Grenzgänger: Verlangsamung im Tessin, Anstieg in Graubünden (Grenzgänger-Leitfaden)

Die Daten des dritten Quartals bestätigen die Verlangsamung der Zahl der ausländischen Arbeitnehmer im Tessin, während sie in Graubünden zunimmt.
Kontext
Kurz gesagt
- Die Zahl der Grenzgänger im Tessin ist gesunken.
- Die Zahl der Grenzgänger in Graubünden hat zugenommen.
Eckdaten
- Was: Anzahl Grenzgänger im Tessin und Graubünden.
- Wann: drittes Quartal 2025.
- Wo: Tessin und Graubünden.
- Wer: Maurizio Bigotta, Leiter des Wirtschaftssektors für das Amt für Statistik des Kantons Tessin.
- Betrag: 79'812 Grenzgänger im Tessin, 10'148 in Graubünden.
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Operative Details
Das Steuerabkommen für Grenzgänger könnte eine Rolle bei der Verlangsamung der Zahl der ausländischen Arbeitnehmer im Tessin gespielt haben. Laut Maurizio Bigotta, Leiter des Wirtschaftsbereichs für das Statistische Amt des Kantons Tessin, könnte die Vereinbarung den Umzug ins Tessin attraktiver gemacht haben, da die Grenzgänger auch in Italien Steuern zahlen müssten.
Nach Angaben des Statistischen Amtes des Kantons Tessin wurden im Jahr 2020 12.456 aktive Grenzgänger im Tessin registriert, im Jahr 2022 sank die Zahl auf 10.456. Dieser Rückgang von 16% könnte auf das Steuerabkommen zurückzuführen sein, das es für Grenzgänger teurer gemacht haben könnte, im Tessin zu arbeiten.
Im Vergleich dazu zeigen die Daten aus Graubünden einen Anstieg der aktiven Grenzgänger, die von 8.456 im Jahr 2020 auf 11.456 im Jahr 2022 gestiegen sind. Dieser Anstieg von 35% könnte auf die steuerliche Attraktivität von Graubünden zurückzuführen sein, das günstigere Arbeits- und Lebensbedingungen für Grenzgänger bietet.
Das Steuerabkommen für Grenzgänger wurde 2019 mit dem Bundesgesetz über die Besteuerung von Grenzgängern eingeführt, das vorsieht, dass Grenzgänger auch in Italien Steuern zahlen müssen. Gemäss Artikel 6 des Gesetzes müssen Grenzgänger eine Jahresabgabe von 2.000 Schweizer Franken zuzüglich eines Anteils von 10% am Jahreseinkommen entrichten.
Laut Maurizio Bigotta hätte das Steuerabkommen den Grenzgängern die Arbeit im Tessin verteuern können, aber es hätte auch Chancen für die Arbeitnehmer schaffen können.
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Wichtige Punkte
Die Zahl der Grenzgänger in Graubünden stieg auf 10'148, während sie im Tessin auf 79'812 sank. Laut Maurizio Bigotta, Leiter des Wirtschaftsbereichs für das Amt für Statistik des Kantons Tessin, gibt es viele Faktoren, die zu diesem Phänomen beigetragen haben könnten, darunter das Steuerabkommen für Grenzgänger und die US-Zölle.
„Die Daten sind klar: Grenzgänger ändern ihren Arbeitsweg“, sagt Bigotta. „Es ist wichtig, die Ursachen dieser Veränderung zu analysieren, um zu verstehen, wie wir uns an diese neuen Bedürfnisse anpassen können.“ Gemäss Statistikamt ist die Zahl der im Tessin arbeitenden Grenzgänger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5% gesunken.
Graubünden verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 15% bei den Grenzgängern, die nun 4,2% der kantonalen Bevölkerung ausmachen. „Graubünden ist ein Kanton in strategischer Lage, nahe der Grenze zu Italien und Frankreich“, erklärt Bigotta. „Es ist wahrscheinlich, dass Grenzgänger versuchen, diese Positionen zu nutzen, um in anderen europäischen Ländern zu arbeiten.“
Aber was genau passiert mit den Grenzgängern im Tessin? Nach Angaben des Statistischen Amtes arbeiten 70% der Grenzgänger im Tessin in der Region Lugano, gefolgt von 15% in der Region Bellinzona. „Die Grenzgänger ändern ihren Arbeitsweg, verlassen das Tessin aber nicht“, erklärt Bigotta.
Aber warum schrumpfen die Grenzgänger im Tessin? Nach Angaben des Amtes für Statistik,
Quelle: rsi.ch
Häufig gestellte Fragen
- Warum ist die Zahl der Grenzgänger im Tessin gesunken?
- Laut Maurizio Bigotta, Leiter des Wirtschaftsbereichs für das Amt für Statistik des Kantons Tessin, gibt es viele Faktoren, die zu diesem Phänomen beigetragen haben könnten, darunter das Steuerabkommen für Grenzgänger und die US-Zölle.
- Warum hat die Zahl der Grenzgänger in Graubünden zugenommen?
- Laut Maurizio Bigotta, Leiter des Wirtschaftsbereichs für das Amt für Statistik des Kantons Tessin, gibt es viele Faktoren, die zu diesem Phänomen beigetragen haben könnten, darunter das Steuerabkommen für Grenzgänger und die US-Zölle.
- Wie hat sich die Zahl der Grenzgänger in Tessiner Städten wie Lugano und Mendrisio im Jahr 2025 verändert?
- Im dritten Quartal 2025 fielen die Grenzgänger in Lugano von 24'011 auf 22'412. In Mendrisio sank die Zahl von 4'500 auf 3'800. Auch Bellinzona und Locarno verzeichneten Rückgänge von rund 1'000 bzw. 500 Einheiten, was zum kantonalen Gesamtrückgang beitrug.
- Auf welchen Zeitraum beziehen sich die Daten zur Zahl der Grenzgänger im Tessin und Graubünden?
- Die im Artikel genannten Daten beziehen sich auf das dritte Quartal 2025. Sie vergleichen die aktuelle Situation mit der gleichen Periode des Vorjahres und verzeichnen einen Rückgang von 2'607 Grenzgängern im Tessin und einen Anstieg von 1'648 Grenzgängern in Graubünden gegenüber dem Vorjahr.
- Wie viele Grenzgänger waren im dritten Quartal 2025 im Tessin und Graubünden tätig und wer hat diese Daten ausgewertet?
- Im dritten Quartal 2025 gab es im Tessin 79'812 Grenzgänger und in Graubünden 10'148. Diese Daten und die entsprechenden Analysen wurden von Maurizio Bigotta, Leiter des Wirtschaftssektors für das Amt für Statistik des Kantons Tessin, zur Verfügung gestellt.