Tessin: Neue Regeln gegen invasive Arten für Grenzgänger

Ab 2026 kantonale Unterstützung zur Bekämpfung von Tapinoma-Ameisen, Quaggamuscheln und Louisiana-Garnelen. Reinigungspflicht für Boote, um Kontaminationen zu vermeiden.

Contesto

Ameisen Tapinoma: Finanzhilfen für die Gemeinden Der Kanton Tessin führt ab 2026 finanzielle Unterstützung für die Gemeinden ein, um die Verbreitung der invasiven Tapinoma-Ameise einzudämmen. Mit diesem Massnahmenpaket sollen die Gemeinden spezifische Richtlinien überwachen, mit autorisierten Schädlingsbekämpfern zusammenarbeiten – etwa bei der Erstellung technischer Formulare – und gegebenenfalls kantonale Subventionen beantragen. «Die Gemeinden sind aufgefordert, die Einhaltung spezifischer Richtlinien zu überwachen, in Zusammenarbeit mit zugelassenen Schädlingsbekämpfern entsprechende Formulare auszufüllen und gegebenenfalls Subventionen zu beantragen», erklärt Francesca Botta von der Sektion Luft, Wasser und Boden. 📊 Grenzgänger in der Verantwortung: Wer als Grenzgänger im Tessin lebt und in Italien arbeitet, ist aufgerufen, mögliche Befallssituationen bei der zuständigen Wohngemeinde zu melden. Die aus Afrika stammende Tapinoma verbreitet sich rasant und kann elektrische Anlagen sowie Hausisolierungen beschädigen. Die Gemeinden müssen Monitoring- und Interventionspläne aktivieren, unterstützt durch Umweltberater. ### Tigermücke: Verbot von Vernebelungsgeräten Experten des Instituts für Mikrobiologie der SUPSI haben den Einsatz neuer Vernebelungsgeräte gegen die Tigermücke als unwirksam und potenziell gefährlich eingestuft. «Wir raten von diesen Vernebelungsgeräten ab. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für ihre Wirksamkeit: Sie reduzieren das Problem nicht, sondern verschieben es höchstens», betont Eleonora Flacio von der SUPSI. Die versprühten Produkte können Trinkwasser und benachbarte Grundstücke kontaminieren und stellen zudem eine Gefahr für Haustiere und Lebensmittel dar. 💡 Handlungsempfehlung für Grenzgänger: Wer in der Schweiz Gärten oder Balko...

Dettagli operativi

Auswirkungen auf die Gewohnheiten der Grenzgänger: Was ändert sich konkret? Für die Grenzgänger, die im Tessin leben und täglich nach Italien pendeln, bringen die neuen Maßnahmen gegen invasive Arten zusätzliche Pflichten mit sich. Wer etwa ein Boot besitzt, muss vor Fahrten zwischen verschiedenen Seen häufiger Kontrollen unterziehen lassen, was zu Verzögerungen bei Freizeit- oder Berufstätigkeiten führen kann. Die Reinigung von Angel- oder Sportausrüstung wird zur Pflicht, wobei die Geräte vollständig getrocknet werden müssen, um die Verbreitung der Larven der Quagga-Muschel zu verhindern. Grenzgänger, die Gärten oder Außenbereiche nutzen, müssen künftig stärker auf die Prävention gegen die Tigermücke achten: Der Einsatz von Vernebelern ist verboten, stattdessen sollten traditionelle Methoden wie das Beseitigen von Wasseransammlungen angewendet werden. Auch die Meldung invasiver Arten wie des Louisiana-Krebses oder der Tapinoma-Ameise wird zur Bürgerpflicht – die Meldung erfolgt schnell und unkompliziert über die zuständigen kantonalen Stellen. 📊 Wichtige Neuerungen im Überblick: - Regelmäßige Kontrollen von Booten vor Seenfahrten - Trocknungspflicht für Angel- und Sportausrüstung - Verbot von Vernebelern gegen Tigermücken - Meldepflicht für invasive Arten wie den Louisiana-Krebs oder die Tapinoma-Ameise ### Verfahrensanweisungen für Gemeinden und Bürger Die Tessiner Gemeinden müssen koordinierte Interventionspläne mit den kantonalen Behörden und Umweltberatern erstellen. Für Grenzgänger bedeutet das: engere Zusammenarbeit mit den lokalen Verwaltungen – durch zeitnahe Meldungen, Einhaltung der Richtlinien und Teilnahme an Informationskampagnen. Kantonale Zuschüsse für die Bekämpfung der Tapinoma-Ameise könnten beispielsweise auch Wohnungs- oder Genossenschaftseig...

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Häufig gestellte Fragen
Welche invasiven Arten sind für Grenzgänger im Tessin am gefährlichsten?
Die für Grenzgänger relevantesten invasiven Arten im Tessin sind die Hausameise Tapinoma (schädigt Gebäude), die Asiatische Tigermücke (Krankheitsüberträger), der Louisiana-Flusskrebs (stört aquatische Ökosysteme) sowie die Quagga-Muschel (verstopft Wasserleitungen). Alle erfordern eine schnelle Meldung und spezifische Massnahmen der kantonalen Behörden.
Wie meldet man invasive Arten im Tessin?
Invasive Arten können über das Büro für Natur und Landschaft oder das Jagd- und Fischereiamt des Kantons Tessin gemeldet werden. Eine Fotografie und die genaue Angabe des Fundorts sind dabei hilfreich. Meldungen sind auch über die offizielle App des Kantons Tessin möglich.
Welche Strafen drohen bei Nichteinhaltung der neuen Vorschriften?
Bei unterlassener Meldung invasiver Arten können die kantonalen Behörden administrative Bussen verhängen. Bei Quagga-Muscheln kann eine mangelnde Reinigung von Booten zur Besiedlung neuer Lebensräume führen, was mit Geldstrafen und der Pflicht zu Nachbesserungen einhergeht. Nicht vorschriftsmässig eingesetzte Vernebelungsgeräte gegen Tigermücken können Umwelt- und Gesundheitsbelastungen verursachen und bergen Risiken für die öffentliche Gesundheit.
Haben Grenzgänger Anspruch auf Subventionen für die Bekämpfung der Hausameise Tapinoma?
Ja, Gemeinden können kantonale Subventionen für Bekämpfungsmassnahmen gegen die Hausameise Tapinoma beantragen. Grenzgänger müssen das Problem ihrer Wohnsitzgemeinde melden, die dann den Subventionsantrag stellt. Die Verfahren werden ab 2026 aktiv.
Was müssen Bootsbesitzer tun, um die Verbreitung der Quagga-Muschel zu verhindern?
Bootsbesitzer müssen ihre Ausrüstung vor dem Wechsel zwischen verschiedenen Seen gründlich reinigen und trocknen. Die Verwendung spezifischer Reinigungsmittel sowie die Einhaltung der Vorgaben der Abteilung für Luft, Wasser und Boden sind Pflicht. Die Reinigung muss bei Kontrollen dokumentiert werden können.

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