Ticino innoviert mit intelligenten Brillengläsern für Blinde

Das Startup Lighthouse Tech stellt TAMI vor, Brillengläser mit Radar, die durch Vibrationen auf Hindernisse hinweisen. Positive Tests von Menschen mit Sehbehinderung und Sieg beim Innovationspreis Unitas.

Contesto

Der Tessin erweist sich weiterhin als ein fruchtbarer Boden für Innovationen, insbesondere im Bereich der assistiven Technologien. Ein lokales Startup, Lighthouse Tech mit Sitz in Morbio Inferiore, hat intelligente Brillen namens TAMI entwickelt, die darauf abzielen, Menschen mit Sehbehinderungen und Blinden eine sichere Fortbewegung zu ermöglichen. Die Brillen, die am Donnerstag in Ca'Rezzonico in Lugano vorgestellt wurden, verwenden eine Radartechnologie, um Hindernisse in Brust- und Kopfhöhe zu erkennen und vibrieren an den Bügeln, um den Benutzer zu warnen. Matteo Fanchini, Unternehmer mit Sehbehinderung und Berater des Projekts, erklärte in einem Interview mit Prima Ora, wie dieses Gerät die autonome Mobilität von Menschen mit Sehbehinderungen revolutionieren kann. Die TAMI-Brillen bestehen aus drei Hauptelementen: Radar, Zentralユニット und vibrierendem Element. Die frontal positionierten Detektoren scannen die Umgebung in einem Kegel vor dem Träger und vibrieren zunehmend, wenn man sich einem Hindernis nähert. Laut den Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden etwa 285 Millionen Menschen weltweit an Sehbehinderungen, von denen 39 Millionen blind sind. Im Tessin wird geschätzt, dass etwa 1.500 Menschen an schweren Sehbehinderungen leiden. Die TAMI-Brillen bieten eine innovative Lösung, um die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern. ## Technologie und Funktionsweise Die TAMI-Brillen verwenden eine fortschrittliche Radartechnologie, um Hindernisse in Entfernungen von bis zu 4 Metern zu erkennen. Die Zentralユニット verarbeitet die von den Detektoren gesammelten Informationen und aktiviert das vibrierende Element, das den Benutzer auf die Anwesenheit eines Hindernisses aufmerksam macht. Dieses System bietet eine größere Sicherheit als der traditionelle we...

Dettagli operativi

Das Tessin erweist sich weiterhin als fruchtbarer Boden für Innovationen, insbesondere im Bereich der assistiven Technologien. Ein konkretes Beispiel sind die TAMI-Brillen, die in Zusammenarbeit zwischen der Università della Svizzera italiana (USI) und Lighthouse Tech entwickelt wurden. Diese innovative Technologie wurde entwickelt, um Blinde und Sehbehinderte bei der täglichen Navigation zu unterstützen. ## Technologie und Funktionalität Die TAMI-Brillen basieren auf einem Hinderniserkennungssystem, das ohne Internetverbindung oder spezielle Apps funktioniert. Der Akku gewährleistet eine Laufzeit von mehreren Stunden, was sie für den längeren Gebrauch praktisch macht. Es stehen zwei Nutzungsmodi zur Verfügung: Fernsicht und Nahsicht, mit drei Kanälen, die anzeigen, ob das Hindernis rechts, links oder in der Mitte liegt. Bei einem frontalen Hindernis vibrieren beide Bügel gleichzeitig und geben so ein klares Warnsignal ab. ## Nutzung und Vorteile Neben ihrem Nutzen für Blinde können die TAMI-Brillen auch für Menschen mit neurologischen Raumwahrnehmungsstörungen oder nach einem Schlaganfall eine große Unterstützung sein. Matteo Fanchini berichtete beispielsweise von Fällen mit rechtsseitiger Hemiparese, bei denen durch die Aktivierung nur des betroffenen Bügels signifikante Verbesserungen der Raumwahrnehmung erzielt wurden. Dies wurde dank der Zusammenarbeit mit Rehabilitationszentren in tessiner Gemeinden wie Lugano und Bellinzona möglich. ## Auszeichnungen und Zukunftsprojekte Das TAMI-Projekt hat bereits wichtige Auszeichnungen erhalten, darunter den Unitas Innovationspreis für die Unterstützung von Blinden und Sehbehinderten. Dieser Preis, der 2018 ins Leben gerufen wurde, würdigt Exzellenz im Bereich der sozialen und technologischen Innovation, die zur Verbesseru...

Punti chiave

Für diejenigen, die sich für diese innovative Technologie aus dem Tessin näher interessieren, hat Lighthouse Tech auf seiner Website weitere Informationen bereitgestellt. Die TAMI-Brille ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Technologie die Lebensqualität von Menschen mit Sehbehinderungen verbessern kann, indem sie praktische und innovative Lösungen bietet. Laut den Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden etwa 285 Millionen Menschen weltweit an Sehbehinderungen, davon 39 Millionen Blinde. Im Tessin wird geschätzt, dass etwa 1.500 Menschen eine schwere Sehbehinderung haben. Die TAMI-Brille könnte eine wirksame Lösung sein, um ihre Autonomie und Lebensqualität zu verbessern. ## Konkrete Beispiele für die Nutzung - In Bellinzona könnten die TAMI-Brillen den Blinden helfen, das historische Zentrum zu navigieren, dank der Objekterkennungs- und Personenerkennungstechnologie. - In Locarno könnten die Brillen verwendet werden, um die Zugänglichkeit öffentlicher Dienstleistungen zu verbessern, wie zum Beispiel in der Gemeindebibliothek. ## Normative und Anreize Das Gesetz über die Behinderung vom 30. März 2006 (LPDis) sieht vor, dass Menschen mit Sehbehinderungen Anspruch auf Subventionen und Erleichterungen für den Kauf von assistiven Technologien haben. Der Nationale Fonds für Zugänglichkeit (FNA) hat für 2026 10 Millionen Schweizer Franken bereitgestellt, um den Kauf von Technologien wie den TAMI-Brillen zu unterstützen. ## Operative Checkliste Um zu berechnen, wie sich diese Innovation in den Alltag von Blinden integrieren lässt, können Sie folgende Schritte befolgen: > "Die TAMI-Brille ist ein unglaubliches Werkzeug, um meine Autonomie zu verbessern" - hat ein Benutzer erklärt. - Die spezifischen Bedürfnisse der Person mit Sehbehinderung bewerten - Die K...