US-Zölle: Parmelin in Washington, um Handelsabkommen voranzubringen

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin trifft sich in Washington mit dem US-Beauftragten für Zollfragen Jamieson Greer. Der Wille zu einer Einigung ist vorhanden, doch konkrete Zeitpläne und Details bleiben ungewiss.

Contesto

Washington, 18. April 2026. Vierzig Minuten Verhandlungen, doch kein Durchbruch – ‘es besteht der gemeinsame Wille, eine Einigung zu erzielen’. So beschrieb Guy Parmelin, Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach dem Treffen mit Jamieson Greer, dem US-Beauftragten für Zölle, das Gespräch, das im Büro des Handelsbeauftragten in Washington stattfand. Der Besuch von Parmelin, der an den Frühjahrstagungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank teilnahm, hatte ein zentrales Anliegen: Die Schweiz muss ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten abschließen. ### Das entscheidende Treffen Parmelin verschwieg nicht die Komplexität der Verhandlungen. ‘Im Moment gibt es keinen festgelegten Zeitplan, das war auch nicht das Ziel des Treffens’, erklärte er in einem Interview mit der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG). ‘Wenn wir schnell eine Lösung finden, umso besser – aber es bleibt noch viel zu tun.’ Die Schweizer Delegation unter der Leitung von Parmelin bestätigte erneut ihre Bereitschaft, einen Zollsatz von 15% zu akzeptieren – bereits im November 2025 vereinbart –, allerdings unter der Bedingung, dass dieser auf alle Wirtschaftssektoren ausgeweitet wird, einschließlich der Pharmabranche. Ziel ist es, die gleiche Behandlung wie die Europäische Union und das Vereinigte Königreich zu erhalten. ### Der Druck aus den USA Die Schweiz befindet sich in einer heiklen Lage. Die USA haben ein Verfahren wegen industrieller Überkapazitäten und Zwangsarbeit eingeleitet, und die Eidgenossenschaft gehört zu den Ländern, die unter Beobachtung stehen. ‘Ich kommentiere die laufenden Verhandlungen nicht, um sie nicht zu gefährden’, betonte Parmelin und bestätigte, dass die technischen Teams die Gespräche wiederaufnehmen. Der Präsident schloss auch...

Dettagli operativi

Für Grenzgänger, die in der Schweiz arbeiten und in der Lombardei leben, ist die laufende Verhandlungsrunde zwischen den USA und der Schweiz zu den Zöllen alles andere als eine abstrakte Angelegenheit. Die Stabilität der Zolltarife auf Schweizer Produkte in den USA kann sich direkt auf die Kosten von importierten Waren auswirken – darunter auch auf Produkte, die jenseits der Grenze erworben werden. Doch wie sehen die konkreten Szenarien für diejenigen aus, die zwischen Chiasso, Mendrisio und Varese pendeln? ## Szenario 1: Abschluss bis zum 4. Juli 2026 Falls die Verhandlungen bis zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag erfolgreich abgeschlossen werden, könnte die Schweiz einen einheitlichen Zollsatz von 15% in allen Sektoren durchsetzen – inklusive Pharmazeutika und Metallen. Das würde bedeuten, dass Grenzgänger, die Schweizer Produkte in den USA kaufen (z.B. Uhren, Maschinen, Medikamente), keine höheren Kosten tragen müssten. Für diejenigen, die umgekehrt Waren aus den USA in die Schweiz importieren, könnten die Zölle sinken, was Direktkäufe oder private Importe attraktiver machen würde. Bundesrat Parmelin betonte jedoch, dass weder die Zeitpläne noch die Details gesichert sind. ## Szenario 2: Verlängerung der Unsicherheit Ziehen sich die Verhandlungen hin, riskiert die Schweiz, höhere Zölle in bestimmten Sektoren hinnehmen zu müssen. Der Satz von 15% gilt bereits für Pharmazeutika, doch ob er auf andere Bereiche ausgeweitet wird, ist noch unklar. In diesem Fall müssten Grenzgänger, die Schweizer Produkte aus den USA einführen, mit steigenden Importkosten rechnen – mit direkten Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten im Tessin. Ein Beispiel: Ein in den USA gekauftes Medikament könnte beim Grenzübertritt einen Aufschlag von 15% erfahren. ## Szenario 3: Zusätzliche...

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Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der aktuelle Zollsatz für Schweizer Medikamente in den USA?
Der aktuelle Zollsatz für Medikamente beträgt 15 %. Dies geht auf ein vorläufiges Abkommen aus November 2025 zurück. Dieser Satz wird bereits angewendet und könnte auf weitere Branchen ausgeweitet werden, falls das Handelsabkommen finalisiert wird.
Was passiert, wenn das US-Schweiz-Abkommen bis zum 4. Juli 2026 nicht zustande kommt?
Sollten die Verhandlungen scheitern, droht der Schweiz, höhere Zölle auf bestimmte Produkte hinnehmen zu müssen oder weitere Untersuchungen zu Handels-praktiken zu riskieren. Formelle Fristen wurden zwar nicht festgelegt, doch der Druck aus den USA könnte sich verstärken.
Wie kann ich überprüfen, ob ein Produkt US-Zöllen unterliegt?
Sie können die [offizielle Website der Schweizer Zollverwaltung (USTAT)](https://www.ezv.admin.ch) konsultieren und dort den Zollcode des Produkts eingeben. Alternativ steht Ihnen das USTAT-Büro in Chiasso oder Bellinzona für eine individuelle Bewertung zur Verfügung.
Betreffen die US-Zölle auch Grenzgänger, die in der Schweiz erworbene Produkte im Tessin kaufen?
Die US-Zölle gelten für die Ausfuhr von Schweizer Produkten in die Vereinigten Staaten. Für Grenzgänger, die Waren im Tessin erwerben (z. B. in Geschäften oder Apotheken), gibt es keine direkten Änderungen. Steigen die Zölle jedoch, könnten Schweizer Hersteller einen Teil der Mehrkosten auf die Inlandspreise umlegen.
Was müssen Tessiner Unternehmen tun, die in die USA exportieren?
Die Unternehmen sollten die Aktualisierungen des EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) und des SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) verfolgen. Falls der Zollsatz von 15 % auf weitere Branchen ausgeweitet wird, müssen Preis- und Logistikstrategien angepasst werden. Die Handelskammer Tessin oder die SUPSI bieten hierfür operative Unterstützung an.

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