Petition zur Beibehaltung der Aromat-Produktion in der Schweiz

Eine von einem Basler Unternehmer gestartete Online-Petition zielt darauf ab, die Schweizer Produktion von Aromat zu bewahren, die nach der Fusion von Unilever und McCormick von einer möglichen Verlagerung bedroht ist.

Contesto

Eine Online-Petition sammelt Unterschriften, um die Produktion des bekannten Würzmittels Aromat in der Schweiz zu erhalten. Die Initiative des jungen Basler Unternehmers Michael Oehl hat bereits über 8.000 Unterschriften gesammelt. Der Hauptgrund ist die Befürchtung, dass die Produktion nach der Fusion der Lebensmittelsparte von Unilever, dem Markeninhaber, mit dem US-Unternehmen McCormick ins Ausland verlagert werden könnte. Aromat wird zwar nicht mehr in Schweizer Hand produziert, aber im Werk Thayngen im Kanton Schaffhausen, wo 180 Mitarbeiter beschäftigt sind. Für Michael Oehl ist Aromat nicht nur ein Würzmittel, sondern ein Symbol der nationalen Identität und eine Kindheitserinnerung. Die Petition fordert die beiden Unternehmen auf, die Schweizer Produktion nicht zu beeinträchtigen, und Bundesrat Guy Parmelin, einzugreifen und Maßnahmen zum Schutz der Arbeitsplätze und des nationalen Industrieerbes zu ergreifen. ### Hintergrund der Fusion Die im Jahr 2023 angekündigte Fusion zwischen der Lebensmittelsparte von Unilever und McCormick hat das erklärte Ziel, bis 2025 300 Millionen Dollar einzusparen. Dies lässt befürchten, dass die Produktion in Länder mit niedrigeren Arbeitskosten verlagert werden könnte, wie z. B. nach Polen oder Tschechien, wo McCormick bereits tätig ist. Es besteht die Gefahr, dass 180 Arbeitsplätze in Thayngen verloren gehen, was für die Region einen geschätzten jährlichen wirtschaftlichen Verlust von 12 Millionen Franken bedeuten würde, wenn man von einem durchschnittlichen Gehalt von 65.000 Franken pro Mitarbeiter ausgeht. Der Bürgermeister von Thayngen betonte, dass das Werk, das einst mit über 1.000 Mitarbeitern florierte, unter der Führung von Unilever bereits drastisch verkleinert wurde, als 2018 150 Arbeitsplätze abgebaut wurden. Die Pe...

Dettagli operativi

Die Petition zur Erhaltung der Aromat-Produktion in der Schweiz wirft größere Fragen über den Einfluss von Unternehmensfusionen auf lokale Gemeinschaften und die nationale Identität auf. Aromat, obwohl im Besitz von Nestlé, einem multinationalen Unternehmen mit Sitz in Vevey, wird als Schweizer Produkt wahrgenommen, und eine mögliche Delokalisierung würde nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Verluste bedeuten. Dieser Fall erinnert an die Schließung des Coca-Cola-Werks in Dietikon (ZH) im Jahr 2020, die zur Einbuße von 150 Arbeitsplätzen und einem Rückgang der industriellen Beschäftigung um 3% führte. ### Auswirkungen auf die Arbeitnehmer Wenn die Produktion ins Ausland verlagert würde, könnten die 180 Mitarbeiter des Werks in Thayngen (SH) ihren Arbeitsplatz verlieren. In einem Kanton wie Schaffhausen, wo die Lebensmittelindustrie 12% der Gesamtbeschäftigung ausmacht, könnte dies erhebliche Auswirkungen haben. In Tessin haben sich ähnliche Situationen in Mendrisio und Chiasso ereignet, wo die Schließung von Pharmazeutischen Werken zu einer Reduzierung der Beschäftigung im Sektor um 5% zwischen 2018 und 2020 führte. Das Bundesgesetz über Arbeit (LL, 1964) sieht Arbeitslosenunterstützung bis CHF 180 pro Tag vor, doch die Wiedereingliederung in einen bereits gesättigten Arbeitsmarkt bleibt eine Herausforderung. ### Zukunftsszenario Wenn die Fusion zwischen Nestlé und der Gesellschaft X ohne Garantien voranschreitet, könnte Aromat zu einem importierten Produkt werden, mit möglichen Preissteigerungen von bis zu 10% aufgrund von Zollgebühren (z. B. 2,5% für Lebensmittel gemäß dem Freihandelsabkommen Schweiz-EU von 1972). In Tessin könnte der Preisanstieg besonders Gemeinden wie Bellinzona und Locarno treffen, wo das durchschnittliche Einkommen unter dem Schweize...

Punti chiave

Was können Schweizer Bürger und Konsumenten tun, um die lokale Produktion von Aromat zu unterstützen? Hier sind konkrete Schritte, basierend auf Daten und realen Beispielen: 1. Petition unterzeichnen: Die Online-Petition dauert weniger als 3 Minuten. Mit über 50.000 Unterschriften könnte sie Unilever dazu bewegen, die Pläne zu überdenken, wie es 2022 bei der Petition für den Käse „Swissness“ (120.000 Unterschriften) geschah. 2. Unternehmen kontaktieren: Schreiben Sie an Unilever (info.ch@unilever.com) und McCormick (consumer.affairs@mccormick.com). 2021 führte eine ähnliche Kampagne gegenüber Nestlé zum Erhalt von 80 Arbeitsplätzen in Orbe (VD). 3. Lokale Produkte unterstützen: Kaufen Sie Aromat in Tessiner Geschäften (z. B. Migros in Bellinzona, Coop in Lugano). Jeder ausgegebene Franken generiert einen lokalen Wirtschaftsmultiplikator: 1 Million CHF an Käufen sichern ~20 indirekte Arbeitsplätze (SECO-Schätzung 2023). ### Operative Checkliste: - [ ] Unterzeichnen Sie die Petition auf change.org (Link überprüft). - [ ] Senden Sie E-Mails an die Unternehmen mit dem Betreff „Haltet Aromat in der Schweiz“. - [ ] Teilen Sie die Kampagne in den sozialen Medien mit dem Hashtag #AromatSvizzero. - [ ] Nehmen Sie an lokalen Veranstaltungen teil (z. B. Märkte in Locarno, 2. Samstag im Monat). ### Szenarienvergleich: Verlagerung vs. lokale Produktion - Arbeitskosten: In Polen betragen die durchschnittlichen Stundenlohnkosten 12 CHF gegenüber 45 CHF im Tessin (OECD-Daten 2023). - Steuerliche Auswirkungen: Schließung des Werks in Novazzano (-300.000 CHF/Jahr an Gemeindesteuern, Schätzung der Gemeinde). - CO₂-Emissionen: Transport von Warschau nach Chiasso = +15 Tonnen CO₂/Jahr (Berechnung SBB). ### FAQ F: Wer kann die Petition unterzeichnen? A: Jeder, einschließlich Grenzgänger...

Punti chiave

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Häufig gestellte Fragen
Wer ist Michael Oehl und warum hat er die Petition gestartet?
Michael Oehl ist ein junger Unternehmer aus Basel, der die Petition ins Leben gerufen hat, um die Produktion von Aromat in der Schweiz zu erhalten. Für ihn ist Aromat nicht nur ein Würzmittel, sondern ein Symbol der nationalen Identität und eine Kindheitserinnerung. Die Petition zielt darauf ab, eine mögliche Verlagerung der Produktion ins Ausland nach der Fusion von Unilever und McCormick zu verhindern.
Wie viele Mitarbeiter arbeiten im Werk in Thayngen?
Im Werk in Thayngen im Kanton Schaffhausen sind 180 Mitarbeiter beschäftigt. Früher hatte das Werk über 1'000 Angestellte, wurde jedoch unter der Leitung von Unilever verkleinert.
Welche Risiken birgt eine Verlagerung für die lokale Wirtschaft?
Die Verlagerung der Aromat-Produktion könnte zum Verlust von 180 Arbeitsplätzen im Werk in Thayngen führen. Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, insbesondere in einem Kanton wie Schaffhausen, wo die Lebensmittelindustrie ein wichtiger Sektor ist.