Neues mobiles Trinkwasseraufbereitungssystem in Rivera: Wassernotfälle mit 24 m³/Stunde gerüstet

Der Kanton Tessin erhält ein mobiles Trinkwasseraufbereitungssystem mit einer Kapazität von 24 m³/Stunde zur Bewältigung von Wasserkrisen. Heute in Rivera vorgestellt im Rahmen der Tagung des Verbands der Tessiner Wasserwerke mit Zivilschutz und UPAAI.

Contesto

Heute fand in Rivera am Centro Istruzione Cantonale der Zivilschutzbehörde ein Studientag statt, organisiert vom Verband der Tessiner Wasserleitungen (AAT) in Zusammenarbeit mit der Sektion Militär und Bevölkerungsschutz, dem Amt für Gewässerschutz und Trinkwasserversorgung (UPAAI) sowie dem Kantonslabor. Die Veranstaltung brachte Behördenvertreter:innen, Fachleute und Spezialist:innen des Sektors zusammen, um über die Sicherheit der Trinkwasserversorgung und Strategien zur Bewältigung von Notfällen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen, Leitungsunfällen oder Verunreinigungen der Ressourcen zu diskutieren. Die Eröffnung der Tagung übernahm Claudio Zali, Direktor des Dipartimento del territorio, der die Bedeutung dieses Instruments angesichts vergangener Ereignisse wie der Entleerung der Verzasca-Talsperre im Jahr 2022 oder der Hochwasserkatastrophen im Vallemaggia im Jahr 2024 betonte. «Diese Vorfälle haben gezeigt, wie anfällig die Wasserinfrastrukturen sind und wie entscheidend es ist, über schnelle und wirksame Lösungen zu verfügen», erklärte Zali. Die Flut im Vallemaggia Ende Juni 2024 habe deutlich gemacht, wie Anlagen zur Wasserversorgung innerhalb weniger Minuten außer Betrieb gesetzt werden können, was die Behörden dazu zwang, die Bevölkerung vor dem Verzehr von Leitungswasser zu warnen. 📊 Ein Projekt, das 2019 ins Leben gerufen wurde 2019 richtete die Sektion Militär und Bevölkerungsschutz (SMPP) eine Arbeitsgruppe ein, deren Ziel es war, eine Unterstützungsstrategie für Trinkwasserlieferanten in Krisensituationen zu erarbeiten. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das neue Konzept zur Notfall-Trinkwasserversorgung, das selbst in kritischen Lagen die Aufrechterhaltung der Versorgung gewährleisten soll. Im Mittelpunkt des Projekts steht der neue mobile Tri...

Dettagli operativi

Der Bedarf an einer mobilen Trinkwasseraufbereitungsanlage wie der heute in Rivera vorgestellten ist nicht nur theoretischer Natur. In den letzten Jahren sah sich das Tessin mit mehreren Wassernotfällen konfrontiert, die die Anfälligkeit der Versorgungsnetze offenbarten. 2022 zwang die Leerung des Stausees Verzasca die Behörden zu tageweisen Wasserrationierungen, während die Überschwemmung im Vallemaggia 2024 lokale Trinkwasserquellen verunreinigte und wochenlang die Ausgabe von Flaschenwasser erforderte. ## Vorher vs. nachher: Was ändert sich für Grenzgänger und Einwohner? Vor dieser Neuerung standen die Behörden im Falle einer Wassernot nur unflexible und temporäre Lösungen zur Verfügung, wie der Transport von Trinkwasser per Tankwagen oder die Installation stationärer Notfallanlagen – oftmals nicht ausreichend, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Das neue mobile System verändert diese Perspektive grundlegend: Die Möglichkeit des Lufttransports erlaubt es, auch abgelegene Orte oder Gebiete zu erreichen, die von Erdrutschen, Überschwemmungen oder Stromausfällen betroffen sind, wo Straßen möglicherweise unpassierbar sind. ## Reaktionszeiten und Kapazitäten Laut den während der Präsentation bekanntgegebenen Daten ist die Trinkwasseraufbereitungsanlage innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach Eintritt des Notfalls einsatzbereit, sofern Zugang zu einer Rohwasserquelle (Fluss, See, Tank) besteht. Mit einer Kapazität von 24 m³ pro Stunde kann der Bedarf von etwa 12.000 Personen pro Tag gedeckt werden – bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 2 Litern. Das bedeutet, dass das System im Notfall auf mehrere kritische Punkte verteilt werden kann, ohne die Versorgung zu gefährden. ## Praktische Szenarien: Was passiert, wenn...? - Überschwemmung im Vall...

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Häufig gestellte Fragen
Kann die mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage auch bei gesundheitlichen Notfällen wie Pandemien oder länger andauernden Stromausfällen eingesetzt werden?
Ja, das System ist speziell dafür konzipiert, in jeder Art von Notlage Trinkwasser bereitzustellen, die die Wasserversorgung gefährdet – darunter längere Stromausfälle, chemische oder bakteriologische Verunreinigungen sowie Naturkatastrophen. Wie an der Präsentation in Rivera betont wurde, kann die Anlage auch in gesundheitlichen Krisenszenarien eingesetzt werden, sofern Zugang zu einer Rohwasserquelle besteht.
Wie lange dauert es, die mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage nach einer Notfallmeldung in Betrieb zu nehmen?
Laut Angaben der Kantonalen Zivilschutzbehörde kann das System **innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach der Notfallmeldung** einsatzbereit sein – vorausgesetzt, es besteht Zugang zu einer Rohwasserquelle und die Wetterbedingungen erlauben den Hubschraubertransport. Die Schulung der Einsatzkräfte ist bereits abgeschlossen, sodass die Reaktionszeit hauptsächlich von der Logistik abhängt.
Wer entscheidet über den Standort der mobilen Trinkwasseraufbereitungsanlage im Notfall?
Die Entscheidung trifft die **Kantonale Zivilschutzbehörde des Kantons Tessin** in Zusammenarbeit mit dem UPAAI und den betroffenen Gemeinden. Dabei werden Faktoren wie das Ausmaß der Notlage, die Bevölkerungsdichte und die Erreichbarkeit der Verkehrswege berücksichtigt.
Kann ich das Leitungswasser trinken, wenn die mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage in meiner Region im Einsatz ist?
Nein. Die mobile Anlage produziert Trinkwasser ausschließlich für die Verteilung via Tankwagen oder Sammelstellen. Die Behörden erlassen spezifische Warnungen: Nur das Wasser, das an diesen Verteilungspunkten abgegeben wird, gilt als sicher trinkbar. Das Leitungswasser könnte bis auf Weiteres verunreinigt sein.
Wurde das System bereits unter realen Bedingungen getestet?
Ja, im Rahmen von Feldübungen, die von der Kantonalen Zivilschutzbehörde organisiert wurden. Es gab bisher keine realen Einsätze, bei denen die mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage zum Einsatz kam. Die Tests bestätigten jedoch ihre operationelle Effizienz und die schnelle Einsatzbereitschaft.
Was passiert, wenn die Notlage eine Region mit beschädigten Straßen trifft?
Dank der Lufttransportfähigkeit kann das System auch auf diese Weise erreicht werden. Wie an der Präsentation betont wurde, lässt sich die Anlage auch in abgelegenen Gebieten installieren – vorausgesetzt, es besteht Zugang zu einer Rohwasserquelle wie einem Fluss, See oder einer Zisterne.

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