KI reduziert Preisbestimmungszeiten bei Swiss Re um 75%

Die künstliche Intelligenz von Swiss Re beschleunigt Versicherungsprozesse um bis zu 80 % und schafft so mehr Zeit für die Mitarbeitenden. CEO Andreas Berger erklärt die konkreten Auswirkungen.
Kontext
Auf einen Blick
- KI steigert Produktivität bei Swiss Re um bis zu 80%.
- Preisfindung von Wochen auf einen Tag verkürzt.
- Mensch bleibt zentral in Entscheidungsprozessen.
- Datenqualität und IT-Infrastruktur sind kritisch.
Wichtige Fakten
- Produktivitätssteigerung: Bis zu 80% in einigen Unternehmensprozessen.
- Preisfindungszeit: Vorher bis zu drei Wochen, jetzt innerhalb eines Tages.
- Software-Anwendungen: Vorher 14, jetzt weniger als fünf.
- Ziel der KI-Einführung: Zeit für wertschöpfendere Tätigkeiten gewinnen.
- Datenqualität: Integrität und Qualität der Daten sind zentral.
- Cyberrisiken: Potenzielle Schäden könnten Kapazitäten eines Unternehmens übersteigen.
- Partnerschaft: Swiss Re arbeitet mit Palantir für Big-Data-Analysen.
- IT-Infrastruktur: Fragmentierung ist ein kritisches Hindernis für KI-Einführung.
Der CEO von Swiss Re, Andreas Berger, hat erklärt, dass künstliche Intelligenz die Arbeitsproduktivität wie seit Jahrzehnten nicht mehr steigern wird – in einigen Unternehmensprozessen sogar um bis zu 80 %. In einem Interview mit der NZZ am Sonntag betonte Berger, dass der Rückversicherungskonzern zentrale Abläufe mithilfe von KI-Agenten komplett neu gestaltet, ohne dabei Personal abzubauen. Ziel sei es, Zeit für wertschöpfendere Tätigkeiten wie Schadensmanagement, Abschluss neuer Geschäfte und Kundenbetreuung zu gewinnen, um deren Widerstandsfähigkeit zu stärken.
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Operative Details
Die Einführung von KI in die Geschäftsprozesse von Swiss Re ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern auch der Umverteilung von Humanressourcen und des Risikomanagements. Für die Grenzgänger im Tessin, die in ähnlichen Branchen wie Finanzdienstleistungen oder Versicherungsberatung tätig sind, könnte diese Innovation einen radikalen Wandel in der täglichen Arbeitsweise bedeuten. Doch was bedeutet das in der Praxis für diejenigen, die täglich die italienisch-schweizerische Grenze überqueren?
Vorher vs. Nachher: Was sich für die Mitarbeitenden ändert
Vor dem Einsatz von KI benötigten die Mitarbeitenden von Swiss Re Wochen, um eine Versicherungspolice zu berechnen. Manuelle Prozesse mit 25 Schritten und 14 verschiedenen Softwareprogrammen waren erforderlich. Heute erledigen KI-Agenten denselben Prozess in weniger als einem Tag – mit deutlich weniger Komplexität und Fehleranfälligkeit. Dies beschleunigt nicht nur die Abläufe, sondern schafft auch Zeit für wertschöpfendere Tätigkeiten wie Schadensmanagement oder die Entwicklung neuer Versicherungsprodukte.
Auswirkungen auf die Tessiner Versicherungsbranche
Das Tessin beherbergt zahlreiche Versicherungsgesellschaften und Brokerage-Firmen mit internationaler Ausrichtung. Die Einführung von KI könnte zu einem Wettbewerbsfaktor werden und lokale Unternehmen dazu drängen, ähnliche Lösungen zu implementieren, um mit Schweizer und internationalen Konkurrenten Schritt zu halten. Allerdings stellt die Fragmentierung der IT-Infrastrukturen, insbesondere für kleinere Unternehmen, eine erhebliche Hürde dar. «Die Integrität und Qualität der Daten sind entscheidend», betonte Berger und unterstrich, dass ohne ein solides IT-System KI schnell zu einem zusätzlichen Kostenfaktor statt einer Chance werden kann.
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Wichtige Punkte
Wenn Sie Swiss Re-Mitarbeiter sind oder im Versicherungssektor im Tessin arbeiten und verstehen möchten, wie KI Ihre Arbeit beeinflussen könnte, hier ist, was Sie heute tun sollten, um sich Schritt für Schritt auf den Wandel vorzubereiten.
Schritt 1: Bewerten Sie den aktuellen Status der Prozesse
1. Analysieren Sie Ihre aktuellen Prozesse: Identifizieren Sie Verfahren, die am zeitaufwändigsten und fehleranfälligsten sind. Zum Beispiel Versicherungspreisgestaltung oder Schadensmanagement. 2. Dokumentieren Sie jeden Schritt: Erstellen Sie eine detaillierte Karte der 25 Schritte, die vor der KI-Implementierung erforderlich sind, wie Berger beschreibt. Das hilft Ihnen zu erkennen, wo KI den größten Nutzen bringen kann. 3. Beziehen Sie Ihre Kollegen ein: Sprechen Sie mit Teammitgliedern, um die Schmerzpunkte und spezifischen Bedürfnisse zu verstehen. Die Einführung von KI sollte von echtem Bedarf getrieben werden, nicht von technischem Hype.
Schritt 2: Überprüfe die Datenqualität
1. Datenbereinigung: Stellen Sie sicher, dass Ihre Daten vollständig, aktuell und frei von Duplikaten sind. Swiss Re betonte, dass Datenintegrität für die Effektivität von KI entscheidend ist. 2. Datenstrukturierung: Schaffen Sie ein zentrales System zur konsistenten Datenspeicherung. Dies kann die Einführung neuer Software oder die Aktualisierung bestehender Software erfordern. 3. Zuverlässigkeitstests: Führen Sie Simulationen durch, um zu überprüfen, dass die Daten robust genug für KI sind. Wenn die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind, investieren Sie in Schulungen oder Analysetools, um die Qualität Ihrer Daten zu verbessern.
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Häufig gestellte Fragen
- Wie hoch ist der Produktivitätszuwachs, den Swiss Re durch KI erzielt hat?
- Laut CEO Andreas Berger hat der Einsatz von KI-Agenten in den Geschäftsprozessen zu einem **Produktivitätszuwachs von bis zu 80%** in einigen Abteilungen geführt, etwa bei der Preisfindung für Bauversicherungen.
- Wie viel Zeit spart KI bei der Preisfindung ein?
- Vor dem Einsatz von KI dauerte die Preisfindung **bis zu drei Wochen**. Heute kann derselbe Prozess dank KI-Agenten innerhalb von **weniger als einem Tag** abgeschlossen werden – das entspricht einer Zeitersparnis von **75%**.
- Wird KI Arbeitsplätze im Versicherungssektor ersetzen?
- Nein, wie Berger betont, ist das Ziel nicht, Personal abzubauen, sondern **menschliche Ressourcen für höherwertige Tätigkeiten** freizusetzen, etwa die Schadensregulierung oder den Abschluss neuer Verträge.
- Wird Swiss Re mit dem öffentlichen Sektor zusammenarbeiten, um Cyberrisiken abzudecken?
- Ja, Berger bestätigte, dass Swiss Re **mit den Behörden Gespräche führt**, um den Versicherungsschutz bei Cyber-Schäden auszuweiten – allerdings wurden noch keine Details zu Zeitplänen oder Modalitäten bekannt gegeben.
- Welches sind die größten Hürden bei der KI-Einführung, laut dem CEO von Swiss Re?
- Berger nannte zwei Hauptprobleme: die **Zersplitterung der IT-Infrastrukturen** und die **Datenqualität**. Ohne verlässliche Daten und kohärente IT-Systeme droht KI nur zusätzliche Komplexität und Mehrkosten zu verursachen.
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