänger zahlt die Abgabe unabhängig von der Wahl zwischen KVG und italienischem SSN.