Arbeitslosigkeit von Grenzgängern: Quadri, «Die Schweiz soll nicht zahlen»

Der Tessiner Nationalrat Lorenzo Quadri (Lega) reicht eine Motion ein, um zu verhindern, dass die Schweiz Arbeitslosenentschädigungen an Grenzgänger auszahlt.

Contesto

In Kürze - Die Schweiz könnte die Arbeitslosenentschädigungen für Grenzgänger zahlen müssen, mit einem geschätzten Aufwand von 500 Millionen bis 1 Milliarde Franken pro Jahr - Lorenzo Quadri (Lega) reicht Motion an den Bundesrat ein, um dies zu verhindern - Kantone wie der Tessin, mit einer hohen Konzentration von Grenzgängern, müssten die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren verstärken ## Wichtige Fakten - Was: Motion, um zu verhindern, dass die Schweiz die Arbeitslosigkeit der Grenzgänger zahlt - Wann: 27. April 2026 - Wo: Bern - Wer: Lorenzo Quadri (Lega) - Betrag: Zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Franken pro Jahr Der Tessiner Nationalrat Lorenzo Quadri (Lega) hat eine Motion an den Bundesrat eingereicht, um zu verhindern, dass die Schweiz die Arbeitslosenentschädigungen für Grenzgänger zahlen muss. Gemäss dem Abkommen mit der EU würden die Entschädigungen nicht mehr vom Wohnsitzstaat, sondern vom Arbeitsstaat ausbezahlt. Die Schweiz, mit etwa 412'000 Grenzgängern, würde stark von dieser Änderung betroffen sein. ### Folgen für den Tessin Gemäss der SECO, zitiert von der Aargauer Zeitung, würden die Ausgaben für die schweizerische Arbeitslosenversicherung im „neuen Regime“ zwischen einigen hundert Millionen Franken und einer Milliarde pro Jahr variieren. Kantone mit einer hohen Anzahl von Grenzgängern, beginnend mit dem Tessin, müssten die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren auf eigene Kosten verstärken, um einer Massenmeldung von Grenzgängern gerecht zu werden. Die URC müssten daher zusätzliche Ressourcen einstellen, um Grenzgänger auf Kosten der arbeitslosen Tessiner zu vermitteln. ### Konkrete Beispiele - Gemeinde Mendrisio: Mit über 10'000 Grenzgängern müsste die Gemeinde einen erheblichen Anstieg der Vermittlungsanfragen bewältigen. - Gemeinde Lugano...

Dettagli operativi

Praktische Implikationen für Grenzgänger Die Änderung des Abkommens mit der EU könnte erhebliche Auswirkungen auf Grenzgänger haben. Derzeit werden die Arbeitslosenentschädigungen vom Wohnsitzstaat gezahlt, mit einer Beteiligung des Landes, in dem der Grenzgänger tätig war. Sollte die Schweiz diese Last übernehmen, könnten sich die Grenzgänger in einer unsicheren Situation hinsichtlich der Rechte und Verfahren befinden. Beispielsweise könnte ein in Varese wohnhafter Grenzgänger, der in Lugano arbeitet, derzeit auf eine italienische Arbeitslosenentschädigung mit einem Schweizer Beitrag zählen. Mit der vorgeschlagenen Änderung könnte die gesamte Last auf die Schweiz übergehen, was das System radikal verändern würde. Laut Daten von 2022 arbeiten etwa 65.000 Grenzgänger im Tessin, davon 30.000 aus Italien. ### Vergleich mit der aktuellen Situation Derzeit können arbeitslose Grenzgänger auf das Arbeitslosenversicherungssystem ihres Wohnsitzstaates zählen. Mit der vorgeschlagenen Änderung könnte sich dies radikal ändern. Die Grenzgänger müssten sich bei den regionalen Schweizer Arbeitsvermittlungsämtern anmelden, was zu mehr Bürokratie und längeren Wartezeiten für die Entschädigungen führen könnte. Beispielsweise könnte ein in Como wohnhafter Grenzgänger, der in Mendrisio arbeitet, mit längeren Wartezeiten für die Entschädigungen konfrontiert werden, von einem italienischen System, das für die ersten 120 Tage eine Entschädigung von 75% des Gehalts vorsieht, zu einem möglicherweise weniger günstigen Schweizer System. Zudem könnte die Schweiz neue Vorschriften einführen, wie die Pflicht zur Anmeldung im Schweizer Arbeitslosenversicherungssystem, mit möglicherweise höheren Beiträgen als derzeit. ### Mögliche Szenarien Falls der Antrag von Quadri angenommen wird, könnte die S...

Punti chiave

Was jetzt zu tun ist Grenzgänger, die in Gemeinden wie Chiasso, Mendrisio oder Lugano wohnen und im Tessin arbeiten, sollten die offiziellen Mitteilungen des Bundesrates und der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (URC) genau verfolgen. Besonders wichtig ist es, eventuelle Änderungen bei den Arbeitslosenentschädigungen im Auge zu behalten, die die transfrontalierenden Arbeiter erheblich beeinflussen könnten. Beispielsweise kann ein Grenzgänger, der in der Schweiz seinen Job verliert, derzeit eine maximale Tagesentschädigung von 196 CHF für 520 Tage erhalten, aber mögliche Änderungen könnten diese Beträge reduzieren. > "Es ist entscheidend, dass Grenzgänger informiert bleiben und sich auf eventuelle Änderungen in den Verfahren der Arbeitslosenversicherung vorbereiten." Um sich vorzubereiten, ist es nützlich, eine operative Checkliste zu erstellen: - Überprüfen Sie Ihre vertragliche Situation und die Rechte, die in Ihrem Arbeitsvertrag vorgesehen sind. - Konsultieren Sie regelmäßig die Website des zuständigen URC, wie die von Lugano oder Bellinzona. - Sammeln Sie alle notwendigen Dokumente, wie die letzten Lohnabrechnungen und das Arbeitszeugnis. - Kontaktieren Sie einen Steuer- oder Rechtsberater, der auf transfrontalierendes Arbeitsrecht spezialisiert ist, besonders wenn Sie in Gemeinden wie Novazzano oder Stabio wohnen, wo die Nähe zur Grenze die Verfahren komplizieren kann. ### Nützliche Werkzeuge Um die eventuellen Arbeitslosenentschädigungen zu berechnen und die steuerlichen Auswirkungen besser zu verstehen, können Sie den Lohnrechner nutzen, der auf der Website verfügbar ist. Dieses Werkzeug ermöglicht es, spezifische Daten wie das monatliche Gehalt und die Dauer des Arbeitsverhältnisses einzugeben, um eine genaue Schätzung der Entschädigungen zu erhalten. B...

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Häufig gestellte Fragen
Wer ist Lorenzo Quadri?
Lorenzo Quadri ist ein Nationalrat aus dem Tessin und Mitglied der Lega dei Ticinesi. Er hat eine Motion an den Bundesrat eingereicht, um zu verhindern, dass die Schweiz Arbeitslosenentschädigungen an Grenzgänger zahlen muss.
Wie viele Grenzgänger arbeiten in der Schweiz?
Laut den im Artikel zitierten Daten arbeiten etwa 412.000 Grenzgänger in der Schweiz.
Welche Folgen hat das für das Tessin?
Das Tessin, wie auch andere Kantone mit einer hohen Anzahl von Grenzgängern, sollte die regionalen Arbeitsvermittlungsämter verstärken, um einem möglichen Anstieg der Arbeitslosenanträge begegnen zu können.

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