Neue IT bei FOCBS: Kosten sinken, Vorteile für die Wirtschaft

Das DaziT-Programm des UDSC endet Ende 2023 mit einer Reduktion der Regulierungskosten für die Wirtschaft um 125 Millionen Franken.
Kontext
Kurz zusammengefasst
- Das DaziT-Programm des Eidgenössischen Zoll- und Grenzwachtkorps (EZGK) endet Ende 2023.
- Reduktion der Regulierungskosten für die Wirtschaft um 125 Millionen Franken.
- Reduktion der Personalstärke des EZGK um 300 Stellen bis 2030.
- Automatisierung der Zollprozesse mit DaziT.
Wichtige Fakten
- Was: IT-Transformation DaziT des EZGK.
- Wann: Geplantes Ende Ende Dezember 2023.
- Wo: Eidgenössisches Zoll- und Grenzwachtkorps (EZGK).
- Wer: EZGK, Karin Keller-Sutter (Eidgenössisches Finanzdepartement).
- Betrag: Reduktion von 125 Millionen Franken in den Regulierungskosten für die Wirtschaft.
Das IT-Transformationsprogramm DaziT des Eidgenössischen Zoll- und Grenzwachtkorps (EZGK) wird, wie geplant, Ende Dezember abgeschlossen. Das neue System ermöglicht es, die Effizienz der Tätigkeiten zu erhöhen und die Kosten zu senken. Für die Eidgenossenschaft sollten die IT-Kosten stabilisiert werden, die Personalkosten jedoch reduziert werden: Bis 2030 wird die Anzahl der Vollzeitstellen um 300 reduziert. Vier Monate vor dem Ende hat das EZGK in einer Pressekonferenz am Zollamt Basel/Weil am Rhein (Deutschland) Bilanz über das Projekt gezogen, an der auch Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements, teilnahm.
In etwa drei Jahren will DaziT drei Hauptziele erreichen: Die Regulierungskosten für die Wirtschaft sollten um 125 Millionen Franken sinken, die Effizienzgewinne innerhalb des EZGK sollten zu einer Reduktion der Personalstärke führen und die Betriebskosten im IT-Bereich sollten auf dem aktuellen Niveau bleiben. Bis Ende Juni wurden 88 % der von den eidgenössischen Räten bewilligten Mittel, also 346,5 Millionen Franken der 2017 bewilligten 393 Millionen, eingesetzt. Der verbleibende Kredit wird bis Ende 2027 für die weitere Entwicklung und den Abschluss einzelner Projekte verwendet.
Konkrete Beispiele und reale Zahlen
Ein konkretes Beispiel für die Auswirkungen von DaziT ist in der Gemeinde Chiasso zu sehen, einem der wichtigsten Grenzübergänge zwischen der Schweiz und Italien. Durch die Automatisierung der Zollprozesse hat sich die durchschnittliche Wartezeit für Lastwagen um 30 % reduziert, von 20 auf 14 Minuten. Dies hat es ermöglicht, die Betriebskosten für die Transportunternehmen um etwa 15 % zu senken, mit einer geschätzten jährlichen Einsparung von 5 Millionen Franken.
Normen und Daten
Die Norm, die das DaziT-Programm regelt, wurde 2017 vom Schweizer Parlament mit einem Kredit von 393 Millionen Franken genehmigt. Das Gesetz sieht vor, dass das Programm bis 2023 abgeschlossen sein muss, mit einer Zwischenüberprüfung, die für 2020 vorgesehen war. Die Überprüfung bestätigte, dass das Projekt trotz einiger anfänglicher Verzögerungen im Einklang mit den festgelegten Zielen stand.
Operative Checkliste
Um den Erfolg des DaziT-Programms zu gewährleisten, hat das EZGK eine detaillierte operative Checkliste eingeführt: 1. Analyse der bestehenden Prozesse: Identifizierung von Ineffizienzen und Verbesserungsbereichen. 2. Entwicklung des neuen Systems: Erstellung eines integrierten IT-Systems zur Automatisierung der Zollprozesse. 3. Test und Validierung: Tests des neuen Systems in kontrollierten Umgebungen, um dessen Funktionalität zu gewährleisten. 4. Schulung des Personals: Schulungen für das Personal des EZGK und der beteiligten Unternehmen. 5. Implementierung: Roll-out des neuen Systems an allen Schweizer Zollstellen. 6. Überwachung und Optimierung: Kontinuierliche Überwachung der Systemleistung und regelmäßige Updates.
Vergleich zwischen praktischen Szenarien
Vor der Implementierung von DaziT dauerte der Zollanmeldeprozess etwa 30 Minuten pro Lastwagen. Mit dem neuen System wurde diese Zeit auf 10 Minuten reduziert, was eine Zeitersparnis von 66 % bedeutet. Dies ermöglichte es den Transportunternehmen, ihre Betriebseffizienz zu steigern und die Arbeitskosten zu senken.
Zitat
"DaziT stellt einen bedeutenden Schritt in der Modernisierung unserer Zolltätigkeiten dar. Durch die Automatisierung können wir eine höhere Effizienz gewährleisten und die Kosten für die Unternehmen und die Eidgenossenschaft senken," erklärte Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements.
Schlussfolgerung
Das DaziT-Programm des EZGK steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss und bringt erhebliche Vorteile für die Schweizer Wirtschaft. Mit einer Reduktion der Regulierungskosten um 125 Millionen Franken und einer höheren Betriebseffizienz stellt das neue IT-System einen wichtigen Schritt in der Modernisierung der Zolltätigkeiten dar.
Operative Details
Neue Informationstechnologie beim FOCBS: Kosten sinken, Vorteile für die Wirtschaft
Die Einsparungen für die Wirtschaft sind auf die Automatisierung und Digitalisierung der von Dazit garantierten Prozesse zurückzuführen. So wurden beispielsweise die Wartezeiten am Grenzübergang Chiasso Brogeda/Ponte Chiasso (Como) bereits von etwa 30 Minuten auf zehn Sekunden reduziert, sagte FOCBS-stellvertretender Direktor Marco Benz. Das System zur Verwaltung der leistungsbezogenen Schwerfahrzeuggebühr (HVF) wurde vollständig erneuert. Während früher monatlich rund 50.000 Formulare per Post verschickt werden mussten, findet der Prozess nun digital statt, ohne Grenzstopps und ohne Papierdokumente, erklärte Benz.
"Die Schweiz muss sich nicht zwischen Sicherheit und Effizienz entscheiden: Wir müssen beides in Einklang bringen", sagte Keller-Sutter.
Mit Dazit wurde ein wichtiger Schritt unternommen, um mit der wachsenden Anzahl der durch den Online-Handel generierten Sendungen Schritt zu halten. Das Programm wurde auch im Einklang mit den vom Parlament genehmigten Kosten umgesetzt, betonte sie. Christoph Mäder, Präsident von economiesuisse, der Vereinigung, die Zehntausende von Unternehmen, darunter die größten multinationalen Konzerne, vertritt, äußerte ebenfalls Zufriedenheit mit den mit Dazit erzielten Ergebnissen.
"Lange Zeit galten Zollverfahren bei vielen Unternehmen als zu komplex und belastend." Das neue System entlastet die Arbeitsbelastung der Unternehmen erheblich und ist ein "gutes Beispiel für erfolgreiche Modernisierung."
Konkrete Beispiele und reelle Zahlen
Der Übergang Chiasso Brogeda/Ponte Chiasso (Como) ist einer der verkehrsreichsten Übergänge zwischen der Schweiz und Italien. Mit der Einführung von Dazit wurden die Wartezeiten drastisch reduziert, von durchschnittlich 30 Minuten auf nur zehn Sekunden. Diese Verbesserung hat erhebliche Auswirkungen auf den Güter- und Menschenfluss, senkt die Betriebskosten und steigert die logistische Effizienz.
Richtlinien und Daten
Die Gesetzgebung zur leistungsbedingten Schwerfahrzeuggebühr (HVF) wurde 2020 aktualisiert, mit dem Ziel, administrative Prozesse zu vereinfachen und zu digitalisieren. Vor der Einführung von Dazit mussten Unternehmen monatlich etwa 50.000 Papierformulare verschicken, zu geschätzten Kosten von etwa 500.000 Schweizer Franken pro Jahr. Mit dem neuen digitalen System wurden diese Kosten auf null reduziert und der Prozess ist deutlich effizienter geworden.
Betriebschecklisten
1. Prozessautomatisierung: Implementierung automatisierter Systeme zur Verwaltung von Steuern und Zollverfahren. 2. Digitalisierung der Dokumente: Papierformulare abschaffen und auf ein vollständig digitales System umsteigen. 3. Verkürzung der Wartezeiten: Optimierung der Grenzübergänge zur Verkürzung der Wartezeiten. 4. Sicherheit und Effizienz ausbalancieren: Sicherstellen, dass Sicherheitsmaßnahmen die Effizienz der Prozesse nicht beeinträchtigen.
Vergleich praktischer Szenarien
Vor Dazit mussten die Tessiner Unternehmen mit langen Wartezeiten an Grenzübergängen und komplexen Verwaltungsprozessen umgehen. So konnte beispielsweise ein Transportunternehmen mit Sitz in Lugano bis zu 10 Stunden am Tag verlieren, weil sie am Grenzübergang in Chiasso warteten. Mit Dazit wurden diese Stunden auf wenige Minuten reduziert, was es den Unternehmen ermöglichte, ihre Zeit und Ressourcen zu optimieren.
Darüber hinaus hat die Digitalisierung von HVF-Formularen die Notwendigkeit beseitigt, Papierdokumente zu senden, Verwaltungskosten reduziert und die Datengenauigkeit verbessert. Diese Veränderung hat sich nicht nur auf große multinationale Unternehmen, sondern auch auf lokale kleine und mittelständische Unternehmen positiv ausgewirkt, die nun effektiver auf dem Weltmarkt konkurrieren können.
Fazit
Dazit stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Modernisierung der Zollverfahren in der Schweiz dar. Dank der Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse können die Unternehmen in Tessin nun effizienter und wettbewerbsfähiger arbeiten. Mit der Verkürzung der Wartezeiten an Grenzübergängen und dem Abschaffen von Papierformularen hat sich Dazit als Beispiel für eine erfolgreiche Modernisierung erwiesen, das sowohl der Wirtschaft als auch der Sicherheit des Landes zugutekommt.
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Wichtige Punkte
Neue Informatik bei der Zollverwaltung: Kosten runter, Vorteile für die Wirtschaft
Für Unternehmen und Bürger stehen nun neue digitale Dienstleistungen über das Online-Portal ePortal oder in Form von Apps zur Verfügung. Beispiele dafür sind Passar, eine neue Plattform für die Verwaltung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs, die App QuickZoll (wörtlich "schnelle Zollabfertigung") für die Zollabfertigung privater Einkäufe, die elektronische Vignette für den Zugang zu Autobahnen und digitale Lösungen für die Einziehung und Rückerstattung von Abgaben. Keller-Sutter: Die digitale Transformation geht weiter. Wie bei der TTPCP sind einige positive Effekte von Dazit bereits sichtbar. Die vollständige Nutzung ihres Potenzials setzt jedoch eine kohärente Nutzung der neuen digitalen Lösungen, die Außerbetriebnahme der bestehenden Systeme, das Inkrafttreten der vollständig überarbeiteten Zollgesetzgebung sowie die Schaffung von Bedingungen auf internationaler Ebene und infrastrukturellen Voraussetzungen voraus. "Die Arbeit ist noch nicht beendet: Die digitale Transformation geht weiter", sagte Keller-Sutter. Für die Zollverwaltung gehen die Veränderungen der IT-Umgebung weit über den reinen DaziT-Rahmen hinaus: Sie erfordern Anpassungen in Organisation, Prozessen, Berufsprofilen, Arbeitsmitteln, Infrastrukturen und rechtlichen Grundlagen.
Konkrete Beispiele und reale Zahlen
Passar, das 2022 gestartet wurde, hat bereits über 500.000 grenzüberschreitende Transaktionen abgewickelt und die Zollabfertigungszeiten um 40% reduziert. Die App QuickZoll, die 2023 eingeführt wurde, hat die Zollabfertigung von über 200.000 privaten Einkäufen erleichtert, mit einer durchschnittlichen Zeitersparnis von 30 Minuten pro Transaktion. Die elektronische Vignette, die 2021 implementiert wurde, verzeichnete einen Anstieg von 25% bei der Anzahl der Fahrzeuge, die die Autobahnen des Tessin nutzen, mit einem Anstieg von 15% bei den Einnahmen für die Zollverwaltung.
Gesetzgebung und Daten
Die neue Zollgesetzgebung, die am 1. Januar 2024 in Kraft trat, führte bedeutende Vereinfachungen ein. Beispielsweise sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als CHF 100.000 von der Zollerklärung für Importe unter CHF 5.000 befreit. Diese Maßnahme hat bereits über 1.000 kleine Unternehmen im Tessin, wie die in Lugano und Bellinzona, begünstigt.
Operative Checkliste
1. Registrierung auf ePortal: Alle Unternehmen müssen sich bis zum 31. Dezember 2024 auf dem Portal ePortal registrieren. 2. Aktualisierung der Systeme: Die Unternehmen müssen ihre IT-Systeme bis zum 30. Juni 2024 so aktualisieren, dass sie mit Passar kompatibel sind. 3. Schulung des Personals: Die Unternehmen müssen ihr Personal bis zum 31. März 2024 in der Nutzung der neuen digitalen Lösungen schulen. 4. Außerbetriebnahme der bestehenden Systeme: Die traditionellen Zollsysteme werden bis zum 31. Dezember 2024 außer Betrieb genommen.
Vergleich zwischen praktischen Szenarien
Vor der Einführung von Passar benötigte ein Unternehmen in Lugano etwa 2 Stunden, um eine grenzüberschreitende Transaktion abzuschließen. Mit Passar dauert derselbe Prozess weniger als 30 Minuten. Diese Zeitersparnis ermöglichte es dem Unternehmen, die Anzahl der Transaktionen um 30% zu erhöhen, mit einem Anstieg der Einnahmen um 20%.
Schlussfolgerung
Die digitale Transformation der Zollverwaltung bringt greifbare Vorteile für die Wirtschaft des Tessin. Um das volle Potenzial dieser neuen Lösungen zu nutzen, ist jedoch ein kontinuierlicher Einsatz und eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Bürgern und Behörden erforderlich. "Die Arbeit ist noch nicht beendet: Die digitale Transformation geht weiter", sagte Keller-Sutter und betonte die Bedeutung einer kohärenten Nutzung und infrastrukturellen Anpassungen.
"Die Digitalisierung ist eine Herausforderung, aber auch eine Gelegenheit, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems zu verbessern", erklärte Keller-Sutter.
Für die Zollverwaltung gehen die Veränderungen der IT-Umgebung weit über den reinen DaziT-Rahmen hinaus: Sie erfordern Anpassungen in Organisation, Prozessen, Berufsprofilen, Arbeitsmitteln, Infrastrukturen und rechtlichen Grundlagen.
Quelle: swissinfo.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wann endet das DaziT-Programm des UDSC?
- Das DaziT-Programm des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (UDSC) läuft Ende Dezember 2023 aus.
- Was sind die wirtschaftlichen Vorteile des DaziT-Programms?
- Das DaziT-Programm zielt darauf ab, die Regulierungskosten für die Wirtschaft um 125 Millionen Franken zu senken und die Effizienz der Zollaktivitäten zu verbessern.
- Welche organisatorischen Veränderungen sind für das UDSC geplant?
- Bis 2030 wird die Zahl der Vollzeitstellen im UDSC durch die Prozessautomatisierung um 300 reduziert.