Hodler-Gemälde: Geschichte eines Grenzgängers

Ein Gemälde von Hodler, das während des NS-Regimes unter Zwang verkauft wurde, kehrt zu den Erben zurück. Die Geschichte von Martha Nathan, Schweizer Bürgerin und Grenzgängerin

Contesto

In Kürze - Hodler-Gemälde an die Erben zurückgegeben - 1941 unter Zwang verkauft - Geschichte der Eigentümerin öffentlich gemacht - Geschätzter Wert des Gemäldes: 1,2 Millionen Schweizer Franken ## Wichtige Fakten - Was: Rückgabe von "Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen" - Wann: Vereinbarung im März 2026 abgeschlossen - Wo: Winterthur (ZH) - Wer: Stiftung SKGG und Erben Nathan - Betrag: Nicht spezifiziert, aber auf 1 bis 1,5 Millionen Schweizer Franken geschätzt Das Ölbild "Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen" (1876/1882) von Ferdinand Hodler wird an die Erben der ehemaligen jüdischen Besitzerin Martha Adrianna Nathan zurückgegeben. Die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) in Winterthur und die Erben haben eine Vereinbarung getroffen. Das Gemälde war seit 1998 Teil der Sammlung der Zürcher Stiftung. Recherchen zur Provenienz haben gezeigt, dass Martha Nathan gezwungen war, es 1941 aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung zu verkaufen. ### Die Geschichte von Martha Nathan Martha Adrianna Nathan, geborene Dreyfus, war französischer Abstammung und entstammte der Frankfurter Bankiersfamilie Dreyfus. Sie erhielt 1875 die Schweizer Staatsbürgerschaft, verlor sie jedoch durch die Heirat mit Hugo Nathan und wurde deutsche Staatsbürgerin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde sie als Jüdin verfolgt. 1933 erhielt sie die französische Staatsbürgerschaft zurück und floh 1937 nach Frankreich. 1939 ließ sie sich in Genf nieder, doch nach der Besetzung Frankreichs änderte die Schweiz ihre Praxis: Nathans Antrag, als "Emigrantin" anerkannt zu werden, wurde abgelehnt, und sie musste ihren Aufenthaltsstatus alle sechs Monate verlängern. Ab 1938 war Martha Nathan gezwungen, Werke ihrer Kunstsammlung zu verkaufen, um ihren Lebensunterhalt zu bestre...

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Auswirkungen auf Grenzgänger Die Geschichte von Martha Nathan wirft wichtige Fragen zur Situation der Grenzgänger auf, insbesondere in Zeiten politischer Instabilität. Die Notwendigkeit, finanzielle Mittel für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nachzuweisen, ist ein entscheidender Aspekt, der das Leben vieler Grenzgänger beeinflussen kann. Ein Beispiel: Ein Grenzgänger, der in Lugano arbeitet und in Varese wohnt, muss ein Mindesteinkommen von etwa 3.300 CHF pro Monat für die Verlängerung der Bewilligung nachweisen. Dieser Betrag kann je nach Zusammensetzung des Haushalts und individuellen Umständen variieren. 📊 Checkliste für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung: - Gültiger Arbeitsvertrag - Letzte drei Gehaltsabrechnungen - Einkommenssteuererklärung - Gültige Ausweisdokumente - Nachweis der Unterkunft (Mietvertrag oder Eigentum) - Eventuell weitere von den lokalen Behörden geforderte Dokumente ### Historische Vergleiche Die Situation von Martha Nathan kann mit der vieler Grenzgänger heute verglichen werden, die zwischen den schweizerischen und italienischen Vorschriften navigieren müssen. Die Änderung der schweizerischen Praktiken nach der Besetzung Frankreichs ist ein Beispiel dafür, wie sich Politik schnell ändern kann und das Leben der ausländischen Einwohner beeinflusst. Beispielsweise führte der Kanton Tessin 2018 neue Vorschriften ein, die von Grenzgängern verlangen, ein stabiles und kontinuierliches Einkommen für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nachzuweisen, bevor sie die Verlängerung der Bewilligung beantragen. > "Die Vorschriften können sich schnell ändern, und Grenzgänger müssen immer vorbereitet sein." ### Aktuelle Szenarien Heute müssen Grenzgänger sich der geltenden Vorschriften und der Verfahren zur Verlängerung der Aufenth...

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Was tun, wenn man Grenzgänger ist 1. Finanzielle Dokumentation: Stellen Sie sicher, dass Sie eine angemessene finanzielle Dokumentation für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung haben. Dazu gehören Einkommenssteuererklärungen, Arbeitsverträge und Nachweise des Wohnsitzes. Beispielsweise muss ein Grenzgänger, der in Lugano arbeitet, eine Schweizer und eine italienische Steuererklärung vorlegen, mit einem Mindesteinkommen von etwa 35.000 CHF pro Jahr, um Probleme mit den Behörden zu vermeiden. 2. Gesetzliche Bestimmungen kennen: Informieren Sie sich über die geltenden Vorschriften sowohl in der Schweiz als auch in Italien. Beispielsweise müssen Grenzgänger, die in Tessin arbeiten, ab dem 1. Januar 2023 Steuern auf das Zweithaus in Italien zahlen, mit einem Satz, der zwischen 0,76% und 3,5% des Katasterwerts variiert. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass Grenzgänger, die in Italien wohnen, von einer Steuererleichterung in der Schweiz profitieren können, aber nur, wenn ihr Jahreseinkommen 120.000 CHF nicht übersteigt. 3. Experten konsultieren: Wenden Sie sich an spezialisierte Berater, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Beispielsweise kann ein Steuerberater helfen, die Steuern zu optimieren und Doppelbesteuerungen zu vermeiden. In Gemeinden wie Mendrisio oder Chiasso gibt es mehrere Beratungsbüros, die spezifische Dienstleistungen für Grenzgänger anbieten. 4. Online-Tools nutzen: Nutzen Sie Tools wie den Gehaltsrechner, um einen klaren Überblick über Ihre Finanzen zu erhalten. Beispielsweise kann ein Grenzgänger, der 6.000 CHF pro Monat verdient, die Steuern und Abzüge leicht mit diesen Tools berechnen. ### Nützliche Tools - Gehaltsrechner - Leitfaden zu Bewilligungen - Gehaltsvergleich ### Operative Checkliste - Benötigte Dokumente: Arbeitsvertrag, Einkomm...

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