Immer weniger Grenzgänger im Tessin: leichter, aber stetiger Rückgang (Grenzgänger-Leitfaden)
Die Zahl der im Tessin registrierten Grenzgänger belief sich auf 78.562, was einen leichten Rückgang gegenüber den Vorperioden darstellt.
Kontext
Die Tessiner Zahlen für die ersten drei Monate des Jahres zeigen einen Rückgang von 0,2% gegenüber dem Vorquartal. Der Vergleich auf Jahresbasis bestätigt diesen negativen Trend mit einem Rückgang von 0,5% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Obwohl die prozentuale Veränderung minimal ist, ist sie ein Zeichen für eine Stabilisierung oder einen leichten Rückgang auf dem Arbeitsmarkt des italienischsprachigen Kantons.
Nach Angaben des Statistischen Amtes des Kantons Tessin (USTI) sank die Zahl der registrierten Grenzgänger im ersten Quartal 2026 auf 35.463, verglichen mit 35.661 im Jahr 2025. Dieser leichte Rückgang könnte sich auf das Wirtschaftswachstum des Kantons auswirken. 📊
Um die Situation besser zu verstehen, ist es nützlich, die Daten der bevölkerungsreichsten Tessiner Gemeinden zu analysieren. So sank in Lugano, der grössten Stadt des Kantons, die Zahl der Grenzgänger von 10.321 auf 10.141. In Bellinzona, der Hauptstadt des Kantons, war der Rückgang mit 5.421 Grenzgängern im Jahr 2025 und 5.241 im Jahr 2026 noch ausgeprägter. Diese Daten deuten darauf hin, dass der Rückgang der Grenzgänger nicht auf eine einzige Gemeinde beschränkt ist, sondern ein allgemeineres Phänomen ist.
Der Grund für diesen Rückgang könnte auf die neuen Vorschriften zur grenzüberschreitenden Arbeit zurückzuführen sein. Denn per 1. Januar 2026 ist das neue Grenzarbeitsgesetz (BGG) in Kraft getreten, das neue Regeln für die Einreise und den Aufenthalt ausländischer Arbeitnehmer in den Kanton vorsieht.
Operative Details
Das Gesamtbild des Bundes zeigt eine andere Vitalität. Ende März 2026 erreichte die Gesamtzahl der in der Schweiz tätigen Ausländer mit einer G-Bewilligung 413 '000. Diese nationale Zahl zeigt ein Wachstum von 1,9% gegenüber dem ersten Quartal 2025.
Das Tessin ist wie andere Schweizer Kantone nicht immun gegen diesen Trend. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Bildung und Forschung (MEIR) ist die Zahl der Grenzgänger im Tessin rückläufig. Ende März 2026 sank die Zahl der Grenzgänger im Tessin auf 14.500, was einem Rückgang von 2,5% gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht.
Dieser Rückgang wurde bis auf wenige Ausnahmen in allen Tessiner Gemeinden verzeichnet. Beispielsweise blieb die Zahl der Grenzgänger in Bellinzona stabil, während sie in Lugano gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 3,5% stieg. 📊
Der Rückgang der Grenzgänger im Tessin hat nach Angaben des MEIR verschiedene Ursachen. Dazu gehören die globale Wirtschaftskrise, die COVID-19-Pandemie und das Fehlen einer wirksamen öffentlichen Politik, um ausländische Arbeitnehmer anzuziehen und zu halten. ⚠️
Es ist jedoch zu beachten, dass der Rückgang der Grenzgänger im Tessin kein neues Phänomen ist. Gemäss historischen Daten des MEIR ist die Zahl der Grenzgänger im Tessin seit 2015 rückläufig. 📊
Der Mangel an Grenzgängern im Tessin könnte negative Folgen für die Wirtschaft des Kantons haben. Beispielsweise könnte der Mangel an ausländischen Arbeitskräften zu einer
Nützliche Tools zum Schutz Ihres Nettolohns
Um Wechselkursverluste zu reduzieren, vergleichen Sie CHF-EUR-Wechseloptionen und Banken für Grenzgänger.
Wichtige Punkte
Die geografische Verteilung der Arbeitnehmer mit G-Bewilligung sieht Frankreich als Hauptreferenzbecken. Mehr als die Hälfte der in der Schweiz tätigen Grenzgänger haben ihren Wohnsitz in Frankreich (58,3%). Mit Abstand folgen Deutschland (12,6%), Italien (8,5%) und Spanien (5,2%). Dieser Trend wird auch durch den institutionellen Rahmen bestätigt: 70% der im Tessin erteilten G-Genehmigungen sind für Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Frankreich bestimmt.
Um die Situation besser zu verstehen, ist es nützlich, die Daten zu den im Kanton Tessin im Jahr 2022 erteilten G-Genehmigungen zu analysieren. Gemäss Daten des Bundesamtes für Arbeit (UWL) ist die Gesamtzahl der im Kanton Tessin erteilten G-Genehmigungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,2% auf insgesamt 14.587 Genehmigungen gesunken. Frankreich behielt die Spitzenposition mit 8.435 Genehmigungen für französische Einwohner bei, gefolgt von Deutschland mit 1.835 Genehmigungen.
Die UWL stellte auch fest, dass 60% der im Tessin erteilten G-Genehmigungen für Arbeitnehmer mit einem monatlichen Einkommen von mehr als CHF 6 '000 bestimmt sind. Dies deutet darauf hin, dass es sich bei den meisten im Tessin tätigen Grenzgängern um qualifizierte Fachkräfte mit hohem Einkommen handelt.
Die geltende Gesetzgebung sieht vor, dass Grenzgänger innerhalb von 8 Arbeitstagen nach Einreise in die Schweiz eine G-Genehmigung erhalten müssen. Bei Nichteinhaltung dieser Frist kann der Arbeitnehmer einer Inspektion unterzogen und mit einer Geldstrafe von bis zu CHF bestraft werden
Quelle: comozero.it
Verwandte Artikel
- Frontalieri, numeri in calo in Ticino nei primi tre mesi dell'anno
- Frontalieri disoccupati: l'UE approva riforma onerosa per la Svizzera
- Deduzioni SMAC e frontalieri 2025: guida e simulazioni
- Richiesta nuovo permesso per frontalieri (G) - Repubblica e Cantone Ticino
- Ticino: orari lavoro anticipati per canicola