Quellensteuer Schweiz 2026: Vergleich aller Grenzkantone

Quellensteuer 2026 in der Schweiz: Sätze, Tarife und NOV-Schwelle für Tessin, Graubünden, Wallis, Bern und Zürich. Hub-Vergleich für Grenzgänger mit Permit B/G.

Contesto

Die Quellensteuer ist die Schweizer Lohnsteuer für Arbeitnehmer ohne Niederlassungsbewilligung C — sie wird direkt vom Arbeitgeber vom monatlichen Bruttolohn abgezogen. 2026 unterliegen alle Grenzgänger mit Permit G und alle Permit-B-Inhaber dieser Steuer. Die Sätze schwanken kantonal zwischen 1% und 25%, mit einer NOV-Schwelle von 120.000 CHF Bruttojahreslohn für die obligatorische ordentliche Veranlagung. Verstehen Sie hier, wo die Steuer am tiefsten ist und wie viel Sie via Pillar 3a zurückholen können.

Dettagli operativi

Was ist die Quellensteuer in der Schweiz? Die Quellensteuer (französisch: impôt à la source, italienisch: imposta alla fonte) ist im Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG, Art. 83–101) und im Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG, Art. 32–38) geregelt. Sie ist eine Erhebungsform der Einkommenssteuer, bei der nicht der Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber als Schuldner gegenüber dem Kanton auftritt. ### Wer zahlt Quellensteuer? Der Quellensteuer unterliegen 2026 in der Schweiz: - Grenzgänger mit Permit G, die täglich oder wöchentlich aus Italien, Frankreich, Deutschland oder Österreich pendeln - Permit-B-Inhaber (Aufenthaltsbewilligung) ohne Niederlassungsbewilligung C - Permit-L-Inhaber (Kurzaufenthalt) - Permit-Ci-Inhaber, deren Ehepartner für eine internationale Organisation arbeitet - Permit-S-Inhaber (Schutzstatus) Nicht der Quellensteuer unterliegen Schweizer Bürger und Inhaber einer Niederlassungsbewilligung C, die im ordentlichen Veranlagungsverfahren besteuert werden. ### Wie der Arbeitgeber die Steuer einbehält Monatlich vom Bruttolohn nach Sozialabzügen (AHV/IV/EO 5,3%, ALV 1,1%, NBU ~0,8%, BVG altersabhängig 7–18%) berechnet der Arbeitgeber: 1. Bruttomonatslohn ermitteln (inkl. 13. Monatslohn anteilig, Boni, geldwerte Leistungen) 2. Den Tariftabellen des Wohnsitz- bzw. Arbeitskantons den Satz entnehmen 3. Den Steuerbetrag einbehalten und monatlich an die kantonale Steuerverwaltung überweisen Die kantonalen Tariftabellen werden jährlich aktualisiert (Stand 1. Januar 2026) und sind nach Familienstand gegliedert: - Tarif A: alleinstehend, ohne Kinder - Tarif B: verheiratet, alleinverdienend - Tarif C: verheiratet, beide Ehepartner erwerbstätig (in der Regel der niedrigste Tarif) - Tarif H:...

Punti chiave

Tarife pro Kanton 2026: Vergleich der wichtigsten Grenzkantone Die folgende Tabelle zeigt indikative Quellensteuersätze 2026 für die fünf für italienische Grenzgänger relevantesten Kantone, gemessen an einem mittleren Jahresbruttolohn von 80.000 CHF. Der Kantonalsatz beinhaltet bereits Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuer (gewichteter Mittelwert). | Kanton | Tarif A (single) | Tarif B (verh., 1 Kind) | NOV-Schwelle | Hauptkriterium | |---|---|---|---|---| | Tessin (TI) | 11–13% | 4–6% | 120.000 CHF | Grenzgänger-Reduktion 20% für Permit G ab 2024 | | Graubünden (GR) | 9–11% | 3–5% | 120.000 CHF | Tieferer Kantonssatz, hohe Gemeindeunterschiede | | Wallis (VS) | 12–14% | 5–7% | 120.000 CHF | Hohe Gemeindesteuer in Tourismusgemeinden | | Bern (BE) | 13–15% | 6–8% | 120.000 CHF | Kantonssatz unter Bundesmedian | | Zürich (ZH) | 11–13% | 4–6% | 120.000 CHF | Tiefste Kantonssteuer, hohe Lebenshaltung | ### Tessin (TI) — der Grenzgänger-Kanton schlechthin Mit über 80.000 italienischen Grenzgängern ist das Tessin der mit Abstand wichtigste Arbeitskanton. Ab 2024 gilt das neue Grenzgänger-Abkommen mit Italien: Permit-G-Inhaber, die nach dem 17. Juli 2023 die Tätigkeit aufgenommen haben, zahlen die Tessiner Quellensteuer reduziert auf 80% und werden zusätzlich in Italien IRPEF-pflichtig (mit Steueranrechnung). Vollständige Details und Tarif-Tabellen 2026 finden Sie auf unserer Seite Quellensteuer Tessin. ### Graubünden (GR) — die Alternative für Grenzgänger aus Sondrio und Valchiavenna Der Kanton Graubünden bietet niedrigere Kantonssätze als das Tessin, hat jedoch stark schwankende Gemeindesteuern. In Chur liegt der Steuerfuss bei 100% des Kantonsindex, in einigen Berggemeinden über 130%. Grenzgänger aus der Provinz Sondrio (Pendolari Valchiavenna, Valtellina) profitieren...

Punti chiave

NOV-Antrag und absetzbare Posten Die nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) ist das Verfahren, mit dem ein Quellensteuerpflichtiger seinen Steuerstatus dem ordentlichen Veranlagungsverfahren angleicht und seine realen Abzüge geltend machen kann (Art. 89a DBG). ### Wann ist NOV obligatorisch? Die NOV ist obligatorisch, wenn: - Der Bruttojahreslohn 120.000 CHF überschreitet (Single oder verheiratet, ein Lohn) - Der Quellensteuerpflichtige weiteres Einkommen über 3.000 CHF hat (Mieteinnahmen, Wertschriftenerträge, Selbstständigkeit) - Der Quellensteuerpflichtige Vermögen über der kantonalen Schwelle (meist 80.000 CHF Single, 150.000 CHF verheiratet) besitzt In allen anderen Fällen ist die NOV fakultativ und muss bis zum 31. März des Folgejahres (für Steuerjahr 2026 also bis 31. März 2027) bei der kantonalen Steuerverwaltung beantragt werden. Versäumnisse sind nicht heilbar. ### Welche Abzüge erlaubt die NOV? Grenzgänger und Permit-B-Inhaber können in der NOV folgende Abzüge geltend machen, die in der Quellensteuer-Pauschale nicht enthalten sind: - Säule 3a (gebundene private Vorsorge): bis CHF 7.258 pro Jahr 2026 für Erwerbstätige mit Pensionskasse, bis CHF 36.288 ohne PK. Vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Mehr Informationen in unserem Pillar 3a Simulator. - Berufsauslagen: tatsächliche Pendlerkosten (Auto bis 0,70 CHF/km bzw. effektive ÖV-Kosten), Verpflegung am Arbeitsplatz (15 CHF/Tag), Berufskleidung - Weiterbildung und Umschulung: bis CHF 12.900 pro Jahr 2026 — Sprachkurse, Zertifizierungen, Studiengänge mit beruflichem Bezug - Krankenkassenprämien (KVG-Grundversicherung) — nur Anteil über dem Pauschalabzug - Hypothekarzinsen auf Wohneigentum (auch in Italien gelegen, mit Schweizer Steueranrechnung) - Unterhaltsbeiträge und Alimente an gesc...

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[{"q":"Wo ist die Quellensteuer in der Schweiz am tiefsten?","a":"Für Single-Erwerbstätige (Tarif A) bei einem Bruttolohn von 80.000 CHF liegt Zürich (11–13%) gleichauf mit Graubünden (9–11%) und dem Tessin (11–13%) am unteren Ende, gefolgt von Wallis (12–14%) und Bern (13–15%). Für verheiratete Grenzgänger mit Kindern (Tarif B) ist Graubünden tendenziell am günstigsten. Beachten Sie jedoch, dass Lebenshaltungskosten und Pendlerdistanz die Nettoersparnis stark beeinflussen — eine reine Steuersatz-Optimierung greift zu kurz."},{"q":"Ab welchem Einkommen muss ich NOV beantragen?","a":"Die nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) ist obligatorisch ab einem Bruttojahreslohn von 120.000 CHF (Single oder verheiratet mit einem Erwerbseinkommen). Sie ist außerdem obligatorisch bei Nebeneinkommen über 3.000 CHF jährlich (Mieten, Wertschriftenerträge) oder Vermögen über der kantonalen Schwelle (meist 80.000 CHF Single, 150.000 CHF verheiratet). Unter diesen Schwellen ist die NOV fakultativ und muss bis 31. März des Folgejahres beantragt werden — sie lohnt sich praktisch immer, wenn Sie Säule-3a-Beiträge oder hohe Berufsauslagen geltend machen können."},{"q":"Was kann ich von der Quellensteuer abziehen?","a":"Mit dem NOV-Antrag können Sie folgende Abzüge geltend machen: Säule 3a bis 7.258 CHF/Jahr 2026 (mit Pensionskasse), tatsächliche Berufsauslagen (Pendelkosten, Verpflegung, Berufskleidung), Weiterbildung bis 12.900 CHF/Jahr, Krankenkassenprämien über dem Pauschalabzug, Hypothekarzinsen, Unterhaltsbeiträge, Spenden bis 20% des Reineinkommens und außergewöhnliche Krankheitskosten über 5% des Reineinkommens. Belege bitte 10 Jahre aufbewahren."},{"q":"Wie wird die Quellensteuer für Verheiratete berechnet?","a":"Verheiratete unterliegen Tarif B (alleinverdienend) oder Tarif C (D...

Häufig gestellte Fragen
Wo ist die Quellensteuer in der Schweiz am tiefsten?
Für Single-Erwerbstätige (Tarif A) bei einem Bruttolohn von 80.000 CHF liegt Zürich (11–13%) gleichauf mit Graubünden (9–11%) und dem Tessin (11–13%) am unteren Ende, gefolgt von Wallis (12–14%) und Bern (13–15%). Für verheiratete Grenzgänger mit Kindern (Tarif B) ist Graubünden tendenziell am günstigsten. Beachten Sie jedoch, dass Lebenshaltungskosten und Pendlerdistanz die Nettoersparnis stark beeinflussen — eine reine Steuersatz-Optimierung greift zu kurz.
Ab welchem Einkommen muss ich NOV beantragen?
Die nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) ist obligatorisch ab einem Bruttojahreslohn von 120.000 CHF (Single oder verheiratet mit einem Erwerbseinkommen). Sie ist außerdem obligatorisch bei Nebeneinkommen über 3.000 CHF jährlich (Mieten, Wertschriftenerträge) oder Vermögen über der kantonalen Schwelle (meist 80.000 CHF Single, 150.000 CHF verheiratet). Unter diesen Schwellen ist die NOV fakultativ und muss bis 31. März des Folgejahres beantragt werden — sie lohnt sich praktisch immer, wen
Was kann ich von der Quellensteuer abziehen?
Mit dem NOV-Antrag können Sie folgende Abzüge geltend machen: Säule 3a bis 7.258 CHF/Jahr 2026 (mit Pensionskasse), tatsächliche Berufsauslagen (Pendelkosten, Verpflegung, Berufskleidung), Weiterbildung bis 12.900 CHF/Jahr, Krankenkassenprämien über dem Pauschalabzug, Hypothekarzinsen, Unterhaltsbeiträge, Spenden bis 20% des Reineinkommens und außergewöhnliche Krankheitskosten über 5% des Reineinkommens. Belege bitte 10 Jahre aufbewahren.
Wie wird die Quellensteuer für Verheiratete berechnet?
Verheiratete unterliegen Tarif B (alleinverdienend) oder Tarif C (Doppelverdiener). Tarif C ist in der Regel günstiger, weil die Tarifprogression auf jeden Lohn separat angewendet wird statt auf das gemeinsame Einkommen. Wenn Ihr Ehepartner ein eigenes Einkommen hat, beantragen Sie unbedingt Tarif C beim Arbeitgeber. Kinder im eigenen Haushalt reduzieren den Tarif weiter (Tarif B mit N Kindern, Tarif C mit N Kindern). Im Tessin profitieren neue Grenzgänger zusätzlich von der 20%-Reduktion.
Quellensteuer Schweiz vs Italien: wie funktioniert die Doppelbesteuerung?
Italienische Grenzgänger ab 2024 (neuer Status) zahlen sowohl die Schweizer Quellensteuer als auch die italienische IRPEF auf das Welteinkommen. Italien gewährt eine Steuergutschrift in Höhe der in der Schweiz bezahlten Steuer (credito d'imposta) sowie einen Freibetrag von 10.000 €. Alte Grenzgänger (Tätigkeit vor 17.7.2023) bleiben ausschließlich in der Schweiz steuerpflichtig, wenn sie täglich innerhalb 20 km der Grenze zurückkehren — gültig bis 31.12.2033. Permit-B-Inhaber mit Wohnsitz in der

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