Grenzgänger schweiz steuern 2026: Regeln und Pflichten (Grenzgänger-Leitfaden)

Panoramablick auf Lugano und den Kanton Tessin mit dem See

Analyse der Steuern und steuerlichen Pflichten für Grenzgänger zwischen der Schweiz und Italien auf der Grundlage des neuen Abkommens und der geltenden Vorschriften.

Kontext

In Kürze

  • Quellensteuer ausschliesslich in der Schweiz einbehalten
  • Neues Abkommen in Kraft seit 1. Januar 2024
  • Unterscheidung zwischen alten und neuen Grenzgängern
  • Steuergutschrift in Italien durch CE-Rahmen

Eckdaten

  • Was: Lohnsteuer
  • Wann: Ab 1. Januar 2024 mit neuer Vereinbarung
  • Wo: Kanton Tessin und Schweiz
  • Wer: Eidgenössische Steuerverwaltung
  • Betrag: Selbstbehalt 10000 Euro für neue Grenzgänger

Die Steuerlandschaft für diejenigen, die über die Grenzen hinweg arbeiten, weist klar definierte Regeln auf, die von den zuständigen Behörden festgelegt wurden. Die Quellensteuer auf das Arbeitseinkommen für Grenzgänger wird nur in der Schweiz einbehalten, wodurch eine Doppelbesteuerung dank der vorgesehenen Mechanismen und der Verwendung des EG-Rahmens des Modells 730 in Italien vermieden wird. Die Verwaltung der Steuer- und Quellensteuersätze erfolgt direkt nach den eidgenössischen und kantonalen Gesetzen, die von der Eidgenössischen Steuerverwaltung EFZ auf Bundesebene und den zuständigen kantonalen Verwaltungen ohne Eingriff von nicht zuständigen Stellen wie dem Bsv oder der BfS verwaltet werden.

# Der rechtliche Bezugsrahmen

Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Italien und der Schweiz wurde am 9. Dezember 1976 unterzeichnet. Anschließend wurde das Neue Abkommen für Grenzgänger am 23. Dezember 2020 unterzeichnet und trat offiziell am 1. Januar 2024 mit der italienischen Ratifizierung durch das Gesetz 83 vom 13. Juni 2023 in Kraft.

Operative Details

Die Anwendung der Abzügen auf dem Schweizer Lohn sieht gesetzlich festgelegte spezifische Sätze und Beiträge vor. Was die Vorsorge und die Sozialversicherungen in der Schweiz betrifft, finden wir die AHV-, IV- und EO-Beiträge von 5,3 Prozent zulasten des Arbeitnehmers, die Arbeitslosenversicherung ALV von 1,1 Prozent mit einer Obergrenze von 148.200 Franken, die UVG-Abdeckung, die zwischen 0,7 und 1,5 Prozent schwankt, sowie die BVG-Beiträge für die berufliche Vorsorge, die je nach Altersklasse ab 25 Jahren zwischen 7 und 18 Prozent variieren.

Bei der Analyse eines Praxisfalls in Lugano unterliegt ein Arbeitnehmer mit einem Bruttomonatslohn von 5.000 Franken gewöhnlichen Sozialabzügen in Höhe von rund 600 Franken. An der Front der italienischen Besteuerung gliedern sich die IRPEF-Sätze in drei Hauptstufen: 23 Prozent bis 28.000 Euro, 35 Prozent für den Betrag zwischen 28.001 und 50.000 Euro und 43 Prozent für Einkommen über 50.000 Euro.

Unterschiede zwischen alten und neuen Grenzgängern

Die geltende Gesetzgebung, die durch das am 17. Juli 2023 ratifizierte und am 1. Januar 2024 in Kraft getretene bilaterale Abkommen geregelt wird, legt je nach Beginn der Erwerbstätigkeit in der Schweiz unterschiedliche Regelungen fest. Arbeitnehmer, die bereits vor dem 17. Juli 2023 Grenzgänger in Kantonen wie Tessin, Graubünden oder Wallis waren, profitieren von einer Übergangsregelung, die von 2024 bis 2033 dauern wird, sowie von einem Freibetrag von 7.500 Euro und der ausschließlichen Besteuerung in der Schweiz mit Rückvergütung von 40 Prozent der Steuern an die italienischen Wohngemeinden wie Mendrisio oder Porlezza.

Wichtige Punkte

Die Erfüllung steuerlicher Pflichten erfordert Aufmerksamkeit bei Fristen und Verfahren, die von der italienischen Agenzia delle Entrate und den Schweizer Behörden vorgegeben werden. Grenzgänger, die in italienischen Gemeinden wie Como oder Varese wohnhaft sind und in Lugano oder Mendrisio arbeiten, müssen die in der Schweiz erzählten Einkommen korrekt in ihrer Steuererklärung in Italien deklarieren und dabei die Steuergutschrift nutzen, um das Risiko einer Doppelbesteuerung desselben Einkommens aus unselbstständiger Arbeit endgültig auszuschließen. Parallel dazu behalten Arbeitnehmer mit einer G-Bewilligung im Gesundheitsbereich das Optionsrecht für die KVG-Krankenversicherung innerhalb von drei Monaten nach Arbeitsbeginn, mit Franchise-Beträgen für Erwachsene zwischen dreihundert und zweitausendfünfhundert Franken, was sich klar von jeglichem Konzept einer 'Gesundheitssteuer' abhebt.

Pflichten und regelmäßige Überprüfungen

Um die Verwaltung der eigenen wirtschaftlichen und vorsorglichen Situation korrekt anzugehen, ist es von grundlegender Bedeutung, die vom Schweizer Arbeitgeber ausgestellten Dokumente regelmäßig zu überwachen und die geleisteten Zahlungen an das INPS und die zuständigen Stellen, einschließlich der Beiträge zur zweiten Säule (BVG), zu überprüfen. Es empfiehlt sich, die eigene Lohnabrechnung periodisch zu prüfen, um die Positionen bezüglich der Quellensteuerabzüge und der obligatorischen Sozialversicherungen wie AHV, IV und EO zu kontrollieren.

Häufig gestellte Fragen
Wer behält die Quellensteuer für Grenzgänger in der Schweiz ein?
Die Quellensteuer auf das Erwerbseinkommen wird ausschliesslich in der Schweiz einbehalten. Italien vermeidet die Doppelbesteuerung, indem es die Steuergutschrift über den EG-Rahmen des Modells 730 anwendet.
Was ist der Unterschied zwischen alten und neuen Grenzgängern?
Alte Grenzgänger, also diejenigen, die bereits vor dem 17. Juli 2023 Grenzgänger waren, profitieren von einer Übergangsregelung von 2024 bis 2033 und einer Befreiung von 7.500 Euro. Die neuen Grenzgänger profitieren hingegen von einer Selbstbeteiligung von 10.000 Euro.
Welche IRPEF-Sätze gelten in Italien für ausländische Einkommen?
Der IRPEF in Italien sieht drei Stufen vor: 23% bis 28.000 Euro, 35% von 28.001 bis 50.000 Euro und 43% für Einkommensanteile über 50.000 Euro.

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