Pendeln in die andere Richtung: Jeden Tag von Altdorf nach Lugano. Doch die Züge reichen nicht
Carla Scheidegger pendelt jeden Tag von Kriens nach Altdorf, um am MASI in Lugano zu arbeiten. Doch die Kritikpunkte bleiben: Züge im Zwei-Stunden-Takt und überfüllte Waggons. Ihr Einsatz für einen nachhaltigen Verkehr.
Contesto
Carla Scheidegger, die Pendlerin, die den Alltag herausfordert Lugano, 16. April 2026 — Nicht alle Pendler aus dem Tessin fahren nach Norden. Es gibt auch Menschen wie Carla Scheidegger, die jeden Morgen den umgekehrten Weg einschlagen: von Kriens im Kanton Luzern über Altdorf nach Lugano, um im Museo d’arte della Svizzera italiana (MASI) zu arbeiten. Eine Routine, die nach ihren Worten die Schwächen des Tessiner Schienennetzes offenlegt, wenn es darum geht, Arbeitskräfte aus der Nordschweiz anzuziehen. Carla, ursprünglich Tessinerin, lebt mittlerweile in der Zentralschweiz – aus beruflichen und privaten Gründen. Als Restauratorin und Konservatorin ist sie auf tägliche Fahrten ins Tessin angewiesen. „Der erste Zug nach Lugano fährt um 08:08 Uhr ab Altdorf, und die Verbindungen verkehren nur alle zwei Stunden“, erklärt sie. Eine Planung, die ihrer Meinung nach mit einem standardmäßigen Arbeitstag kaum vereinbar ist. ### Die Realität in den Zügen: Wohnzimmer oder mobiles Büro? Während Pendler, die nach Norden unterwegs sind, ihre Waggons zu mobilen Büros umfunktionieren, sieht die Realität für Carla anders aus. „In meinem Fall sind die Züge eher wie ein Wohnzimmer oder eine Bar für Touristen – manchmal sogar recht lebhaft“, erzählt sie. Noch problematischer wird es durch die Überfüllung: „Der Zug aus Zürich ist immer überfüllt, und einen ruhigen Platz zu finden, ist unmöglich.“ Eine Situation, die die Fahrt in den Süden für Menschen wie sie, die unterwegs arbeiten müssen, kaum praktikabel macht. ### Fahrzeiten konkurrenzfähig – doch Verbindungen mangelhaft Die Strecke von Kriens nach Lugano dauert etwa eine Stunde und zwanzig Minuten: 25 bis 30 Minuten mit dem Auto bis zum Park and Rail in Altdorf und dann 50 Minuten mit dem Zug. „Eine absolut menschliche Fahrzeit“,...
Dettagli operativi
Die praktischen Auswirkungen für Pendler, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind Die Geschichte von Carla Scheidegger ist kein Einzelfall. Für Menschen wie sie, die im Tessin arbeiten, aber nördlich der Alpen wohnen, werden logistische Hürden zu echten Hindernissen. Das Problem betrifft nicht nur die Zugfrequenz, sondern auch die Qualität der angebotenen Services während der Fahrt. ### Der Vergleich mit anderen Kantonen Im Tessin pendeln die meisten Berufstätigen nach Norden – Richtung Zürich, Basel oder Norditalien. Die Züge in Richtung Süden hingegen sind vor allem auf touristische Nachfrage ausgelegt. »Die Wagen sind laut, überfüllt und kaum geeignet für Menschen, die unterwegs arbeiten müssen«, betont Carla. Eine Erfahrung, die im Kontrast zu den praktischen Verbindungen nach Norden steht, wo die Züge häufiger verkehren und die Wagen oft mit Steckdosen und WLAN ausgestattet sind. ### Fahrpläne, die mit der Arbeitszeit unvereinbar sind Der erste Zug von Altdorf nach Lugano fährt um 08:08 Uhr ab. Für Berufstätige, die um 08:30 Uhr ihren Dienst antreten müssen, bedeutet das: Entweder zu früh ankommen oder zu spät. Eine Situation, die für Carla inakzeptabel ist. »Wenn das Tessin Arbeitskräfte aus der Nordschweiz anwerben will, muss es Verbindungen anbieten, die den Bedürfnissen von Vollzeitbeschäftigten entsprechen«, fordert sie. ### Das ungenutzte Potenzial des nordalpinen Einzugsgebiets Laut Carla könnte ein Gebiet zwischen Luzern, Obwalden und Uri ein bedeutendes Reservoir an Pendlerarbeitskräften darstellen. Die Fahrzeit von Kriens nach Lugano beträgt etwa eine Stunde und zwanzig Minuten – ein Wert, der im Vergleich zu anderen Schweizer Binnenverbindungen durchaus wettbewerbsfähig ist. Doch die geringe Zugfrequenz in Richtung Süden verhindert, da...
Punti chiave
Was kann ein Grenzgänger tun, um seine Situation zu verbessern? Die Geschichte von Carla Scheidegger wirft ein realistisches Problem auf, bietet aber auch praktische Ansätze für all jene, die wie sie täglich mit den Unzulänglichkeiten der Verbindungen in den Süden konfrontiert sind. Hier sind mögliche Schritte, um die Situation zu verbessern. ### Schritt 1: Alternativen prüfen Zuerst rät Carla, alle verfügbaren Optionen genau zu analysieren. «Wenn die Züge ab Altdorf nicht ausreichen, warum dann nicht andere Lösungen in Betracht ziehen?», fragt sie. Beispiele sind: - Mitfahrgelegenheiten: Eine Gruppe von Pendlern organisieren, um gemeinsam zu fahren und Kosten zu sparen. - Homeoffice: Falls der Arbeitsplatz dies zulässt, einige Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten. - Wohnsitzwechsel: Wenn die Verkehrsverbindungen ein unüberwindbares Hindernis darstellen, könnte ein Umzug ins Tessin – vielleicht in eine besser angebundene Ortschaft – eine Option sein. ### Schritt 2: Das Problem bei den Behörden melden Carla hat bereits Kontakt mit den Gemeinden Altdorf und Lugano aufgenommen, ebenso mit den SBB und dem Verein ASTUTI. Auch Sie können aktiv werden: - KANTONALES VERKEHRSAMT TESSIN: Melden Sie das Problem, um eine Intervention anzuregen. - SBB (Schweizerische Bundesbahnen): Eine Meldung über die offizielle Website oder die Mobile App einreichen. - Nutzerverbände: Kontaktieren Sie Pro Bahn Tessin (ASTUTI), um das Thema der Verbindungen in den Süden in die öffentliche Diskussion zu tragen. ### Schritt 3: Daten sammeln und politischen Druck ausüben Carla sammelt derzeit Daten, um ihre Forderungen zu untermauern. Auch Sie können dazu beitragen: - Unannehmlichkeiten dokumentieren: Verspätungen, Überfüllung oder Probleme mit den Fahrplänen per App oder E-Mail melden. -...
Punti chiave
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Häufig gestellte Fragen
- Welche sind die Zugfahrpläne von Altdorf nach Lugano laut Quelle?
- Der erste Zug nach Lugano fährt um 08:08 Uhr von Altdorf ab, mit Verbindungen alle zwei Stunden. Diese Frequenz ist laut Carla Scheidegger kaum mit einem normalen Arbeitstag vereinbar.
- Warum sind die Züge in Richtung Süden weniger auf Pendler ausgelegt als die in Richtung Norden?
- Laut Carla Scheidegger sind die Züge in Richtung Norden auf eine vorwiegend berufstätige Nachfrage ausgerichtet, mit Einrichtungen wie Steckdosen und WLAN. Die Züge in Richtung Süden hingegen sind überfüllt und laut, da sie vor allem auf Touristen abzielen.
- Was hat Carla unternommen, um die Situation zu verbessern?
- Carla hat sich an die Gemeinden Altdorf und Lugano, die SBB sowie den Verein Pro Bahn Ticino (ASTUTI) gewandt. Zudem hat sie eine Datensammlung gestartet, um ihre Forderungen zu untermauern und das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen.
- Wie reagieren die SBB auf die von Carla aufgeworfene Problematik?
- Die SBB antworteten, dass Altdorf eine Gemeinde mit 9’000 Einwohnern sei und dass alle zwei Stunden ein Fernzug in Richtung Tessin hält. Eine Situation, die ihrer Meinung nach vor allem touristischen Bedürfnissen entspricht.
- Welche konkreten Lösungen könnten die Verbindungen von Altdorf nach Lugano verbessern?
- Vorgeschlagen werden unter anderem die Erhöhung der Zugfrequenz in den Stoßzeiten, die Einführung zusätzlicher Verbindungen sowie die Ausstattung der Wagen für Pendler mit Steckdosen und WLAN.