Tessin führt die Preissteigerungen bei Mobilität und Wohnen an (Grenzgänger-Leitfaden)

Pendler fährt nahe Lugano mit Häusern im Hintergrund, symbolisiert Mobilitäts- und Wohnkosten

Im August erreichen die Preissteigerungen im Tessin 3%, während auf nationaler Ebene Wohnen und Mobilität um 2,4% steigen und die allgemeine Inflation bei 0,8% liegt, was für eine typische Familie 1'066 Franken mehr pro Jahr entspricht.

Kontext

Kurz gesagt

  • Im Tessin haben die Preissteigerungen im August 3% erreicht.
  • Auf nationaler Ebene sind Mobilität und Wohnen um 2,4% gestiegen.
  • Die allgemeine Inflation lag bei 0,8%.
  • Für eine Familie: 1'066 Franken mehr pro Jahr.

Wichtige Fakten

  • Gebiet → Tessin
  • Zeitraum → August
  • Preissteigerung im Tessin → 3%
  • Nationaler Index für Wohnen und Mobilität → 2,4%
  • Allgemeine Inflation → 0,8%
  • Mittelschicht → 2,6% jährlich; 0,6% gegenüber Mai
  • Ausarbeitung → Comparis und KOF
  • Zusätzliche jährliche Ausgaben im Beispiel → 1'066 Franken

Das Tessin führt die Rangliste der Preissteigerungen an

Die im August verzeichneten 3% machen das Tessin zum Spitzenreiter bei den Preissteigerungen. Das gab Comparis, das Internet-Vergleichsportal, das die Daten zusammen mit dem KOF-Institut, dem Konjunkturforschungszentrum der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, aufbereitet hat, am Dienstag bekannt.

Auf nationaler Ebene ist das Bild weniger schwerwiegend, bleibt aber über der Inflation. Die Wohn- und Mobilitätskosten sind gegenüber demselben Monat des Vorjahres um 2,4% gestiegen, während die allgemeine Inflation 0,8% betrug. Der Anstieg des Preisindexes für Mobilität und Wohnen, der als MAb bezeichnet wird, ist somit dreimal höher als der allgemeine Anstieg.

Die Mittelschicht und das tägliche Budget

Nach Einkommensgruppen ist der Anstieg der Lebenshaltungskosten, weiterhin auf nationaler Ebene, für die Mittelschicht stärker ausgefallen. Für diese Kategorie stieg der Index auf Jahresbasis um 2,6% und gegenüber Mai um 0,6%. Die Untersuchung bietet keine separate Aufschlüsselung nach Einwohnern, Pendlern oder Grenzgängern; ihre Zahl bezieht sich auf die allgemeine Entwicklung der Kosten.

Für Personen, die im Kanton Tessin arbeiten und ihren Arbeitsplatz erreichen, besteht der konkrete Zusammenhang daher in der Mobilität und ihrem Gewicht im täglichen Budget. Die Quelle berechnet keine spezifischen Ausgaben für Grenzgänger und unterscheidet bei dieser Kategorie nicht zwischen Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Zahl kann jedoch zusammen mit costo della vita gelesen werden, wobei der allgemeine Prozentsatz von den individuellen Ausgaben getrennt bleibt. Es ist eine grobe Angabe, kein persönlicher Kostenvoranschlag.

Comparis macht die 2,4% mit einem Beispiel konkreter: Wenn eine Familie im vergangenen Jahr 2'500 Franken pro Monat für die Miete, 1'000 Franken für das Auto und 200 Franken für Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs ausgegeben hat, sind die Kosten um rund 89 Franken pro Monat gestiegen. Auf das ganze Jahr gerechnet entspricht der Anstieg 1'066 Franken allein für Wohnen und Mobilität. Für einen Grenzgänger ist die Zahl keine persönliche Prognose, sondern ein Anhaltspunkt dafür, wie sich eine durchschnittliche Veränderung in ein Jahresbudget umwandeln kann.

Operative Details

Auto und Heizung: Die Rechnung wird größer

Der von den Forschern verwendete Referenzfall deckt das Problem nicht vollständig ab. Die Mobilität umfasst nämlich Kraftstoff, Versicherung, Ersatzteile und Wartung. Wer täglich in den Kanton Tessin pendelt, sollte diese Posten getrennt betrachten, um sich nicht auf den allein an der Tankstelle angezeigten Preis zu beschränken. Die Quelle weist jedoch keinen spezifischen Durchschnittswert für Grenzgänger aus: Die Werte wurden allgemein erhoben. Der costo auto pendolare ist daher als Summe verschiedener Komponenten zu verstehen, nicht als einzelne Tankfüllung.

Auto: Die Verteuerung beschränkt sich nicht auf den Kraftstoff

PostenAugustwert
Kraftstoffe17,9% mehr als ein Jahr zuvor
Diesel23,3% mehr
Benzin15,8% mehr
Motorfahrzeugversicherung7,4% mehr; 18,9% in fünf Jahren
Ersatzteile und Zubehör12,6% mehr
Wartung und Reparaturen8,6% mehr
Neuwagen0,8% weniger
Gebrauchtwagen1,5% weniger

Der Vergleich zeigt, dass sich die Verteuerung nicht auf einen einzigen Posten konzentriert. Der Kraftstoff belastet das Budget beim Tanken, während Versicherung, Ersatzteile und Wartungsdienstleistungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu Buche schlagen. Neuwagen und Gebrauchtwagen sind dagegen um 0,8% beziehungsweise 1,5% günstiger geworden.

«Für Autofahrer steigen nicht nur die Kosten an der Zapfsäule», betont Dirk Renkert, Finanzexperte bei Comparis.

Für einen Grenzgänger in einer ähnlichen Situation ergibt sich in der Praxis die Summe der einzelnen Autokosten, nicht ein individueller Betrag, der sich aus der Studie ableiten lässt. Renkert weist zudem darauf hin, dass die weiterhin bestehende geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten eine deutliche Verbesserung in naher Zukunft unwahrscheinlich macht.

Auch beim Heizen gibt es Unterschiede zwischen den Haushalten

Die Energiepreise für das Heizen sind insgesamt um 17,1% gestiegen, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Energieträgern. Heizöl ist um 53,1% teurer geworden und Brennholz um 10,8%. Die Fernwärme ist dagegen um 0,4% günstiger geworden, während Gas um 3,0% gesunken ist.

Laut Renkert wirkt sich die Art des Energieträgers, mit dem eine Wohnung beheizt wird, stark auf die finanzielle Belastung eines Haushalts aus. Kurzfristig können Mieter diesen Posten kaum beeinflussen, weshalb er zusammen mit den anderen Haushaltsausgaben betrachtet werden muss.

Nützliche Tools für die Planung

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Wichtige Punkte

Vier Überprüfungen, um die Ausgaben zu begrenzen

Die Empfehlungen von Comparis lassen sich in eine einfache Abfolge umsetzen. Für einen Grenzgänger, der Mobilitäts- und Wohnkosten trägt, besteht das Ziel nicht darin, der Quelle eine persönliche Berechnung zuzuschreiben, sondern einen Posten nach dem anderen zu überprüfen und im Familienbudget einen Spielraum zu lassen.

Von der Zapfsäule zu den Zimmern

1. Vergleiche vor dem Tanken die Treibstoffpreise zwischen Tankstellen und Regionen. Dies ist der erste von Comparis genannte Hebel, um die Ausgaben zu begrenzen: Der Vergleich sollte anhand der verschiedenen verfügbaren Angebote erfolgen, ohne sich auf eine einzige Tankstelle zu beschränken.

2. Überprüfe langfristige Versicherungspolicen regelmässig. Es wird empfohlen, nach günstigeren und zur eigenen Situation passenden Lösungen zu suchen, um zu prüfen, ob der Versicherungsschutz weiterhin mit dem Budget vereinbar ist.

3. Verringere die Wärmeverluste in der Wohnung durch richtiges Lüften, indem du nachts Rollläden und Vorhänge geschlossen hältst und die Heizkörper frei lässt. Dies sind von der Quelle genannte Massnahmen, um die Wärmeverluste zu begrenzen.

4. Optimiere die Heizung, indem du die Temperatur um nur ein Grad senkst. Diese Massnahme sollte in die ganzheitliche Haushaltsführung einbezogen werden, insbesondere wenn sich die Kosten der verschiedenen Energiequellen sehr unterschiedlich entwickeln.

Diese Nachricht bleibt auf die Kosten für Mobilität, Wohnen, Energie, Versicherungen, Ersatzteile und Reparaturen beschränkt. Sie enthält keine Angaben zu Bewilligung G, AVS, LPP, LAMal, Rückerstattungen oder Quellensteuer. Der Bezug auf den Grenzgänger dient lediglich dazu, das Gewicht des Arbeitswegs und der Haushaltsausgaben zu erfassen, ohne aus der Quelle steuerliche oder sozialversicherungsrechtliche Regelungen abzuleiten.

Die konkreteste Methode besteht darin, im Budget Treibstoff, öffentliche Verkehrsmittel, Versicherungen, Unterhalt, Wohnen und Heizung getrennt auszuweisen und anschliessend die entsprechenden Überprüfungen anzuwenden. Um diese Posten in eine Überprüfung des persönlichen Budgets zu übertragen, verwende calcolatore stipendio.

Quelle: rsi.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist laut der Studie von Comparis und KOF der prozentuale Anstieg der Preissteigerungen im Tessin im August?
Gemäss den Berechnungen von Comparis und KOF beliefen sich die Preissteigerungen im Tessin im August auf 3%. Auf nationaler Ebene stiegen die Kosten für Wohnen und Mobilität im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4%, während die Gesamtinflation bei 0,8% lag. Der Preisindex für Mobilität und Wohnen (MAb) ist damit dreimal so hoch wie die Gesamtinflation. Für eine typische Familie wird der jährliche Aufschlag auf 1'066 Franken geschätzt.
Welche Ausgabenposten für das Auto verzeichneten im August die höchsten Anstiege?
Die Kfz-Preistabelle zeigt folgende Steigerungen gegenüber dem Vorjahr: Kraftstoffe +17,9%, Diesel +23,3%, Benzin +15,8%, Kfz-Versicherung +7,4%, Ersatzteile und Zubehör +12,6%, Wartung und Reparatur +8,6%. Im Gegensatz dazu wurden Neuwagen um 0,8 Prozent und Occasionen um 1,5 Prozent günstiger. Diese Daten zeigen, dass die Teuerung nicht nur auf Kraftstoff beschränkt ist, sondern auch Versicherungen, Ersatzteile und Wartungsdienstleistungen umfasst.
Welche vier von Comparis empfohlenen Überprüfungen gibt es, um die Kosten für Mobilität und Wohnen zu begrenzen?
Comparis empfiehlt vier praktische Maßnahmen: 1) Vor dem Tanken die Treibstoffpreise verschiedener Tankstellen und Regionen vergleichen, um das günstigste Angebot zu wählen. 2) Langfristige Versicherungspolicen regelmäßig überprüfen und nach Lösungen suchen, die besser zum Budget passen. 3) Wärmeverluste in der Wohnung durch richtiges Lüften, nachts geschlossene Rollläden und Vorhänge sowie freigehaltene Heizkörper reduzieren. 4) Die Heizung optimieren, indem die Temperatur auch nur um ein Grad

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