Dürre: Maisimporte zollfrei für Tessiner Züchter (Grenzgänger-Leitfaden)

Castelgrande am Bodensee mit Goldlicht

Außerordentliche Maßnahme des WBF bis zum 31. Oktober 2026, um den von der Krise betroffenen Landwirten Futter zu garantieren. Maisimporte bis zu 60% Trockenmasse zollfrei.

Kontext

Dürre: Maisimporte zollfrei für Tessiner Züchter

  • Kostenlose Einfuhr von Mais bis zum 31. Oktober 2026
  • WBF Nullzölle vom 15. September bis 31. Oktober 2026
  • BLW hat mit Wirkung vom 1. August 2026 Zölle auf Heu abgeschafft
  • Maximale Trockensubstanz: 60 % für Importe

Die Dürre beeinträchtigte die Heuproduktion in der Schweiz und zwang das WBF zum Eingreifen. Vom 15. September bis 31. Oktober 2026 kann frischer oder silierter Mais für Tiere mit einer Trockenmasse ≤60 % zollfrei eingeführt werden. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat die Zölle auf Heu und Grassilage bereits per 1. August 2026 im Rahmen der ordentlichen Regelung abgeschafft. Diese außergewöhnliche Maßnahme zielt darauf ab, die Kontinuität des Tessiner Agrarsektors zu gewährleisten, mit besonderem Augenmerk auf Erstattungen, die aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen Erträge eingebüßt haben.

Die Entscheidung fällt nach einem günstigen Frühjahr, gefolgt von einer Dürreperiode und hohen Temperaturen, die sich negativ auf die Futterproduktion ausgewirkt haben. Die jüngsten Niederschläge haben, obwohl sie eingetreten sind, die Mängel nicht vollständig ausgeglichen. Die Tessiner Züchter, die bereits mit den steigenden Kosten zu kämpfen haben, können auf diese vorübergehende Ausnahme zugreifen, um sich ein qualitativ hochwertiges Futter ohne Zollgebühren zu sichern. Importe müssen bei den Zollstellen (www.bazg.admin.ch) angemeldet werden und die allgemeine Genehmigung der Organisation einholen

Operative Details

Praktische Analyse: Dürre und zollfreie Maisimporte für Tessiner Züchter

Die Maßnahme kommt insbesondere den Tessiner-italienischen Grenzgängern zugute, die das italienische Hoheitsgebiet für die Viehzucht nutzen. Die Transportkosten von Brogeda (CH) nach Valle San Giovanni (IT) könnten jetzt durch die Senkung der Lagerkosten günstiger sein. Vergleichen wir die bisherige und die aktuelle Situation:

| Zeitraum | Angewandte Zölle | Durchschnittliche Kosten pro Tonne | |-------------------|----------------|------------------------| | Prima 1/8/2026 | Standard | 180-220 CHF | | Ab 15.09.2026 | 0 CHF | 120-150 CHF (nur Transport) |

Betrachten wir den Fall eines Landwirts, der 10 Tonnen Trockenmais pro Monat mit einem Trockenstoffgehalt von 90% importiert. Sie sparen monatlich 600-900 CHF, also insgesamt 7.200-10.800 CHF pro Jahr. Der Grenzwert von 60 % Trockensubstanz könnte jedoch diejenigen benachteiligen, die trockeneres Futter benötigen. Diese Schwelle garantiert laut BLW die ernährungsphysiologische Qualität für die Tiere.

Die Tessiner Rückvergütungen, die bereits aufgrund der Energiekosten und des Arbeitskräftemangels in Schwierigkeiten sind, könnten erwägen, einen Teil der Produktion nach Italien auszulagern, wo die Dürre unterschiedliche Auswirkungen hatte. Beispielsweise könnte die Gemeinde Lugano jährlich 500 Tonnen Trockenmais direkt aus der Gemeinde Piacenza in Italien importieren, was 60.000 CHF kostet. Dies könnte die Abhängigkeit von lokalen Produzenten verringern und die

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Wichtige Punkte

Dürre: Maisimporte zollfrei für Tessiner Züchter

Der Ärger in der Ostschweiz führte zu einem erheblichen Weizenmangel für das Vieh. Die Tessiner Regierung reagierte mit einer Sofortmassnahme, die für die Einfuhr von Tiergetreide in das Tessin einen Zollrabatt von 100 Prozent gewährt. Davon profitieren vor allem die Tessiner Züchter, die Mais zollfrei einführen können.

Das Verfahren, um diese Gelegenheit zu nutzen, ist relativ einfach und umfasst einige wichtige Schritte.

1. Zollanmeldung

Um von dieser Maßnahme profitieren zu können, müssen die Tessiner Züchter das Formular C73 ausfüllen, das auf der Website des Zoll- und Statistikamtes des Bundes (www.bazg.admin.ch) verfügbar ist. Dieses Formular muss vor der Übergabe der Fracht an das Zollterminal ausgefüllt werden.

2. Allgemeine Erlaubnis

Nach Ausfüllen des Formulars C73 müssen die Züchter eine allgemeine Genehmigung bei der Organisation Schwanengasse 5-7, Bern (www.reservesuisse.ch) beantragen. Diese Genehmigung bedarf weiterer Unterlagen und wird nach vorheriger Prüfung erteilt.

3. Dokumentation

Um die Allgemeingenehmigung zu beantragen, müssen die Züchter eine Handelsrechnung, ein Ursprungszeugnis und eine Trockensubstanzanalyse beilegen. Diese Informationen tragen dazu bei, dass importiertes Getreide von hoher Qualität ist und den Vorschriften entspricht

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Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie melde ich Maisimporte?
Füllen Sie das Formular C73 auf www.bazg.admin.ch aus und reichen Sie die Unterlagen bei der zuständigen Zollstelle ein. Vergessen Sie nicht, die allgemeine Genehmigung bei der Organisation Schwanengasse 5-7, Bern einzuholen.
Gilt die Maßnahme auch für italienisches Futter?
Ja, sofern Sie den Grenzwert von 60 % Trockensubstanz einhalten. Die Einfuhren müssen eindeutig für die Tierernährung und nicht für die industrielle Verarbeitung bestimmt sein.
Gibt es eine Gebühr für die Erlaubnis?
Die Allgemeingenehmigung ist kostenlos, erfordert jedoch die Vorlage vollständiger Unterlagen. Das detaillierte Formular finden Sie unter www.reservesuisse.ch.

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