Arbeitslose Grenzgänger: Rechte und Zugang zu den RAVs (Grenzgänger-Leitfaden)

Arbeitslose Grenzgängerinnen und Grenzgänger haben das Recht, sich bei den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) der Schweiz anzumelden. So funktioniert das Verfahren.

Kontext

In Kürze

  • Arbeitslose Grenzgänger können sich bei den Schweizerischen RAV anmelden.
  • Das Recht ist durch die Europäische Koordinierungsverordnung gewährleistet.
  • Die Registrierung erfolgt ergänzend zum Wohnsitzland.
  • Die Arbeitslosenquote im Tessin liegt bei rund 2,4%.

Eckdaten

  • Was: Anmeldung bei den Schweizer Arbeitsvermittlungen
  • Wann: Seit 2012 (Europäische Verordnung)
  • Wo: Regionale Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) in der Schweiz
  • Wer: Arbeitslose Grenzgänger
  • Stand Arbeitslosigkeit: ca. 2,4% im Tessin

Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die ihren Arbeitsplatz in der Schweiz verlieren, behalten das Recht, sich bei den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) der Schweiz zur Arbeitssuche anzumelden. Diese Befugnis, obwohl wenig bekannt und selten ausgeübt, wird durch die seit 2012 geltende europäische Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit unterstützt. Diese Regelung ermöglicht es dem Arbeitnehmer, die Schweizer Dienstleistungen «ergänzend» in Anspruch zu nehmen. Es ist von grundlegender Bedeutung zu betonen, dass die Anmeldung bei den Arbeitsämtern in Ihrem Wohnsitzstaat die Hauptpflicht für den Erhalt von finanziellen Leistungen, dh der Arbeitslosenentschädigung, bleibt. Der Zugang zu den Schweizer RAV ersetzt daher nicht das Verfahren im Wohnsitzland, sondern ergänzt es und bietet zusätzliche Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz in dem Gebiet, in dem der Arbeitnehmer zuvor gearbeitet hat

Operative Details

Der Zugang zu den Regionalen Arbeitsstellen (URC) wird oft unterschätzt von transfrontalen Arbeitnehmern. Trotz der gesetzlichen Möglichkeit und Normierung wird in der Praxis eine geringe Teilnahme beobachtet. Laut den Daten der Staatssekretariat für Wirtschaft ist der Anteil der registrierten transfrontalen Arbeitnehmer in der Schweiz in den Jahren 2016 und 2017 sehr gering, mit einer Durchschnittszahl von 87 und 83. Diese Zahlen, im Vergleich zur Gesamtzahl der aktiven transfrontalen Arbeitnehmer in Ticino, zeigen eine Diskrepanz zwischen dem theoretischen Recht und der tatsächlichen Nutzung der Dienstleistungen. Die allgemeine Wahrnehmung, die auch durch syndikalische Aussagen geprägt wird, ist, dass der Zugang nicht immer einfach ist, aber direkte Überprüfungen haben bestätigt, dass die Mitarbeiter der URC bereit sind, Unterstützung zu bieten, wie z.B. im Sportplatz von Lugano.

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Wichtige Punkte

Für einen Frontaliere, der sich in der Lage zur Arbeitslosigkeit befindet, ist die korrekte Vorgehensweise eine sorgfältige Verwaltung der Beziehungen zu den Behörden beider Länder. Die absolute Priorität liegt bei der Anmeldung beim Arbeitsamt in seinem Wohnsitz in Italien, das die finanziellen Leistungen erbringt. Sobald dieser formelle Pflicht erfüllt wurde, hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich beim Regionalen Arbeitsamt in Ticino anzumelden, um eine Arbeitsplatzsucht zu verlangen. Diese Operation, die als ergänzend bezeichnet wird, ermöglicht den Zugang zu den Datenbanken und Orientierungsservices des elvetischen Systems, was die Wahrscheinlichkeit einer neuen Beschäftigung auf dem Gebiet erhöhen kann. Es wird empfohlen, persönlich an den Kassen, wie dem in Lugano, anzukommen, um spezifische Informationen über die eigene Position zu erhalten und zu verstehen, welche Dokumente für die Registrierung erforderlich sind.

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Quelle: tvsvizzera.it

Häufig gestellte Fragen
Kann sich ein arbeitsloser Grenzgänger bei den Schweizerischen RAV anmelden?
Ja, arbeitslose Grenzgänger haben das Recht, sich bei den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) der Schweiz anzumelden. Diese Möglichkeit, die durch die europäische Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit seit 2012 ermöglicht wird, muss ergänzend verstanden werden, da der Arbeitnehmer zunächst bei den Diensten seines Wohnsitzstaates registriert sein muss, der der einzige Träger ist, der die finanziellen Leistungen bei Arbeitslosigkeit zahlt.
Welche Vorteile bietet die 'indigene Vorliebe light'?
Ab dem 1. Juli 2018 müssen Arbeitgeber freie Stellen in Berufen mit einer nationalen Arbeitslosenquote von 8% oder mehr den RAV melden. Diese Stellen stehen für fünf Arbeitstage ausschließlich Arbeitslosen zur Verfügung, die im öffentlichen Dienst eingeschrieben sind, was ihnen einen zeitlichen Vorteil verschafft. Arbeitslose Grenzgänger können, wenn sie bei den RAV registriert sind, wie andere registrierte Bewerber von diesem System profitieren.
Warum melden sich nur wenige Grenzgänger bei den RAV an?
Die geringe Anzahl von Anmeldungen, dokumentiert durch durchschnittliche Daten von 87 Grenzgängern im Jahr 2016 und 83 Grenzgängern im Jahr 2017 in der ganzen Schweiz, ist vor allem auf die mangelnde Kenntnis dieser Möglichkeit bei den betroffenen Arbeitnehmern zurückzuführen. Obwohl die Möglichkeit theoretisch ist, bestätigen die RAV-Beamten, dass die Registrierung möglich ist, und laden die Grenzgänger ein, sich an die Schalter zu wenden, um die notwendigen Erklärungen zu erhalten.

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